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Teil 7/24: Serie: Klimanarrativ, Wettermodifikation und die Architektur moderner Kontrolle

Cloud Seeding

Wenn Staaten gezielt Regen erzeugen

Die Pioniere des künstlichen Regens

Die Geschichte der gezielten Beeinflussung bodennaher Wetterschichten begann im Jahr 1946 in den Labors von General Electric. Den Wissenschaftlern Vincent Schaefer und Irving Langmuir gelang es erstmals, durch die Einbringung von Trockeneis in eine unterkühlte Wolke künstlichen Schneefall auszulösen. Kurz darauf entdeckte Bernard Vonnegut, dass Silberiodid aufgrund seiner kristallinen Ähnlichkeit zu Eiskeimen eine noch effizientere Wirkung erzielt. Das Prinzip des Cloud Seeding, der sogenannten Wolkenimpfung, war geboren. Aus dieser Entdeckung entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten eine globale Industrie, die heute in über fünfzig Ländern der Erde als legitimes Mittel des Wassermanagements und der Dürrebekämpfung eingesetzt wird.

Heute ist Cloud Seeding keine Science-Fiction mehr, sondern staatliche Praxis von erstaunlichem Ausmass. Der unbestrittene Weltmeister auf diesem Gebiet ist China. Die Volksrepublik betreibt ein gigantisches Wettermodifikationsprogramm, das von einer eigenen Regierungsbehörde koordiniert wird. Mit einem Arsenal von Flugzeugen, Drohnen und Tausenden von Bodenraketen-Abschussrampen behandelt China jährlich riesige Himmelsflächen, um den Niederschlag über landwirtschaftlichen Regionen zu sichern oder Grossereignisse vor Regen zu schützen. Legendär ist der Einsatz vor den Olympischen Spielen in Peking 2008, als durch massives Impfen von Wolken im Umland sichergestellt wurde, dass die Eröffnungsfeier unter absolut trockenem Himmel stattfand.

Das Wüstenexperiment

Ein weiteres prominentes Beispiel sind die Vereinigten Arabischen Emirate. Der Wüstenstaat investiert jährlich Summen im dreistelligen Millionenbereich in das sogenannte National Center of Meteorology. Da natürliche Niederschläge in der Region extrem selten sind, nutzt man hochentwickelte Cloud-Seeding-Technologien, um die Wolkenbildung über den Bergen des Himmels zu forcieren und die spärlichen Wasserreserven aufzufüllen.

Dabei kommen neben Silberiodid zunehmend umweltfreundlichere Nanomaterialien zum Einsatz. Diese Aktivitäten werden von den Regierungen offen kommuniziert und als Fortschritt gefeiert, was beweist, dass die Beeinflussung von Wetterphänomenen eine etablierte Realität ist.

Der Schritt zur Waffe

Die Existenz dieser kommerziellen und zivilen Programme demonstriert eindrücklich, dass die physikalischen Mechanismen der Wolkenbeeinflussung verstanden und beherrscht werden. Doch die Geschichte zeigt auch, dass eine Technologie, die Dürren lindern kann, fast zwangsläufig das Interesse von Militärstrategen weckt. Um die Architektur moderner Kontrolle in ihrer Gesamtheit zu erfassen, müssen wir den Moment betrachten, in dem diese Technologie die Schwelle zur aktiven Kriegsführung überschritt. Das geschah in den Dschungeln Südostasiens, in einer Operation, die bis heute als Mahnmal für die Militarisierung der Natur steht: Operation Popeye, das Thema des nächsten Teils.

Serie
Titel: 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 -10 - 11 - 12 - 13 - 14 -15 - 16 - 17 - 18 - 19 - 20 - 21 - 22 - 23 - 24

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Hackerangriff auf den Bund – und der digitale Traum bekommt Risse

Wieder einmal trifft es die Bundesverwaltung. Und wieder einmal heisst es: Keine Anzeichen für einen Datenabfluss. Als ob das beruhigen würde.

