🇨🇭 Präsenz für die Eidgenossenschaft 🇨🇭
Die Schweiz am Abgrund
Souveränität in Gefahr
Die Schweiz steht vor schweren Herausforderungen, die ihre Freiheit, ihren Frieden, ihre Souveränität und ihre Unabhängigkeit bedrohen. Während das Volk weitgehend zusieht, treiben Bundesrat und Parlament eine schleichende Annäherung an die EU voran – viele sprechen bereits von einem Ausverkauf eidgenössischer Werte.
Der Bundesrat auf EU-Kurs
Hinter verschlossenen Türen verhandelt die Regierung Abkommen, die der Schweiz vor allem Souveränitätsverluste bringen. Dazu gehören Steuerfreiheit und Immunität für EU-Beamte, Ausgleichsmassnahmen mit wirtschaftlichem Zwang sowie die Tolerierung von Sanktionen gegen eigene Bürger wie Jacques Baud. Unternehmer Giorgio Behr warnt eindringlich: Unser Wohlstand droht dem EU-Apparat geopfert zu werden.
Beschönigung statt Klartext
Aussenminister Ignazio Cassis versucht mit harmlos klingenden Vergleichen – etwa der Erdbeerkonfitüre-Metapher – die Übernahme von EU-Recht schönzureden. Tatsächlich aber ebnen solche Verträge den Weg in eine tiefere Abhängigkeit und höhlen die traditionelle Unabhängigkeit der Schweiz aus.
Parlament opfert die Neutralität
Auch das Parlament treibt diesen Prozess voran. Es hat die Neutralitätsinitiative klar abgelehnt, übernimmt seit 2022 EU-Sanktionen gegen Russland und beteiligt sich an NATO-Übungen. Die jahrhundertealte Neutralität, die der Schweiz Frieden und Erfolg gebracht hat, wird damit zunehmend preisgegeben.
Aufruf zum Widerstand
Zeige auch du Präsenz: Mit oder ohne Plakat auf die Strasse gehen. Die Gründe dafür sind überzeugend! Finde deinen eigenen und sage NEIN zu den totalitären Plänen der Eliten. Gemeinsam schützen wir die Eidgenossenschaft, bevor es zu spät ist. Nur auf der Strasse können wir etwas verändern – sie ist unser wahres Parlament, unser Bollwerk gegen die Unterjochung. Geh hinaus und lass es ertönen: «Schweiz zuerst, Freiheit für immer!»
Weitere Gründe:
https://t.me/standpunkt/56545
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
Die Schweiz am Abgrund
Souveränität in Gefahr
Die Schweiz steht vor schweren Herausforderungen, die ihre Freiheit, ihren Frieden, ihre Souveränität und ihre Unabhängigkeit bedrohen. Während das Volk weitgehend zusieht, treiben Bundesrat und Parlament eine schleichende Annäherung an die EU voran – viele sprechen bereits von einem Ausverkauf eidgenössischer Werte.
Der Bundesrat auf EU-Kurs
Hinter verschlossenen Türen verhandelt die Regierung Abkommen, die der Schweiz vor allem Souveränitätsverluste bringen. Dazu gehören Steuerfreiheit und Immunität für EU-Beamte, Ausgleichsmassnahmen mit wirtschaftlichem Zwang sowie die Tolerierung von Sanktionen gegen eigene Bürger wie Jacques Baud. Unternehmer Giorgio Behr warnt eindringlich: Unser Wohlstand droht dem EU-Apparat geopfert zu werden.
Beschönigung statt Klartext
Aussenminister Ignazio Cassis versucht mit harmlos klingenden Vergleichen – etwa der Erdbeerkonfitüre-Metapher – die Übernahme von EU-Recht schönzureden. Tatsächlich aber ebnen solche Verträge den Weg in eine tiefere Abhängigkeit und höhlen die traditionelle Unabhängigkeit der Schweiz aus.
Parlament opfert die Neutralität
Auch das Parlament treibt diesen Prozess voran. Es hat die Neutralitätsinitiative klar abgelehnt, übernimmt seit 2022 EU-Sanktionen gegen Russland und beteiligt sich an NATO-Übungen. Die jahrhundertealte Neutralität, die der Schweiz Frieden und Erfolg gebracht hat, wird damit zunehmend preisgegeben.
Aufruf zum Widerstand
Zeige auch du Präsenz: Mit oder ohne Plakat auf die Strasse gehen. Die Gründe dafür sind überzeugend! Finde deinen eigenen und sage NEIN zu den totalitären Plänen der Eliten. Gemeinsam schützen wir die Eidgenossenschaft, bevor es zu spät ist. Nur auf der Strasse können wir etwas verändern – sie ist unser wahres Parlament, unser Bollwerk gegen die Unterjochung. Geh hinaus und lass es ertönen: «Schweiz zuerst, Freiheit für immer!»
Weitere Gründe:
https://t.me/standpunkt/56545
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
❤2👍2🔥1
290 Millionen für Tempo 80
Wyssmann nennt die dynamische Temporegelung eine unverschämte Leistung zu einem unverschämten Preis
Das Bundesamt für Strassen steckt derzeit rund 290 Millionen Franken in Anlagen zur Geschwindigkeitsharmonisierung. Die Zahl stammt aus der Antwort des Bundesrats auf eine Interpellation von SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann. Er hatte die aus seiner Sicht extensiv gehandhabte dynamische Temporegelung bereits im Juni scharf kritisiert und wissen wollen, wer die Systeme liefert und was sie kosten.
Die teure Infrastruktur
Vierzehn laufende Projekte bilden den Kern der Aufrüstung, rund 160 Firmen, Lieferanten und Ingenieurbüros sind beteiligt. Das ASTRA rechnet mit 0,5 bis einer Million Franken pro Richtungskilometer. Darin stecken Verkehrszähler, Sensorik, Kameras, Strom, Datenleitungen sowie Software und Algorithmen, wie Thomas Rohrbach vom Amt erklärt. Bezahlt wird das Ganze zu hundert Prozent aus dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds, also aus den Treibstoffgeldern der Autofahrer.
Wohin das Geld konkret fliesst, zeigen die öffentlichen Vergaben. Im Abschnitt Rothenbrunnen–Landquart in Graubünden gehen allein drei Zuschläge über 20,8 Millionen Franken: 1,8 Millionen an die Toscano Stahlbau AG, rund 10 Millionen an die Walter AG für Signaltechnik und knapp 9 Millionen an die Zindel + Co. AG für Baumeisterarbeiten. Insgesamt hat das ASTRA dort rund 28 Millionen vergeben.
Künstlicher Stau statt Abfluss
Für Wyssmann sind die Summen nur der eine Skandal. Die Systeme selbst hält er für kontraproduktiv. Am Härkinger-Kreuz Richtung Oensingen werde künstlich Stau erzeugt, indem man auf Tempo 80 herunterschalte. Der Verkehr könne nicht mehr abfliessen. «Da verdient sich einer eine goldene Nase mit den Treibstoffgeldern mit völlig unnützen Systemen, die nicht funktionieren», sagt er. Sein Urteil: eine unverschämte Leistung zu einem unverschämten Preis.
Das ASTRA weist systematische Probleme zurück. Die Anlagen würden nur verkehrsabhängig geschaltet. Gleichzeitig räumt das Amt ein, dass Schaltungen verzögert erfolgen oder Anlagen nicht immer sauber aufeinander abgestimmt seien. Wyssmann nennt diese Antwort arrogant, abgehoben und intransparent. In der Herbstsession will er eine Motion nachlegen.
Was Streetlife zum Thema bereits gezeigt hat
Die Debatte ist älter als diese 290-Millionen-Zahl. Streetlife hat in mehreren Beiträgen nachgezeichnet, wohin die Reise geht: Bis Ende 2024 waren bereits 507 Autobahnkilometer mit solchen Anlagen ausgerüstet, weitere Hunderte Kilometer und über dreissig neue Anlagen sind geplant, vor allem in den Räumen Zürich, Winterthur, Genf, Lausanne und Tessin. Ab 2026 soll Tempo 80 zu den Stosszeiten im Mittelland systematischer greifen. Offiziell, um Staus zu verzögern. Das Amt verweist auf Auswertungen etwa auf der A6 Wankdorf–Thun, wo Stauereignisse und Unfälle zurückgegangen seien.
Die Praxis sieht für viele Autofahrer anders aus. Variable Tafeln bleiben oft lange auf 80, obwohl der Verkehr wieder fliesst. Auf der A14 bei Luzern sorgen adaptive Blitzer, die sich dem wechselnden Limit anpassen, für offenen Ärger. Verkehrspsychologen warnen vor dem ständigen Tempowechsel, der Fahrer überfordert statt beruhigt. Kritiker aus der SVP und der Leserschaft sehen darin weniger Verkehrsfluss als eine teure Bevormundung der Pendler, nachdem der Ausbau der Autobahnen an der Urne gescheitert ist.
Die Anlagen werden also nicht billiger, nicht weniger und nicht unsichtbarer. Wyssmann hat den Preis jetzt beziffert. Ob sie halten, was das ASTRA verspricht, bleibt die eigentliche Frage.
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
Wyssmann nennt die dynamische Temporegelung eine unverschämte Leistung zu einem unverschämten Preis
Das Bundesamt für Strassen steckt derzeit rund 290 Millionen Franken in Anlagen zur Geschwindigkeitsharmonisierung. Die Zahl stammt aus der Antwort des Bundesrats auf eine Interpellation von SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann. Er hatte die aus seiner Sicht extensiv gehandhabte dynamische Temporegelung bereits im Juni scharf kritisiert und wissen wollen, wer die Systeme liefert und was sie kosten.
Die teure Infrastruktur
Vierzehn laufende Projekte bilden den Kern der Aufrüstung, rund 160 Firmen, Lieferanten und Ingenieurbüros sind beteiligt. Das ASTRA rechnet mit 0,5 bis einer Million Franken pro Richtungskilometer. Darin stecken Verkehrszähler, Sensorik, Kameras, Strom, Datenleitungen sowie Software und Algorithmen, wie Thomas Rohrbach vom Amt erklärt. Bezahlt wird das Ganze zu hundert Prozent aus dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds, also aus den Treibstoffgeldern der Autofahrer.
Wohin das Geld konkret fliesst, zeigen die öffentlichen Vergaben. Im Abschnitt Rothenbrunnen–Landquart in Graubünden gehen allein drei Zuschläge über 20,8 Millionen Franken: 1,8 Millionen an die Toscano Stahlbau AG, rund 10 Millionen an die Walter AG für Signaltechnik und knapp 9 Millionen an die Zindel + Co. AG für Baumeisterarbeiten. Insgesamt hat das ASTRA dort rund 28 Millionen vergeben.
Künstlicher Stau statt Abfluss
Für Wyssmann sind die Summen nur der eine Skandal. Die Systeme selbst hält er für kontraproduktiv. Am Härkinger-Kreuz Richtung Oensingen werde künstlich Stau erzeugt, indem man auf Tempo 80 herunterschalte. Der Verkehr könne nicht mehr abfliessen. «Da verdient sich einer eine goldene Nase mit den Treibstoffgeldern mit völlig unnützen Systemen, die nicht funktionieren», sagt er. Sein Urteil: eine unverschämte Leistung zu einem unverschämten Preis.
Das ASTRA weist systematische Probleme zurück. Die Anlagen würden nur verkehrsabhängig geschaltet. Gleichzeitig räumt das Amt ein, dass Schaltungen verzögert erfolgen oder Anlagen nicht immer sauber aufeinander abgestimmt seien. Wyssmann nennt diese Antwort arrogant, abgehoben und intransparent. In der Herbstsession will er eine Motion nachlegen.
Was Streetlife zum Thema bereits gezeigt hat
Die Debatte ist älter als diese 290-Millionen-Zahl. Streetlife hat in mehreren Beiträgen nachgezeichnet, wohin die Reise geht: Bis Ende 2024 waren bereits 507 Autobahnkilometer mit solchen Anlagen ausgerüstet, weitere Hunderte Kilometer und über dreissig neue Anlagen sind geplant, vor allem in den Räumen Zürich, Winterthur, Genf, Lausanne und Tessin. Ab 2026 soll Tempo 80 zu den Stosszeiten im Mittelland systematischer greifen. Offiziell, um Staus zu verzögern. Das Amt verweist auf Auswertungen etwa auf der A6 Wankdorf–Thun, wo Stauereignisse und Unfälle zurückgegangen seien.
Die Praxis sieht für viele Autofahrer anders aus. Variable Tafeln bleiben oft lange auf 80, obwohl der Verkehr wieder fliesst. Auf der A14 bei Luzern sorgen adaptive Blitzer, die sich dem wechselnden Limit anpassen, für offenen Ärger. Verkehrspsychologen warnen vor dem ständigen Tempowechsel, der Fahrer überfordert statt beruhigt. Kritiker aus der SVP und der Leserschaft sehen darin weniger Verkehrsfluss als eine teure Bevormundung der Pendler, nachdem der Ausbau der Autobahnen an der Urne gescheitert ist.
Die Anlagen werden also nicht billiger, nicht weniger und nicht unsichtbarer. Wyssmann hat den Preis jetzt beziffert. Ob sie halten, was das ASTRA verspricht, bleibt die eigentliche Frage.
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
❤5
Papier ade, App statt Münz
Während die Branche beschwichtigt, verschwinden Münzschlitz und Papierzettel Stück für Stück – und mit ihnen die letzte analoge Freiheit
Ein Beschluss, der erst öffentlich wurde, als er schon längst Wirkung zeigte
Im Juli 2026 landete ein Schreiben des Bundesamts für Verkehr auf dem Tisch der Alliance SwissPass. Darin steht unmissverständlich, dass analoge und anonyme Ticketkäufe nicht einfach wegrationalisiert werden dürfen. Der Anlass war kein Missverständnis, sondern die Realität vor Ort: BLS-Automaten ohne Bargeldschlitz, Busse ohne Chauffeurverkauf, Entwerter, die stillgelegt werden, und eine Strategie 2035, die den digitalen Zugang als Zielbild festschreibt. Erst als Medien über Pläne für papier- und bargeldlose Automaten berichteten, beeilte sich Alliance SwissPass Anfang September mit der Feststellung, der Strategierat habe keinen flächendeckenden Beschluss für solche Geräte innert zwei bis drei Jahren gefasst. Man kennt das Muster. Erst werden vollendete Tatsachen geschaffen, dann wird dementiert, was niemand so ausdrücklich beschlossen haben will. Der e-Wahnsinn, der angeblich so sicher und unhackbar ist, zieht seine Kreise am liebsten im Halbdunkel.
Wer kein Smartphone besitzt, gilt plötzlich als Sonderfall
Die Branche rechnet vor, dass längst drei Viertel der Tickets digital gelöst würden. Daraus folgt mit der Logik der Kostenrechner, dass der Rest verzichtbar sei. Ältere Menschen ohne App, Kinder ohne eigenes Gerät, Touristen, die bar zahlen wollen, Armutsbetroffene und alle, die schlicht kein Smartphone besitzen oder keins wollen, werden zur lästigen Minderheit erklärt. Als Trostpflaster dient eine Prepaid-Karte, die man irgendwo aufladen muss, und die Möglichkeit, per Telefon bis dreissig Minuten vor Abfahrt ein Ticket auf den SwissPass laden zu lassen. Spontanes Einsteigen mit Münzen in der Tasche wird zum logistischen Abenteuer. Wer den Bus gerade noch erwischt, hat Pech gehabt. Dass genau diese Gruppen den öffentlichen Verkehr oft am nötigsten haben und ihn mit Steuergeldern mitfinanzieren, stört den Fortschritt offenbar wenig. Diskriminierung nennt man das nur ungern. Lieber spricht man von «geändertem Kaufverhalten» und «Senkung der Vertriebskosten».