Unbekannte Angreifer haben SharePoint-Server des Bundesamts für Informatik und Telekommunikation (BIT) kompromittiert. Rund 200 Benutzer- und technische Konten waren betroffen. Die Schwachstellen in der Microsoft-Software waren Mitte Juli öffentlich geworden, die Anomalien fielen Ende Juli auf. Das BIT sperrte den Internetzugang für Externe, setzte Passwörter zurück und baut die Server nun vorsorglich neu auf. Analysearbeiten mit dem Bundesamt für Cybersicherheit und Microsoft laufen noch. Vertrauliche oder besonders schützenswerte Daten dürften auf der Plattform ohnehin nicht lagern, versichert man.

Der alltägliche Digitalwahnsinn
Dieser Vorfall ist kein isolierter Betriebsunfall. Er ist Ausdruck eines tiefsitzenden Widerspruchs. Während der Bund unermüdlich die digitale Transformation predigt, die Schweiz als Vorreiterin der e-Government-Lösungen positioniert und den Bürgern ein reibungsloses digitales Leben verspricht, scheitert er an der elementaren Sicherung seiner eigenen Systeme. SharePoint ist keine exotische Spezialanwendung, sondern ein Alltags-Werkzeug der Verwaltung. Wenn schon hier Lücken klaffen, die Angreifer innerhalb weniger Tage ausnutzen, stellt sich die Frage, wie belastbar die grossen Versprechen überhaupt sind.

Das Wallet als blinder Fleck
Im Zentrum des ganzen digitalen Hypes steht das Wallet. Die staatliche e-ID, gespeichert in der App «Swiyu», soll das digitale Portemonnaie der Schweiz werden – der Schlüssel zu Behörden, Banken, Versicherungen und bald wohl auch zum privaten Alltag. Ohne dieses Wallet funktioniert der e-Hype nicht. Es ist der Dreh- und Angelpunkt. Doch genau hier zeigt sich die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit besonders deutlich. Die Eidgenössische Finanzkontrolle hat wiederholt vor Sicherheitslücken und Zeitdruck gewarnt. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung war lange nicht fertig konzipiert, Stabilisierungsphasen drohten zweckentfremdet zu werden, und die Einführung wurde mehrfach verschoben – zuletzt aus Datenschutz- und Sicherheitsgründen Richtung 2027. Biometrische Daten, die bei der Ausstellung anfallen, sollen jahrelang gespeichert bleiben. Kritiker sehen darin ein unnötiges Risiko und befürchten, dass aus der freiwilligen digitalen Identität de facto ein Zwang wird.

Grosse Worte, kleines Achselzucken
Die Politik, allen voran der Bund, verkauft seit Jahren eine sichere, souveräne und bürgernahe Digitalisierung. Man verspricht Kontrolle über die eigenen Daten, Schutz vor Missbrauch und technische Exzellenz. Kommt es dann zu einem Angriff, folgt das bekannte Ritual: Man stellt fest, dass Daten «vermutlich» nicht abgeflossen sind, man teilt Indikatoren mit Betreibern kritischer Infrastrukturen und baut Server neu auf. Das grosse Erstaunen und das Achselzucken gehören zum Inventar. Die Eidgenössische Finanzkontrolle hat in mehreren Berichten dargelegt, dass bei den Milliardenprojekten der Digitalisierung immer wieder dieselben Steuerungsfehler auftreten – unklare Ziele, fehlende Gesamtplanung, mangelhafte Vorbereitung des Betriebs. Das Vertrauen, das für jedes digitale Identitätsprojekt unerlässlich ist, wird so systematisch untergraben.

Solange die grundlegendste Infrastruktur des Bundes selbst angreifbar bleibt, bleibt der digitale Fortschritt, den man den Bürgern verkaufen will, ein riskantes Versprechen. Das Wallet mag modern klingen. Solange die Server dahinter wackeln, ist es vor allem eines: verwundbar.