Sicher, bis der Server streikt oder das Handy leer ist
Ein Papierbillett lässt sich nicht hacken, braucht keinen Akku und keine App-Aktualisierung. Bargeld funktioniert auch, wenn das Netz ausfällt. Der digitale Ticketkauf dagegen hängt an Servern, Identitätsdaten, Bezahldiensten und der guten Laune der nächsten Störung. Trotzdem gilt analoges Bezahlen als überholt, während dieselbe Branche, die ihre Systeme für unverwundbar erklärt, gleichzeitig vor Missbrauch warnt und immer neue Kontrolltechniken einführt. Die Ironie ist kaum zu überbieten: Je digitaler der Vertrieb, desto abhängiger wird der Fahrgast von Geräten, die er weder besitzt noch beherrschen muss – und desto leichter lässt sich nachverfolgen, wer wann wohin fährt. Anonymes Reisen, das der Bund nun wenigstens bis Ende 2028 noch einfordert, wird zur befristeten Gnade.
Der Bund bremst, die Richtung bleibt
Das BAV hat der Branche Grenzen gesetzt: An wichtigen Umsteigebahnhöfen müssen Automaten bleiben, spontanes analoges Reisen soll bis 2028 möglich sein, reine personalisierte Kartensysteme ohne Alternative gelten als unzureichend. Eine echte Bargeldpflicht an jedem Automaten hat der Bund indes nicht verfügt. Die Prepaid-Karte gilt als ausreichend. Münz- und Notenprüfer werden nicht weiter betrieben – sie gelten als teuer, störungsanfällig und überflüssig. BLS rechnet vor, pro Automat und Tag knapp acht Franken zu sparen. Für die Betroffenen, die ohne Smartphone dastehen, ist das ein schlechter Tausch. Der öffentliche Verkehr ist Daseinsvorsorge, nicht ein Club für App-Besitzer. Solange die Branche das nur auf Nachfrage und unter Aufsichtsdruck anerkennt, bleibt der Verdacht, dass der digitale Zwang nicht trotz, sondern wegen seiner stillen Durchsetzung so weit gekommen ist.
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
Während die Branche beschwichtigt, verschwinden Münzschlitz und Papierzettel Stück für Stück – und mit ihnen die letzte analoge Freiheit
Ein Beschluss, der erst öffentlich wurde, als er schon längst Wirkung zeigte
Im Juli 2026 landete ein Schreiben des Bundesamts für Verkehr auf dem Tisch der Alliance SwissPass. Darin steht unmissverständlich, dass analoge und anonyme Ticketkäufe nicht einfach wegrationalisiert werden dürfen. Der Anlass war kein Missverständnis, sondern die Realität vor Ort: BLS-Automaten ohne Bargeldschlitz, Busse ohne Chauffeurverkauf, Entwerter, die stillgelegt werden, und eine Strategie 2035, die den digitalen Zugang als Zielbild festschreibt. Erst als Medien über Pläne für papier- und bargeldlose Automaten berichteten, beeilte sich Alliance SwissPass Anfang September mit der Feststellung, der Strategierat habe keinen flächendeckenden Beschluss für solche Geräte innert zwei bis drei Jahren gefasst. Man kennt das Muster. Erst werden vollendete Tatsachen geschaffen, dann wird dementiert, was niemand so ausdrücklich beschlossen haben will. Der e-Wahnsinn, der angeblich so sicher und unhackbar ist, zieht seine Kreise am liebsten im Halbdunkel.
Wer kein Smartphone besitzt, gilt plötzlich als Sonderfall
Die Branche rechnet vor, dass längst drei Viertel der Tickets digital gelöst würden. Daraus folgt mit der Logik der Kostenrechner, dass der Rest verzichtbar sei. Ältere Menschen ohne App, Kinder ohne eigenes Gerät, Touristen, die bar zahlen wollen, Armutsbetroffene und alle, die schlicht kein Smartphone besitzen oder keins wollen, werden zur lästigen Minderheit erklärt. Als Trostpflaster dient eine Prepaid-Karte, die man irgendwo aufladen muss, und die Möglichkeit, per Telefon bis dreissig Minuten vor Abfahrt ein Ticket auf den SwissPass laden zu lassen. Spontanes Einsteigen mit Münzen in der Tasche wird zum logistischen Abenteuer. Wer den Bus gerade noch erwischt, hat Pech gehabt. Dass genau diese Gruppen den öffentlichen Verkehr oft am nötigsten haben und ihn mit Steuergeldern mitfinanzieren, stört den Fortschritt offenbar wenig. Diskriminierung nennt man das nur ungern. Lieber spricht man von «geändertem Kaufverhalten» und «Senkung der Vertriebskosten».
Sicher, bis der Server streikt oder das Handy leer ist
Ein Papierbillett lässt sich nicht hacken, braucht keinen Akku und keine App-Aktualisierung. Bargeld funktioniert auch, wenn das Netz ausfällt. Der digitale Ticketkauf dagegen hängt an Servern, Identitätsdaten, Bezahldiensten und der guten Laune der nächsten Störung. Trotzdem gilt analoges Bezahlen als überholt, während dieselbe Branche, die ihre Systeme für unverwundbar erklärt, gleichzeitig vor Missbrauch warnt und immer neue Kontrolltechniken einführt. Die Ironie ist kaum zu überbieten: Je digitaler der Vertrieb, desto abhängiger wird der Fahrgast von Geräten, die er weder besitzt noch beherrschen muss – und desto leichter lässt sich nachverfolgen, wer wann wohin fährt. Anonymes Reisen, das der Bund nun wenigstens bis Ende 2028 noch einfordert, wird zur befristeten Gnade.
Der Bund bremst, die Richtung bleibt
Das BAV hat der Branche Grenzen gesetzt: An wichtigen Umsteigebahnhöfen müssen Automaten bleiben, spontanes analoges Reisen soll bis 2028 möglich sein, reine personalisierte Kartensysteme ohne Alternative gelten als unzureichend. Eine echte Bargeldpflicht an jedem Automaten hat der Bund indes nicht verfügt. Die Prepaid-Karte gilt als ausreichend. Münz- und Notenprüfer werden nicht weiter betrieben – sie gelten als teuer, störungsanfällig und überflüssig. BLS rechnet vor, pro Automat und Tag knapp acht Franken zu sparen. Für die Betroffenen, die ohne Smartphone dastehen, ist das ein schlechter Tausch. Der öffentliche Verkehr ist Daseinsvorsorge, nicht ein Club für App-Besitzer. Solange die Branche das nur auf Nachfrage und unter Aufsichtsdruck anerkennt, bleibt der Verdacht, dass der digitale Zwang nicht trotz, sondern wegen seiner stillen Durchsetzung so weit gekommen ist.
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
🤮11🔥1
Wenn etwas zu schön klingt, um wahr zu sein, wird es teuer
Seit den Klingeltönen hat sich nichts geändert – ausser dass die Opfer offenbar immer dümmer werden.
Wer ohne nachzudenken auf ein dubioses Banner, einen QR-Code, ein Gewinnspiel oder ein angeblich kostenloses Spiel tippt, darf sich hinterher nicht wundern, wenn Dutzende Franken auf der Handyrechnung stehen. Die Falle ist alt, der Trick fast schon nostalgisch. Früher lockten Klingeltöne, heute sind es Premium-SMS über Kurznummern. Die Menschen haben daraus nichts gelernt. Im Gegenteil: Es wirkt, als würden sie mit jedem Jahr leichtgläubiger und unvorsichtiger. Ein einziger unbedachter Klick reicht, und schon wird es teuer.