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Hallervordens billiger Ausverkauf - Vom alten Niveau zum willigen Stichwortgeber

Wenn ein 90-Jähriger für ein paar Cent und erzwungene Lacher die Wahrheit preisgibt und die Grenzen des Erlaubten überschreitet

Dieser vom ÖRR produzierten Sketch von Dieter Hallervorden, veröffentlicht Anfang August 2026 auf seinem YouTube-Kanal unter dem Titel „Ulrich Siegmund bei Dieter Lanz“, ist nicht nur peinlich. Er ist faktisch falsch und bewusst so konstruiert. Der 90-Jährige schlüpft in die Rolle eines Markus-Lanz-Imitats, erfindet sich einen AfD-Mann und lässt diesen die Einstufung der Partei als „gesichert rechtsextrem“ brav bestätigen. Das Verwaltungsgericht Köln hat dem Verfassungsschutz ausdrücklich untersagt, die Bundespartei so zu bezeichnen. Hallervorden ignoriert das Urteil und präsentiert die verbotene Formulierung trotzdem als unumstößliche Tatsache.

Das ist keine scharfe Satire mehr. Das ist platte, wissentlich unrichtige Agitation für den eigenen politischen Kampf – und für die Nähe zur CDU in Sachsen-Anhalt, der er sich derzeit andient. Früher besaß der Mann noch ein gewisses Niveau, einen Sinn für treffsicheren Humor und die Fähigkeit, Grenzen zu erkennen. Hier hat er sich für ein paar Cent und die erzwungenen Lacher dem Teufel verkauft. Mit diesem Beitrag überschreitet er klar die Grenzen des Erlaubten. Er verbreitet eine gerichtlich beanstandete Falschbehauptung, als wäre sie selbstverständlich, und tut so, als gäbe es da nichts zu hinterfragen.

Stimmen aus dem Netz, die den Niedergang benennen

Im Netz regt sich deutlicher Unmut. Viele, die Hallervorden einst schätzten, reagieren mit Fremdschämen und Enttäuschung. Ein Beobachter schreibt, der einstige Kult-Komiker sei zum Stichwortgeber des Establishments verkommen. Früher sei man nach oben getreten und habe die Mächtigen entlarvt. Heute biedere man sich beim Mainstream an, blende Fakten einfach aus und mache sich zum willigen Werkzeug plumper politischer Agitation. Wissentlich falsche Behauptungen zu verbreiten, um in der eigenen Wohlfühlblase noch einmal billigen Applaus zu erhaschen, sei intellektuelle Insolvenz. Andere nennen den Auftritt schlicht peinlich und fragen, was mit dem Mann los sei und fügen an: hat er Honig im Kopf? Manche sprechen von einem verwirrten alten Mann, der nach oben buckelt und nach unten tritt, oder von einer Schande, die sie nie von ihm erwartet hätten. Selbst Nicht-AfD-Wähler finden, er hätte parteiunabhängig bleiben sollen. Mit diesem Meme konterkariere er so ziemlich alles, was er zuvor gesagt und getan habe.

Wie tief kann man nur sinken?

Man fragt sich unwillkürlich: Wie tief kann man für ein paar Cent und den Beifall der eigenen Blase nur sinken? Ein Mann, der jahrzehntelang als scharfsinniger Komödiant galt, verkauft am Ende seines Weges die eigene Glaubwürdigkeit für billigen Applaus und eine handvoll Münzen. Das ist kein Alterswerk. Das ist ein öffentlicher Ausverkauf. Palim, palim – der echte Humor hat sich längst verabschiedet.

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Swissmedic: Die Pharma kontrolliert ihre eigene Kontrolle

Wenn der Beaufsichtigte den Aufseher bezahlt, braucht man kein weiteres Lehrstück in Interessenkonflikten.

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing

83 Prozent ihres Budgets kassiert Swissmedic direkt bei der Pharma- und Medtech-Branche, die sie angeblich beaufsichtigen soll. Der Bund steuert lächerliche 17 Prozent bei – und freut sich noch, wenn er nächstes Jahr ein paar Millionen mehr beisteuern darf. Man nennt das huldvoll «Verursacherprinzip» und verweist stolz auf FDA und EMA, als ob das den strukturellen Skandal irgendwie adeln würde. In Wahrheit heisst das nichts anderes als: Wer zahlt, bestimmt den Ton. Eine Behörde, deren Existenz und Wohlbefinden vom Wohlwollen derjenigen abhängt, die sie kontrollieren soll, hat ein handfestes Interesse daran, niemanden zu verärgern, niemanden zu sehr zu belasten und vor allem den Geldfluss nicht zu stören. Das ist kein Interessenkonflikt mehr. Das ist die offene Einladung zur Korruption, und die Tür steht sperrangelweit offen.

Genau dieses System hat während der Corona-Jahre gezeigt, wozu es fähig ist: Zulassungen im Eiltempo, kritische Fragen unerwünscht, Nebenwirkungen nachgeordnet, und alles unter dem heiligen Deckmantel des Bevölkerungsschutzes. Wer damals noch an unabhängige Arzneimittelkontrolle glaubte, wurde gründlich eines Besseren belehrt.

Filz, Geld und politische Seilschaften

Dass die Bill-&-Melinda-Gates-Foundation seit Jahren Millionen in «Entwicklungszusammenarbeit» mit Swissmedic pumpt und das Institut damit in ein globales Impfstoff-Beschaffungsnetzwerk einbindet, macht die Sache nicht besser, sondern nur noch undurchsichtiger. Eine Schweizer Arzneimittelbehörde, die Teil eines privat mitfinanzierten internationalen Apparats wird, hat ihren eigentlichen Auftrag längst verlassen. Dazu kommt der personelle Filz: Der Institutsratspräsident ist gleichzeitig SRG-Funktionär und ehemaliger enger Vertrauter des damaligen Gesundheitsministers Alain Berset. Aufsichtsbehörde, öffentlicher Rundfunk und politische Verwaltung greifen nahtlos ineinander. Unabhängigkeit? Wer das noch ernsthaft behauptet, glaubt auch an den Osterhasen und an die Unbestechlichkeit von Institutionen, die von ihren Beaufsichtigten leben.

Teure Doppelspurigkeit und verbranntes Geld

Zwei Drittel der Zulassungen stützt Swissmedic ohnehin auf Entscheidungen ausländischer Behörden. Trotzdem dauert es länger und kostet mehr. Das IT-Abenteuer «Swissmedic 4.0» hat zig Millionen Eigenkapital vernichtet und 2024 einen Verlust von 23 Millionen Franken produziert. Während man in Davos Präsenz markierte und interne Feiern abhielt, verzichteten Mitarbeiter auf das Weihnachtsessen. Nun springt der Staat mit Steuergeldern ein, die Branche zahlt höhere Gebühren, Stellen werden gestrichen – und die Eidgenössische Finanzkontrolle schaut zu. Was Swissmedic in Wahrheit liefert, ist vor allem ein Etikett: den Stempel «Swissmedic-geprüft» auf Entscheidungen, die anderswo längst gefällt wurden. Ein staatlich beglaubigtes Branchenmarketing, getarnt als Bevölkerungsschutz.

Juristisch, moralisch und sachlich unhaltbar

Eine Behörde, die von der Industrie lebt, die sie regulieren soll, Millionen verbrennt, politisch verfilzt ist und deren Arbeit andere längst besser und billiger erledigen, schützt nicht die Bevölkerung. Sie schützt vor allem sich selbst und ihre Geldgeber. Das ist juristisch, moralisch und sachlich ein unhaltbarer Zustand. Swissmedic gehört ersatzlos abgeschafft. Was bleibt, sind die wenigen hoheitlichen Aufgaben – Marktüberwachung, Chargenfreigaben und die strafrechtliche Verfolgung von Verstössen. Alles andere kann schneller, transparenter und ohne diesen systematischen Interessenkonflikt erledigt werden. Eine neue, von der Industrie unabhängige, juristisch einwandfreie Struktur ist überfällig. Alles andere ist reine Selbstbedienung im Namen der öffentlichen Gesundheit – und ein weiterer Beleg dafür, dass man Institutionen, die sich selbst beaufsichtigen lassen, besser gar nicht erst duldet.

Quelle - schweizermonat.ch

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Hallervordens Abstieg in den Güllesumpf

Der alte Tattergreis lallt sich den letzten Rest Anstand aus dem Mund – und die ÖRR klatschen dazu.