Vom Schliessfach direkt in die Abofalle
Anna S. wollte im Hallenstadion nur ihre Tasche verstauen. Sie fotografierte einen QR-Code, klickte eine Bestätigung und landete erst auf der falschen, dann auf der richtigen Seite. Drei Monate später kam die Mahnung, obwohl sie einen Dauerauftrag für ihr Monatsabo eingerichtet hatte. Neun Premium-SMS im April für 30 Franken, zwölf im Mai für 40, fünfzehn im Juni für 50 – insgesamt rund 120 Franken. Den Inhalt der Nachrichten hat sie nie gesehen und nie angezeigt bekommen. Bezahlt hat sie trotzdem, weil sie keinen Ärger mit dem Anbieter wollte. Hinter der Nummer 877 steckt die Paycon AG aus Schindellegi. Der Mobilfunkanbieter kassierte brav mit.
Kinderspiel, teure Lektion
Stefan K. staunte nicht schlecht, als die Familienrechnung plötzlich um 60 Franken stieg. Seine zwölfjährige Tochter hatte im Browser auf ein Spiel geklickt, das sie interessierte. Einen zusätzlichen Dienst erhielt sie nicht. Trotzdem stellte die PrimeTech AG aus dem Kanton Schwyz den Betrag in Rechnung; dahinter stand ein tschechischer Anbieter namens Business Fleet. Ein rasches «STOP ALL» an die Kurznummer beendete den Spuk. Die Optionen «mobiles Bezahlen» und «Erwachsenenunterhaltung» waren bei einem Kindertarif standardmässig aktiviert. Wer hätte das gedacht.
Alle verdienen mit – ausser dem Kunden
Premium-SMS sind kostenpflichtige Mehrwertdienste, die über Kurznummern laufen und direkt auf der Mobilfunkrechnung landen. Ein Klick genügt, die Handynummer wird übermittelt, und schon gilt ein Abo als abgeschlossen – oft ohne dass der Betroffene je eine klare Bestätigung sieht. Preis und Abocharakter bleiben versteckt oder so platziert, dass die meisten sie übersehen. Die Abrechnung erfolgt über WAP-Billing. Neben dem eigentlichen Anbieter sind Zahlungsdienstleister und die Mobilfunkfirmen involviert, die als Inkassostellen 30 bis 40 Prozent am Umsatz verdienen. Tausende tappen jedes Jahr hinein, darunter auffällig viele ältere Personen. Die Ombudscom zählte 2025 schon 359 Anfragen und 170 Schlichtungsfälle; im laufenden Jahr waren es bis dato 195 Anfragen. Nach einer Reklamation verweisen die Provider die Kunden oft direkt an die Schlichtungsstelle, ohne den Mehrwertdiensteanbieter zu nennen.
Das Seco erhält Beschwerden gegen Paycon, PrimeTech und andere. Die Firmen winken ab: Man sei ja nur der Abrechner, nicht der Inhalt. Zivilrechtlich ist der Fall klar: Ohne erkennbaren Preis, ohne klare Leistung und ohne ausdrückliche Zustimmung entsteht kein gültiger Vertrag. Eine technische Belastung allein reicht nicht. Trotzdem bleiben die Dienste zulässig, solange irgendwelche Transparenzregeln auf dem Papier stehen. Das System funktioniert seit Jahren ungestört. Die Fallen sind dieselben geblieben. Nur die Opfer scheinen seither nicht klüger geworden zu sein.
Quelle Tages-Anzeiger
http://archive.today/aavQ6
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
Seit den Klingeltönen hat sich nichts geändert – ausser dass die Opfer offenbar immer dümmer werden.
Wer ohne nachzudenken auf ein dubioses Banner, einen QR-Code, ein Gewinnspiel oder ein angeblich kostenloses Spiel tippt, darf sich hinterher nicht wundern, wenn Dutzende Franken auf der Handyrechnung stehen. Die Falle ist alt, der Trick fast schon nostalgisch. Früher lockten Klingeltöne, heute sind es Premium-SMS über Kurznummern. Die Menschen haben daraus nichts gelernt. Im Gegenteil: Es wirkt, als würden sie mit jedem Jahr leichtgläubiger und unvorsichtiger. Ein einziger unbedachter Klick reicht, und schon wird es teuer.
Vom Schliessfach direkt in die Abofalle
Anna S. wollte im Hallenstadion nur ihre Tasche verstauen. Sie fotografierte einen QR-Code, klickte eine Bestätigung und landete erst auf der falschen, dann auf der richtigen Seite. Drei Monate später kam die Mahnung, obwohl sie einen Dauerauftrag für ihr Monatsabo eingerichtet hatte. Neun Premium-SMS im April für 30 Franken, zwölf im Mai für 40, fünfzehn im Juni für 50 – insgesamt rund 120 Franken. Den Inhalt der Nachrichten hat sie nie gesehen und nie angezeigt bekommen. Bezahlt hat sie trotzdem, weil sie keinen Ärger mit dem Anbieter wollte. Hinter der Nummer 877 steckt die Paycon AG aus Schindellegi. Der Mobilfunkanbieter kassierte brav mit.
Kinderspiel, teure Lektion
Stefan K. staunte nicht schlecht, als die Familienrechnung plötzlich um 60 Franken stieg. Seine zwölfjährige Tochter hatte im Browser auf ein Spiel geklickt, das sie interessierte. Einen zusätzlichen Dienst erhielt sie nicht. Trotzdem stellte die PrimeTech AG aus dem Kanton Schwyz den Betrag in Rechnung; dahinter stand ein tschechischer Anbieter namens Business Fleet. Ein rasches «STOP ALL» an die Kurznummer beendete den Spuk. Die Optionen «mobiles Bezahlen» und «Erwachsenenunterhaltung» waren bei einem Kindertarif standardmässig aktiviert. Wer hätte das gedacht.
Alle verdienen mit – ausser dem Kunden
Premium-SMS sind kostenpflichtige Mehrwertdienste, die über Kurznummern laufen und direkt auf der Mobilfunkrechnung landen. Ein Klick genügt, die Handynummer wird übermittelt, und schon gilt ein Abo als abgeschlossen – oft ohne dass der Betroffene je eine klare Bestätigung sieht. Preis und Abocharakter bleiben versteckt oder so platziert, dass die meisten sie übersehen. Die Abrechnung erfolgt über WAP-Billing. Neben dem eigentlichen Anbieter sind Zahlungsdienstleister und die Mobilfunkfirmen involviert, die als Inkassostellen 30 bis 40 Prozent am Umsatz verdienen. Tausende tappen jedes Jahr hinein, darunter auffällig viele ältere Personen. Die Ombudscom zählte 2025 schon 359 Anfragen und 170 Schlichtungsfälle; im laufenden Jahr waren es bis dato 195 Anfragen. Nach einer Reklamation verweisen die Provider die Kunden oft direkt an die Schlichtungsstelle, ohne den Mehrwertdiensteanbieter zu nennen.
Das Seco erhält Beschwerden gegen Paycon, PrimeTech und andere. Die Firmen winken ab: Man sei ja nur der Abrechner, nicht der Inhalt. Zivilrechtlich ist der Fall klar: Ohne erkennbaren Preis, ohne klare Leistung und ohne ausdrückliche Zustimmung entsteht kein gültiger Vertrag. Eine technische Belastung allein reicht nicht. Trotzdem bleiben die Dienste zulässig, solange irgendwelche Transparenzregeln auf dem Papier stehen. Das System funktioniert seit Jahren ungestört. Die Fallen sind dieselben geblieben. Nur die Opfer scheinen seither nicht klüger geworden zu sein.
Quelle Tages-Anzeiger
http://archive.today/aavQ6
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
👍3
Bundesgericht segnet Swiss-Kündigungen ab
Wer den Spritzbefehl verweigerte, durfte gehen – die Unversehrtheit wiegt weniger als der Dienstplan.