Was für ein jämmerliches Schauspiel

In seinem jüngsten Instagram-Schundwerk warnt Dieter Hallervorden mit ernster Miene davor, dass niemand so tief sinken dürfe, den Kakao trinken zu müssen, durch den die AfD «uns» ziehe. Man reibt sich die Augen. Ausgerechnet er. Ausgerechnet jetzt. Der Mann, der gerade erst in einem peinlichen Lanz-Imitat vor laufender Kamera die gerichtlich beanstandete Lüge vom «gesichert rechtsextremen» AfD-Bundesverband als Tatsache verkaufte, will uns jetzt Moralpredigten halten. Das ist keine Warnung mehr. Das ist die Selbstentlarvung eines Mannes, der den Boden unter den Füssen längst verloren hat und trotzdem weiterredet.

Honig war gestern – jetzt sabbert die Gülle.

Dieser Mann hat schon lange keinen Honig mehr im Kopf. Was da inzwischen herumschwappt und unkontrolliert aus dem Mund sabbert, ist handfeste Scheisse. Dickflüssig, stinkend und ohne jede Spur von dem Scharfsinn, den man ihm einst nachsagte. Das Lanz-Imitat von vor wenigen Tagen war nur der neueste Beweis: steif, bemüht, faktisch falsch und so arm an Komik, dass einem das Fremdschämen bis in die Zehenspitzen kriecht. Kein treffsicherer Stich mehr, kein riskanter Witz – nur noch der willige Stichwortgeber, der für den Beifall der richtigen Blase und ein paar Cent die eigene Glaubwürdigkeit verhökert. Wer das gesehen hat, weiss: Hier ist nichts mehr von dem alten Hallervorden übrig. Nur noch ein 90-Jähriger, der sich selbst zur Karikatur seiner selbst macht.

Die eigentliche Alternative

Lieber den Kakao der AfD schlürfen, als die Scheisse zu trinken, durch die uns der ÖRR und dieser alte Tattergreis Hallervorden tagtäglich ziehen.

Zur peinlicher Karikatur von Lanz
https://t.me/standpunkt/56363

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Bitte lächeln und siezen, bevor Du niedergestochen wirst

Die Berner Kantonspolizei empfiehlt vermeindlichen Opfern von Messerangriffen formelle Höflichkeit – als sei der Angreifer ein etwas ungehobelter Gastgeber und nicht jemand, der gerade zustechen will.

Die Kantonspolizei Bern hat in ihrem Leitfaden «Sicher feiern» einen bemerkenswerten Tipp für den Fall eines Messerangriffs im Ausgang veröffentlicht: Man möge den Angreifer bitte siezen. Das «Sie» schaffe Distanz, signalisiere, dass es sich nicht um eine Auseinandersetzung unter Bekannten handle, und könne Unbeteiligte auf die Überschreitung von Grenzen aufmerksam machen. Die Schweizerische Kriminalprävention nickt zustimmend und erklärt, das «Sie» erzeuge psychologische Distanz und könne die Aggressionsdynamik reduzieren. Respektvoll sterben, sozusagen. Empirische Belege für diese wundersame Wirkung gibt es laut eigener Auskunft keine. Erfahrungswissen aus der Praxis müsse genügen.

Der letzte Akt der Zivilisation

Man stelle sich die Szene vor. Jemand zieht das Messer. Das Opfer, gut erzogen und präventionsbewusst, richtet sich auf, setzt ein freundliches Lächeln auf und sagt klar und deutlich: «Würden Sie bitte das Messer wieder einstecken?» Dann folgt der Stich. Wenigstens stirbt man mit einem Lächeln im Gesicht und einem Messer in der Brust. Höflich bis zuletzt. Die Polizei und die Präventionsexperten haben es so gewollt. Das «Sie» soll dem Umfeld zeigen, dass hier keine private Auseinandersetzung stattfindet, und Unbeteiligte zur Zivilcourage auffordern. Ob der Angreifer in diesem Moment noch an Knigge denkt, bleibt dabei unerheblich.

Alte Rezepte in neuem Gewand

Das Ganze erinnert fatal an die berühmten Ratschläge der damaligen Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker nach den massenhaften sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht 2015/2016. Damals empfahl sie Frauen, zu Fremden eine Distanz von mehr als einer Armlänge zu halten und keine Nähe zu suchen, zu der kein Vertrauensverhältnis bestehe. Damals wie heute der gleiche Geist: Nicht der Täter soll in die Schranken gewiesen werden, sondern das potentielle Opfer soll sich bitte anständig, deeskalierend und möglichst unauffällig verhalten. Der Bürger wird zum Sicherheitsbeauftragten seiner selbst ernannt, während die Behörden sich auf Tipps beschränken.

Schutz durch Höflichkeit statt durch Präsenz

Der berechtigte Eindruck, der entsteht, ist unmissverständlich: Die Polizei hat offenbar keine ernsthafte Absicht, die Bevölkerung vor Messergewalt zu schützen. Stattdessen wird dem Bürger beigebracht, wie er im Angesicht der Klinge noch korrekt grüsst. Keine Messer mitnehmen, Provokationen vermeiden, räumliche Distanz halten und bitte schön siezen – das ist der umfassende Präventionsansatz. Die Kampagne «Messer gezogen» hängt an vereinzelten Plakaten und wird über Social Media verbreitet. Eine flächendeckende Präsenz oder eine spürbare Erhöhung der Präsenz im Ausgang scheint nicht vorgesehen.

Man könnte fast glauben, die Behörden hätten kapituliert und überliessen den Bürgern nun die Verantwortung, mit korrekter Anrede und einem Lächeln möglichst elegant unterzugehen. Ein absurderer Vorschlag ist selten so elegant und zugleich so hilflos verpackt worden.

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Swisscom verkauft die Schweiz – Stück für Stück

Während der Gewinn steigt, wandern die Jobs nach Lissabon. Der bundesnahe Konzern lässt die eigenen Leute im Stich und kassiert bei den Kunden weiter überhöhte Preise.

Swisscom meldet für das erste Halbjahr 2026 einen Reingewinnanstieg von 6,9 Prozent. Gleichzeitig schrumpft die Schweizer Belegschaft um 848 Vollzeitstellen auf noch 14’764. Und parallel dazu kündigt der Konzern den dritten ausländischen IT-Standort an: Lissabon. Ab 2027 sollen dort zunächst rund 40, mittelfristig 200 Mitarbeiter Technologie-, Software- und Finanzdienstleistungen erbringen. Nach Rotterdam und Riga ist das die nächste Verlagerung. Offiziell spricht man von langfristiger Wettbewerbsfähigkeit. In Wahrheit geht es um billigere Löhne und tiefere Kosten.

Gewinn hier, Stellenabbau dort

Die Rechnung ist simpel und kalt. Schweizer Fachkräfte kosten deutlich mehr als solche in Portugal. Also werden die Arbeit und das Know-how dorthin verschoben, wo es sich für die Bilanz besser rechnet. Die oberen Etagen kassieren weiterhin hohe Gehälter und Boni, die Kunden behalten ihre teuren Abos, Verträge und Gebühren, und die eigentliche Wertschöpfung wandert ab. Das ist kein reiner Fachkräftemangel, das ist systematische Kostenoptimierung auf Kosten des Werkplatzes Schweiz. Swisscom, mehrheitlich im Besitz des Bundes, hilft damit aktiv mit, Arbeitsplätze und Kompetenzen aus dem Land zu ziehen.

Dasselbe Muster zeigte sich bereits bei den Standorten in den Niederlanden und in Lettland. Damals hiess es noch, die Eröffnung gehe nicht auf Kosten Schweizer Stellen. Später wurden Hunderte Jobs betroffen. Auch das Callcenter wurde nach Kosovo ausgelagert. Nun folgt Lissabon. Die Richtung ist unmissverständlich.

Eine moralische Pflicht, die ignoriert wird

Ein Unternehmen, das so eng mit dem Staat verbunden ist und kritische Infrastruktur betreibt, trägt eine besondere Verantwortung. Es müsste Mitarbeiter schützen, Arbeitsplätze in der Schweiz halten und das Know-how im Land belassen. Stattdessen wird das Gegenteil praktiziert: Während die Zahlen glänzen, wird die Belegschaft hierzulande ausgedünnt und die Abhängigkeit von ausländischen Standorten vergrössert. Das schwächt nicht nur den Arbeitsmarkt, sondern auch die langfristige Innovationskraft und die Sicherheit systemrelevanter Dienste.