Rund 150 Crew-Mitglieder der Swiss verloren in der Pandemie den Arbeitsplatz, weil sie sich der Impfpflicht nicht unterwarfen. Zwei ehemalige Flugbegleiterinnen zogen den Streit bis nach Lausanne. Das Bundesgericht gibt der Airline recht: Die Kündigungen waren zulässig. Ein Eingriff in die Persönlichkeit liege vor, werde aber durch betriebliche Interessen aufgewogen. Tests als Alternative hätten nicht genügt. Die Impfung selbst gilt dem Gericht als vergleichsweise leichter Eingriff. Die Swiss durfte sich auf die damaligen Zulassungen und die Empfehlungen des BAG stützen.
Betrieb geht vor Körper
Die Klägerinnen hatten geltend gemacht, die Pflicht greife unzulässig in die körperliche Unversehrtheit ein und das Präparat sei wegen fehlender Langzeiterfahrung experimentell gewesen. Lausanne folgt dem nicht. Die Einreisebestimmungen wechselten kurzfristig, Destinationen verlangten Unterschiedliches, ohne durchgeimpfte Crew drohten Ausfälle, Streichungen und wirtschaftliche Schäden. Dazu die Fürsorgepflicht gegenüber Personal und Passagieren. In dieser Abwägung obsiegt die Swiss. Die Frauen erhalten weder den Job zurück noch die geforderten sechs Monatslöhne. Sie tragen Gerichtskosten von 3000 beziehungsweise 1000 Franken; die frühere Arbeitgeberin zahlt ihnen 3500 beziehungsweise 1500 Franken.
Systembefriedigung statt Verfassung
Damit erhebt sich das Bundesgericht einmal mehr über die Bundesverfassung. Art. 10 BV garantiert die persönliche Freiheit und die körperliche Unversehrtheit. Was bleibt, sind Privilegien, die Staat und Arbeitgeber nach Gutdünken gewähren oder entziehen. Von Rechten im eigentlichen Sinn ist keine Spur. Die seit rund zwei Jahren vorliegenden RKI-Files und zahlreiche Studien, die den behaupteten Fremdschutz und den Nutzen der Impfung gründlich relativieren, werden geflissentlich übergangen. Swissmedic hat inzwischen selbst Apotheken gebüsst, weil sie noch mit dem Slogan «Schützen Sie sich und andere» warben – genau jener Behauptung, auf der die betriebliche Notwendigkeit der Swiss und die richterliche Interessenabwägung beruhen. Das Gericht tut so, als existiere dieser Widerspruch nicht.
Kritiker nennen den Entscheid höchst fragwürdig. Schon vor dem Bezirksgericht Bülach hatte die Anwältin der Klägerinnen von einem «reinen Machtspiel» gesprochen. Philosophen wie Michael Esfeld und Andreas Brenner warfen den Gerichten bereits früher vor, in der Pandemie die Grundrechte nicht geschützt, sondern den Massnahmenstaat nachträglich legalisiert zu haben. Organisationen wie Mass-voll! und das Aktionsbündnis freie Schweiz dokumentieren seit Jahren, dass Verträge, Zulassungen und behördliche Narrative den Bürger systematisch in die Irre führten. Das Bundesgericht nimmt davon keine Notiz.
Wer das Sagen hat
Im Bundesgericht sitzen Systemhörige und deren Günstlinge. Die gefällten Urteile sind Systembefriedigung. Sie sollen dem Bürger klarmachen, wer das Sagen hat. Die Lehre daraus ist alt und bleibt aktuell: Trau keiner Regierung. Die Regierung ist nicht dein Freund. Die Judikative schon gar nicht. Ein Gericht, das eine pharmazeutische Intervention unter Berufung auf überholte Behördenempfehlungen zum leichten Eingriff erklärt und dabei die eigene Erkenntnislage von 2026 ignoriert, macht sich zum Gehilfen der Industrie und führt sich selbst ad absurdum.
Etwas ändert sich daran nur, wenn immer mehr Bürger gegen solche Institutionen vorgehen. Irgendwann muss selbst der Dümmste merken, dass die Regierung längst nicht mehr für das Volk arbeitet, sondern Systembefriedigung betreibt – und dass es reine Arroganz ist, wie sie mit unseren Steuergeldern umgeht. Zugleich stellt sie immer mehr Mitarbeiter ein und weiss nicht einmal, wohin mit ihnen; der Blick zeigte das gestern wieder mit dem Konterfei unserer ach so beliebten KKS. Dieser unnütze, aufgeblähte Staatsapparat will nur eines: Kontrolle und Macht.
—
Folge StandPunkt:
| Telegram | 𝕏 | FB |
Wer den Spritzbefehl verweigerte, durfte gehen – die Unversehrtheit wiegt weniger als der Dienstplan.
Rund 150 Crew-Mitglieder der Swiss verloren in der Pandemie den Arbeitsplatz, weil sie sich der Impfpflicht nicht unterwarfen. Zwei ehemalige Flugbegleiterinnen zogen den Streit bis nach Lausanne. Das Bundesgericht gibt der Airline recht: Die Kündigungen waren zulässig. Ein Eingriff in die Persönlichkeit liege vor, werde aber durch betriebliche Interessen aufgewogen. Tests als Alternative hätten nicht genügt. Die Impfung selbst gilt dem Gericht als vergleichsweise leichter Eingriff. Die Swiss durfte sich auf die damaligen Zulassungen und die Empfehlungen des BAG stützen.
Betrieb geht vor Körper
Die Klägerinnen hatten geltend gemacht, die Pflicht greife unzulässig in die körperliche Unversehrtheit ein und das Präparat sei wegen fehlender Langzeiterfahrung experimentell gewesen. Lausanne folgt dem nicht. Die Einreisebestimmungen wechselten kurzfristig, Destinationen verlangten Unterschiedliches, ohne durchgeimpfte Crew drohten Ausfälle, Streichungen und wirtschaftliche Schäden. Dazu die Fürsorgepflicht gegenüber Personal und Passagieren. In dieser Abwägung obsiegt die Swiss. Die Frauen erhalten weder den Job zurück noch die geforderten sechs Monatslöhne. Sie tragen Gerichtskosten von 3000 beziehungsweise 1000 Franken; die frühere Arbeitgeberin zahlt ihnen 3500 beziehungsweise 1500 Franken.
Systembefriedigung statt Verfassung
Damit erhebt sich das Bundesgericht einmal mehr über die Bundesverfassung. Art. 10 BV garantiert die persönliche Freiheit und die körperliche Unversehrtheit. Was bleibt, sind Privilegien, die Staat und Arbeitgeber nach Gutdünken gewähren oder entziehen. Von Rechten im eigentlichen Sinn ist keine Spur. Die seit rund zwei Jahren vorliegenden RKI-Files und zahlreiche Studien, die den behaupteten Fremdschutz und den Nutzen der Impfung gründlich relativieren, werden geflissentlich übergangen. Swissmedic hat inzwischen selbst Apotheken gebüsst, weil sie noch mit dem Slogan «Schützen Sie sich und andere» warben – genau jener Behauptung, auf der die betriebliche Notwendigkeit der Swiss und die richterliche Interessenabwägung beruhen. Das Gericht tut so, als existiere dieser Widerspruch nicht.
Kritiker nennen den Entscheid höchst fragwürdig. Schon vor dem Bezirksgericht Bülach hatte die Anwältin der Klägerinnen von einem «reinen Machtspiel» gesprochen. Philosophen wie Michael Esfeld und Andreas Brenner warfen den Gerichten bereits früher vor, in der Pandemie die Grundrechte nicht geschützt, sondern den Massnahmenstaat nachträglich legalisiert zu haben. Organisationen wie Mass-voll! und das Aktionsbündnis freie Schweiz dokumentieren seit Jahren, dass Verträge, Zulassungen und behördliche Narrative den Bürger systematisch in die Irre führten. Das Bundesgericht nimmt davon keine Notiz.