Gewerkschaften und Personalverbände haben das längst klar benannt. Syndicom nennt den Schritt irritierend und stellt die Frage nach der Verantwortung eines bundesnahen Betriebs gegenüber dem Schweizer Werkplatz. Man dürfe bezweifeln, dass die kurzfristigen Lohnersparnisse die höheren Koordinationskosten wirklich wettmachen. Transfair sieht die tieferen Auslandslöhne im Vordergrund und wirft Swisscom vor, die Arbeitnehmenden in der Schweiz im Stich zu lassen. Der Verband fordert, dass Konzern und Bund endlich Verantwortung übernehmen. Auch Politiker haben in der Vergangenheit bereits Interpellationen eingereicht und auf die schleichende Aushöhlung des Werkplatzes hingewiesen.

Swisscom spart auf dem Rücken der Mitarbeiter, hält die Preise für die Kunden hoch und schützt vor allem die eigene Führungsetage. Ein bundesnaher Konzern, der so handelt, hat seine Verpflichtung gegenüber dem Land und seinen Menschen längst preisgegeben.

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Wenn der Schnitt sich lohnt

Im Kanton Glarus kommt fast jedes zweite Kind per Kaiserschnitt zur Welt – medizinisch unerklärlich, finanziell aber erklärbar

Hohe Raten und variable Löhne

Im Kanton Glarus wurden 2024 laut Obsan 41 Prozent aller Entbindungen per Kaiserschnitt durchgeführt. In der Waadt waren es 25 Prozent, der Schweizer Durchschnitt liegt bei 33 Prozent. Der Luzerner Gesundheitswissenschaftler Armin Gemperli hält solche kantonalen Unterschiede für medizinisch nicht erklärbar. Er führt sie auf finanzielle Anreize zurück: Ein Kaiserschnitt lässt sich höher abrechnen und ist planbarer als eine vaginale Geburt. Im Zweifelsfall wird operiert, weil das Geld lockt.

Chefärzte verdienen in Schweizer Spitälern ohnehin satt. Am Universitätsspital Basel kommen einzelne auf bis zu 850’000 Franken im Jahr. Dazu kommen variable Lohnbestandteile – Honorare von Privatpatienten, Boni und Vergütungen für Lehrtätigkeit. Die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte lehnt zielbezogene Bonusvereinbarungen ab. Empirisch sei belegt, dass «Pay for Performance» bei komplexen Tätigkeiten die intrinsische Motivation beeinträchtigen und kontraproduktiv wirken könne. Das Ziel müsse die notwendige Behandlung in der erforderlichen Qualität sein, nicht die möglichst hohe Fallzahl.

Weitere kritische Stimmen

Auch der Hebammenverband sieht das Problem klar. Präsidentin Barbara Stocker hält die Schweizer Kaiserschnittrate für zu hoch. Viele Frauen würden unter Druck gesetzt, indem Risiken für das Kind übertrieben würden. Die Co-Präsidentin der Interessengemeinschaft der Geburtshäuser, Fabienne Eberhard, und weitere Fachleute weisen darauf hin, dass eine vaginale Geburt am Termin im Tarifsystem schlechter vergütet werde als ein geplanter Kaiserschnitt. Was gute Geburtshilfe ausmacht – Geduld, Zurückhaltung und Orientierung an Leitlinien –, wird finanziell abgestraft. Die Nationale Ethikkommission kritisiert zudem die Tendenz zur Pathologisierung von Schwangerschaft und Geburt sowie Anreize, Geburten zu beschleunigen, etwa durch Kaiserschnitte. Die Akademie Menschenmedizin fordert konsequent Fixlöhne an öffentlichen Spitälern, weil variable Vergütungen zu unnötigen Behandlungen führten.