Wer das Sagen hat
Im Bundesgericht sitzen Systemhörige und deren Günstlinge. Die gefällten Urteile sind Systembefriedigung. Sie sollen dem Bürger klarmachen, wer das Sagen hat. Die Lehre daraus ist alt und bleibt aktuell: Trau keiner Regierung. Die Regierung ist nicht dein Freund. Die Judikative schon gar nicht. Ein Gericht, das eine pharmazeutische Intervention unter Berufung auf überholte Behördenempfehlungen zum leichten Eingriff erklärt und dabei die eigene Erkenntnislage von 2026 ignoriert, macht sich zum Gehilfen der Industrie und führt sich selbst ad absurdum.
Etwas ändert sich daran nur, wenn immer mehr Bürger gegen solche Institutionen vorgehen. Irgendwann muss selbst der Dümmste merken, dass die Regierung längst nicht mehr für das Volk arbeitet, sondern Systembefriedigung betreibt – und dass es reine Arroganz ist, wie sie mit unseren Steuergeldern umgeht. Zugleich stellt sie immer mehr Mitarbeiter ein und weiss nicht einmal, wohin mit ihnen; der Blick zeigte das gestern wieder mit dem Konterfei unserer ach so beliebten KKS. Dieser unnütze, aufgeblähte Staatsapparat will nur eines: Kontrolle und Macht.
—
Folge StandPunkt:
| Telegram | 𝕏 | FB |
🤮16❤6🤬2🤔1
🇨🇭 Präsenz für die Eidgenossenschaft 🇨🇭
Die Schweiz am Abgrund
Souveränität in Gefahr
Die Schweiz steht vor schweren Herausforderungen, die ihre Freiheit, ihren Frieden, ihre Souveränität und ihre Unabhängigkeit bedrohen. Während das Volk weitgehend zusieht, treiben Bundesrat und Parlament eine schleichende Annäherung an die EU voran – viele sprechen bereits von einem Ausverkauf eidgenössischer Werte.
Der Bundesrat auf EU-Kurs
Hinter verschlossenen Türen verhandelt die Regierung Abkommen, die der Schweiz vor allem Souveränitätsverluste bringen. Dazu gehören Steuerfreiheit und Immunität für EU-Beamte, Ausgleichsmassnahmen mit wirtschaftlichem Zwang sowie die Tolerierung von Sanktionen gegen eigene Bürger wie Jacques Baud. Unternehmer Giorgio Behr warnt eindringlich: Unser Wohlstand droht dem EU-Apparat geopfert zu werden.
Beschönigung statt Klartext
Aussenminister Ignazio Cassis versucht mit harmlos klingenden Vergleichen – etwa der Erdbeerkonfitüre-Metapher – die Übernahme von EU-Recht schönzureden. Tatsächlich aber ebnen solche Verträge den Weg in eine tiefere Abhängigkeit und höhlen die traditionelle Unabhängigkeit der Schweiz aus.
Parlament opfert die Neutralität
Auch das Parlament treibt diesen Prozess voran. Es hat die Neutralitätsinitiative klar abgelehnt, übernimmt seit 2022 EU-Sanktionen gegen Russland und beteiligt sich an NATO-Übungen. Die jahrhundertealte Neutralität, die der Schweiz Frieden und Erfolg gebracht hat, wird damit zunehmend preisgegeben.
Aufruf zum Widerstand
Zeige auch du Präsenz: Mit oder ohne Plakat auf die Strasse gehen. Die Gründe dafür sind überzeugend! Finde deinen eigenen und sage NEIN zu den totalitären Plänen der Eliten. Gemeinsam schützen wir die Eidgenossenschaft, bevor es zu spät ist. Nur auf der Strasse können wir etwas verändern – sie ist unser wahres Parlament, unser Bollwerk gegen die Unterjochung. Geh hinaus und lass es ertönen: «Schweiz zuerst, Freiheit für immer!»
Weitere Gründe:
https://t.me/standpunkt/56545
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
Die Schweiz am Abgrund
Souveränität in Gefahr
Die Schweiz steht vor schweren Herausforderungen, die ihre Freiheit, ihren Frieden, ihre Souveränität und ihre Unabhängigkeit bedrohen. Während das Volk weitgehend zusieht, treiben Bundesrat und Parlament eine schleichende Annäherung an die EU voran – viele sprechen bereits von einem Ausverkauf eidgenössischer Werte.
Der Bundesrat auf EU-Kurs
Hinter verschlossenen Türen verhandelt die Regierung Abkommen, die der Schweiz vor allem Souveränitätsverluste bringen. Dazu gehören Steuerfreiheit und Immunität für EU-Beamte, Ausgleichsmassnahmen mit wirtschaftlichem Zwang sowie die Tolerierung von Sanktionen gegen eigene Bürger wie Jacques Baud. Unternehmer Giorgio Behr warnt eindringlich: Unser Wohlstand droht dem EU-Apparat geopfert zu werden.
Beschönigung statt Klartext
Aussenminister Ignazio Cassis versucht mit harmlos klingenden Vergleichen – etwa der Erdbeerkonfitüre-Metapher – die Übernahme von EU-Recht schönzureden. Tatsächlich aber ebnen solche Verträge den Weg in eine tiefere Abhängigkeit und höhlen die traditionelle Unabhängigkeit der Schweiz aus.
Parlament opfert die Neutralität
Auch das Parlament treibt diesen Prozess voran. Es hat die Neutralitätsinitiative klar abgelehnt, übernimmt seit 2022 EU-Sanktionen gegen Russland und beteiligt sich an NATO-Übungen. Die jahrhundertealte Neutralität, die der Schweiz Frieden und Erfolg gebracht hat, wird damit zunehmend preisgegeben.
Aufruf zum Widerstand
Zeige auch du Präsenz: Mit oder ohne Plakat auf die Strasse gehen. Die Gründe dafür sind überzeugend! Finde deinen eigenen und sage NEIN zu den totalitären Plänen der Eliten. Gemeinsam schützen wir die Eidgenossenschaft, bevor es zu spät ist. Nur auf der Strasse können wir etwas verändern – sie ist unser wahres Parlament, unser Bollwerk gegen die Unterjochung. Geh hinaus und lass es ertönen: «Schweiz zuerst, Freiheit für immer!»
Weitere Gründe:
https://t.me/standpunkt/56545
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
👍5
Zu viel Moralismus, zu viele Tabus
Die Schweiz braucht offene Debatten – sonst gewinnen Konformismus und Kriechertum
Die Schweiz beruft sich gern auf Voltaire und die kompromisslose Freiheit des Denkens. Ohne sie keine Demokratie. Die Wirklichkeit ist nüchterner. Noch niemand landet hier wegen einer politischen Haltung hinter Gittern wohl aber auf einer Sanktionsliste. Jeder kann seine Ideen verbreiten, sofern er sich an links-grüne grundlegende Regeln hält. Trotzdem, oder gerade deswegen, verengt sich die öffentliche Auseinandersetzung. Die Freiheit verschwindet nicht mit einem Knall, sondern leise. Auch hierzulande war es schon einfacher, frei zu reden und zu streiten.
Die Sprache zuerst
Den Anfang macht der Moralismus, der heute vor allem von links kommt und fast jeden Lebensbereich durchzieht. Die Sprache wird gendergerecht und diversitätsnebel zurechtgeschliffen und hat sich weit über Universitäten und Kultur hinaus etabliert. Grammatik und Stil zählen weniger als der linke ideologiegetriebene Zeitgeist und Inklusion. Wir reden weichgespült und kantenlos.
Nur Gut oder Böse
Bei den Inhalten geben die Moralwächter den Ton an. Konzernverantwortung ist gut, wer sie ablehnt, trägt Mitschuld am steigenden Meeresspiegel. Wer dem Wald nicht mehr Geld gibt, ist schuld an den Bränden. Wer bei Prävention gegen häusliche Gewalt knausert, ist mitschuldig an Frauenmorden. Wer den Staat verschlanken will, greift die Institutionen an. Bei der Neutralitätsinitiative sind die einen Kriegsgurgeln und Landesverräter, die anderen Putin-Freunde. Differenzierung hat keinen Platz mehr.
Von der Corona- zur Klima-Spaltung
Beim Klima hat sich der Hochmut der Auserwählten etwas gelegt. Die Klimajugend wollte den Gegnern lange keine Plattform mehr bieten. Inzwischen ist es wieder ein Politikbereich unter anderen, über den man einigermassen sachlich reden kann. Die schlimmste Schwarz-Weiss-Lagerbildung liegt in der Corona-Zeit. Die Minderheit, die mit der schweren Hand des Staates und den als willkürlich empfundenen Einschränkungen Mühe hatte, wurde von Anfang an als Verschwörungstheoretiker und Schwurbler abgestempelt. Viele Medien konzentrierten sich auf die Lautesten und diskreditierten alle Skeptiker. Bei manchen führte die Intoleranz zu Enttäuschung, Radikalisierung oder Rückzug. Die Spaltung wirkt nach. Das Vertrauen in die Medien ist entsprechend gesunken. Kontaktschuld tat das Übrige. Für eine direkte Demokratie ist das Gift.
Tabus halten nicht ewig
«Man darf ja nichts mehr sagen» ist oft bequem. Meist lässt sich eine Meinung vertreten, wenn man den Widerstand nicht scheut und nicht immer auf der Seite der angeblich Guten stehen will. Wer die Meinungsfreiheit schützen will, muss sie nutzen. Politische Tabubereiche halten auf Dauer nicht. Die Migrationsdebatte zeigt es. Jahrelang galt sie als Schmuddelthema der Rechten. Der Ärger über illegale Migration hat sich in der Bevölkerung Bahn gebrochen. Der Justizminister kann unbeirrt erklären, Schengen funktioniere, während Tausende die Grenzen stürmen. Hinter internationalen Abkommen lässt sich das nicht länger verstecken.
Der Staat als Wahrheitshüter
Jetzt droht neues Ungemach. Stimmen fordern, die Bürger vor Desinformation zu schützen – zu ihrem eigenen Besten. Der Bundesrat baut eine Anti-Fake-News-Gruppe auf. Im Parlament findet die Idee Anklang, die Bevölkerung vor Propaganda, vor «verzerrten Debatten» und «künstlich verstärkten Narrativen» abzuschirmen. Manche blicken sogar auf EU-Sanktionen gegen unliebsame Haltungen. Der Staat muss gegen ausländische Agitation vorgehen. Verhältnismässigkeit bleibt entscheidend. Nicht jede alternative Wahrheit gehört verboten. Wer das Volk für so leichtgläubig hält, sollte sein Bild vom mündigen Bürger überdenken. Wäre es derart beeinflussbar, könnte man die Demokratie gleich aufgeben. Mehr staatliche Kontrolle mag hehr klingen. Sie zeugt vor allem von viel Vertrauen in den Staat und wenig in das Urteilsvermögen der Einzelnen.
Ursprungsquelle: NZZ vom 05.09.2026
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
Die Schweiz braucht offene Debatten – sonst gewinnen Konformismus und Kriechertum
Die Schweiz beruft sich gern auf Voltaire und die kompromisslose Freiheit des Denkens. Ohne sie keine Demokratie. Die Wirklichkeit ist nüchterner. Noch niemand landet hier wegen einer politischen Haltung hinter Gittern wohl aber auf einer Sanktionsliste. Jeder kann seine Ideen verbreiten, sofern er sich an links-grüne grundlegende Regeln hält. Trotzdem, oder gerade deswegen, verengt sich die öffentliche Auseinandersetzung. Die Freiheit verschwindet nicht mit einem Knall, sondern leise. Auch hierzulande war es schon einfacher, frei zu reden und zu streiten.
Die Sprache zuerst
Den Anfang macht der Moralismus, der heute vor allem von links kommt und fast jeden Lebensbereich durchzieht. Die Sprache wird gendergerecht und diversitätsnebel zurechtgeschliffen und hat sich weit über Universitäten und Kultur hinaus etabliert. Grammatik und Stil zählen weniger als der linke ideologiegetriebene Zeitgeist und Inklusion. Wir reden weichgespült und kantenlos.
Nur Gut oder Böse
Bei den Inhalten geben die Moralwächter den Ton an. Konzernverantwortung ist gut, wer sie ablehnt, trägt Mitschuld am steigenden Meeresspiegel. Wer dem Wald nicht mehr Geld gibt, ist schuld an den Bränden. Wer bei Prävention gegen häusliche Gewalt knausert, ist mitschuldig an Frauenmorden. Wer den Staat verschlanken will, greift die Institutionen an. Bei der Neutralitätsinitiative sind die einen Kriegsgurgeln und Landesverräter, die anderen Putin-Freunde. Differenzierung hat keinen Platz mehr.
Von der Corona- zur Klima-Spaltung
Beim Klima hat sich der Hochmut der Auserwählten etwas gelegt. Die Klimajugend wollte den Gegnern lange keine Plattform mehr bieten. Inzwischen ist es wieder ein Politikbereich unter anderen, über den man einigermassen sachlich reden kann. Die schlimmste Schwarz-Weiss-Lagerbildung liegt in der Corona-Zeit. Die Minderheit, die mit der schweren Hand des Staates und den als willkürlich empfundenen Einschränkungen Mühe hatte, wurde von Anfang an als Verschwörungstheoretiker und Schwurbler abgestempelt. Viele Medien konzentrierten sich auf die Lautesten und diskreditierten alle Skeptiker. Bei manchen führte die Intoleranz zu Enttäuschung, Radikalisierung oder Rückzug. Die Spaltung wirkt nach. Das Vertrauen in die Medien ist entsprechend gesunken. Kontaktschuld tat das Übrige. Für eine direkte Demokratie ist das Gift.
Tabus halten nicht ewig
«Man darf ja nichts mehr sagen» ist oft bequem. Meist lässt sich eine Meinung vertreten, wenn man den Widerstand nicht scheut und nicht immer auf der Seite der angeblich Guten stehen will. Wer die Meinungsfreiheit schützen will, muss sie nutzen. Politische Tabubereiche halten auf Dauer nicht. Die Migrationsdebatte zeigt es. Jahrelang galt sie als Schmuddelthema der Rechten. Der Ärger über illegale Migration hat sich in der Bevölkerung Bahn gebrochen. Der Justizminister kann unbeirrt erklären, Schengen funktioniere, während Tausende die Grenzen stürmen. Hinter internationalen Abkommen lässt sich das nicht länger verstecken.
Der Staat als Wahrheitshüter
Jetzt droht neues Ungemach. Stimmen fordern, die Bürger vor Desinformation zu schützen – zu ihrem eigenen Besten. Der Bundesrat baut eine Anti-Fake-News-Gruppe auf. Im Parlament findet die Idee Anklang, die Bevölkerung vor Propaganda, vor «verzerrten Debatten» und «künstlich verstärkten Narrativen» abzuschirmen. Manche blicken sogar auf EU-Sanktionen gegen unliebsame Haltungen. Der Staat muss gegen ausländische Agitation vorgehen. Verhältnismässigkeit bleibt entscheidend. Nicht jede alternative Wahrheit gehört verboten. Wer das Volk für so leichtgläubig hält, sollte sein Bild vom mündigen Bürger überdenken. Wäre es derart beeinflussbar, könnte man die Demokratie gleich aufgeben. Mehr staatliche Kontrolle mag hehr klingen. Sie zeugt vor allem von viel Vertrauen in den Staat und wenig in das Urteilsvermögen der Einzelnen.