Einige Häuser haben bereits reagiert. Das Inselspital Bern zahlte Kaderärzten ab 2022 Fixlöhne. Ähnliches gilt für das Universitätsspital Zürich und das Kantonsspital Winterthur, wobei in Zürich ein kleiner variabler Anteil von maximal zehn Prozent an Qualitäts- und Führungszielen gebunden bleibt. In anderen öffentlichen Spitälern, etwa in Solothurn, Luzern oder St. Gallen, gibt es weiterhin variable Bestandteile.

Was das die Kassen kostet

Eine vaginale Geburt im Spital kostet laut aktuellen Angaben im Durchschnitt rund 7150 Franken. Ein Kaiserschnitt liegt deutlich höher: Er ist im Schnitt 55 Prozent teurer und bewegt sich je nach Fall und Spital zwischen 8000 und 15’000 Franken. Die Differenz von mehreren tausend Franken pro Entbindung trägt die obligatorische Grundversicherung – und damit die Prämienzahlerinnen und Prämienzahler.

Bei jährlich rund 80’000 Geburten in der Schweiz und einer Kaiserschnittrate von gut einem Drittel summiert sich das rasch. Selbst wenn nur ein Teil der Eingriffe medizinisch vermeidbar wäre, entstehen durch die höheren Fallpauschalen und den längeren Aufenthalt spürbare Mehrkosten für das System. Die Spitäler selbst schreiben bei rein grundversicherten Patientinnen oft Verluste, bei halbprivat oder privat Versicherten dagegen Gewinne. Das verstärkt den Anreiz, planbare und besser vergütete Eingriffe zu bevorzugen. Die Rechnung landet am Ende bei allen Versicherten.

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Forwarded from StandPunkt (Chrigi)
🇨🇭 Präsenz für die Eidgenossenschaft 🇨🇭

Die Schweiz am Abgrund

Souveränität in Gefahr

Die Schweiz steht vor schweren Herausforderungen, die ihre Freiheit, ihren Frieden, ihre Souveränität und ihre Unabhängigkeit bedrohen. Während das Volk weitgehend zusieht, treiben Bundesrat und Parlament eine schleichende Annäherung an die EU voran – viele sprechen bereits von einem Ausverkauf eidgenössischer Werte.

Der Bundesrat auf EU-Kurs

Hinter verschlossenen Türen verhandelt die Regierung Abkommen, die der Schweiz vor allem Souveränitätsverluste bringen. Dazu gehören Steuerfreiheit und Immunität für EU-Beamte, Ausgleichsmassnahmen mit wirtschaftlichem Zwang sowie die Tolerierung von Sanktionen gegen eigene Bürger wie Jacques Baud. Unternehmer Giorgio Behr warnt eindringlich: Unser Wohlstand droht dem EU-Apparat geopfert zu werden.

Beschönigung statt Klartext

Aussenminister Ignazio Cassis versucht mit harmlos klingenden Vergleichen – etwa der Erdbeerkonfitüre-Metapher – die Übernahme von EU-Recht schönzureden. Tatsächlich aber ebnen solche Verträge den Weg in eine tiefere Abhängigkeit und höhlen die traditionelle Unabhängigkeit der Schweiz aus.

Parlament opfert die Neutralität

Auch das Parlament treibt diesen Prozess voran. Es hat die Neutralitätsinitiative klar abgelehnt, übernimmt seit 2022 EU-Sanktionen gegen Russland und beteiligt sich an NATO-Übungen. Die jahrhundertealte Neutralität, die der Schweiz Frieden und Erfolg gebracht hat, wird damit zunehmend preisgegeben.

Aufruf zum Widerstand

Zeige auch du Präsenz: Mit oder ohne Plakat auf die Strasse gehen. Die Gründe dafür sind überzeugend! Finde deinen eigenen und sage NEIN zu den totalitären Plänen der Eliten. Gemeinsam schützen wir die Eidgenossenschaft, bevor es zu spät ist. Nur auf der Strasse können wir etwas verändern – sie ist unser wahres Parlament, unser Bollwerk gegen die Unterjochung. Geh hinaus und lass es ertönen: «Schweiz zuerst, Freiheit für immer!»

Weitere Gründe:
https://t.me/standpunkt/56333

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