Ursprungsquelle: NZZ vom 05.09.2026
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
❤4
Dumm studiert
Warum der akademische Titel oft nicht zum Glück führt – und das Sozialsystem die Rechnung zahlt
Der Traum vom akademischen Glück
Der Gymnasium und Universität Abschluss galt als Ausweis von Intellekt, als sicheres Ticket in Ansehen, Einfluss und materiellem Halt. Wer studierte, so die stillschweigende Verheissung, gehörte zur denkenden Schicht und würde nicht in die Abhängigkeit des Sozialstaats fallen. Die jüngsten Zahlen des Bundesamts für Statistik zeichnen ein klares Bild: Die Erwerbslosigkeit unter Masterabsolventen der Universitäten stieg binnen kurzer Zeit von 3,9 auf 6,4 Prozent. In den Geistes- und Sozialwissenschaften liegt sie bereits bei 8,5 Prozent. Fast die Hälfte der Uni-Abgänger ist ein Jahr nach dem Diplom nur befristet beschäftigt, ein Drittel arbeitet im Praktikantenstatus. Sebastian Briellmann und der Ökonom Rudolf Strahm haben das seit Jahren als Akademisierungsfalle beschrieben. Stefan Wolter hat die ernüchternde Rechnung dazu geliefert: Von zehn Schülern, die ins Gymnasium geschickt werden, landet später nur knapp jeder Dritte in einem Beruf, für den das Studium überhaupt nötig war. Die Gymnasien sind die neuen Hauptschulen geworden. Der Titel allein trägt nicht mehr.
Was Schule und Uni wirklich lehren
Schon in der Volksschule, erst recht im Gymnasium und dann an der Universität gilt eine stille Regel: Gelehrt wird vor allem das, was das System für lehrenswert hält. Nicht das, was den Verstand schärft, Widersprüche aushält oder den Markt braucht. Ansprüche sinken, Noten steigen, das Abitur wird inflationär. Julian Nida-Rümelin nannte das den Akademisierungswahn. Berufe, die einst auf Praxis, Erfahrung und Handwerk beruhten, werden akademisiert, bis der Bezug zur Wirklichkeit verloren geht. Eine Kindergärtnerin braucht plötzlich einen Bachelor, eine Hebamme eine Hochschulzugangsberechtigung. Gleichzeitig verlieren klassische Stärken an Gewicht: Logik, Kausalität, präzises Argumentieren, die Fähigkeit, einem Befund auch dann standzuhalten, wenn er unbequem ist. Wer das einfordert, gilt schnell als hart oder rückständig. Stattdessen wird Empathie zum Massstab. Gefühle ersetzen Beweise, Betroffenheit ersetzt Prüfung. Wissenschaft, die so betrieben wird, führt sich selbst ad absurdum. Sie produziert Absolventen, die fein formulieren können, aber oft nicht rechnen, nicht bauen und nicht entscheiden. Der Arbeitsmarkt honoriert das nicht. Während die Arbeitslosigkeit bei Uni-Masters seit 2010 um rund 70 Prozent gestiegen ist, sinkt sie bei Lehrabgängern und Absolventen der höheren Berufsbildung. Das System predigt Aufstieg durch Studium und züchtet zugleich eine Schicht, die hinterher keine Stelle findet, für die sie ausgebildet wurde.
Empathie statt Logik – ein altes Rezept der Macht
Wenn Empathie die Logik verdrängt, entsteht kein freieres Denken, sondern ein steuerbares. Schon vor über 1500 Jahren wussten Eliten, wie man eine populäre Bewegung vereinnahmt, um an der Macht zu bleiben. Konstantin der Grosse sah, dass sich das Christentum rasch ausbreitete und grosse Anziehungskraft besass. Er nahm es auf, privilegierte den Klerus, berief Konzilien und formte aus einer unbequemen Lehre ein Instrument der Einheit. Aus einer Bewegung, die dem Staat zunächst fremd gewesen war, wurde Staatsreligion. Was damals der Glaube war, ist heute die Haltung: Wer fühlt statt prüft, wer Mitgefühl über Wahrheit stellt, lässt sich leichter führen. Schulen und Hochschulen, die das System reproduzieren statt es zu befragen, tun genau das. Sie bilden nicht mündige Köpfe, sondern Angepasste mit Titel. Viele dieser Titelträger sitzen in Parteien, Behörden und Redaktionen und predigen weiter denselben Weg, der immer mehr ins Leere führt. Das Studium ist kein Versprechen auf Glück. Es ist eine Investition, die sich nur lohnt, wenn sie den Verstand schärft und nicht bloss den Glauben an das System bestätigt. Wer das verwechselt, studiert dumm – und zahlt später nicht allein.
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
Warum der akademische Titel oft nicht zum Glück führt – und das Sozialsystem die Rechnung zahlt
Der Traum vom akademischen Glück
Der Gymnasium und Universität Abschluss galt als Ausweis von Intellekt, als sicheres Ticket in Ansehen, Einfluss und materiellem Halt. Wer studierte, so die stillschweigende Verheissung, gehörte zur denkenden Schicht und würde nicht in die Abhängigkeit des Sozialstaats fallen. Die jüngsten Zahlen des Bundesamts für Statistik zeichnen ein klares Bild: Die Erwerbslosigkeit unter Masterabsolventen der Universitäten stieg binnen kurzer Zeit von 3,9 auf 6,4 Prozent. In den Geistes- und Sozialwissenschaften liegt sie bereits bei 8,5 Prozent. Fast die Hälfte der Uni-Abgänger ist ein Jahr nach dem Diplom nur befristet beschäftigt, ein Drittel arbeitet im Praktikantenstatus. Sebastian Briellmann und der Ökonom Rudolf Strahm haben das seit Jahren als Akademisierungsfalle beschrieben. Stefan Wolter hat die ernüchternde Rechnung dazu geliefert: Von zehn Schülern, die ins Gymnasium geschickt werden, landet später nur knapp jeder Dritte in einem Beruf, für den das Studium überhaupt nötig war. Die Gymnasien sind die neuen Hauptschulen geworden. Der Titel allein trägt nicht mehr.
Was Schule und Uni wirklich lehren
Schon in der Volksschule, erst recht im Gymnasium und dann an der Universität gilt eine stille Regel: Gelehrt wird vor allem das, was das System für lehrenswert hält. Nicht das, was den Verstand schärft, Widersprüche aushält oder den Markt braucht. Ansprüche sinken, Noten steigen, das Abitur wird inflationär. Julian Nida-Rümelin nannte das den Akademisierungswahn. Berufe, die einst auf Praxis, Erfahrung und Handwerk beruhten, werden akademisiert, bis der Bezug zur Wirklichkeit verloren geht. Eine Kindergärtnerin braucht plötzlich einen Bachelor, eine Hebamme eine Hochschulzugangsberechtigung. Gleichzeitig verlieren klassische Stärken an Gewicht: Logik, Kausalität, präzises Argumentieren, die Fähigkeit, einem Befund auch dann standzuhalten, wenn er unbequem ist. Wer das einfordert, gilt schnell als hart oder rückständig. Stattdessen wird Empathie zum Massstab. Gefühle ersetzen Beweise, Betroffenheit ersetzt Prüfung. Wissenschaft, die so betrieben wird, führt sich selbst ad absurdum. Sie produziert Absolventen, die fein formulieren können, aber oft nicht rechnen, nicht bauen und nicht entscheiden. Der Arbeitsmarkt honoriert das nicht. Während die Arbeitslosigkeit bei Uni-Masters seit 2010 um rund 70 Prozent gestiegen ist, sinkt sie bei Lehrabgängern und Absolventen der höheren Berufsbildung. Das System predigt Aufstieg durch Studium und züchtet zugleich eine Schicht, die hinterher keine Stelle findet, für die sie ausgebildet wurde.
Empathie statt Logik – ein altes Rezept der Macht
Wenn Empathie die Logik verdrängt, entsteht kein freieres Denken, sondern ein steuerbares. Schon vor über 1500 Jahren wussten Eliten, wie man eine populäre Bewegung vereinnahmt, um an der Macht zu bleiben. Konstantin der Grosse sah, dass sich das Christentum rasch ausbreitete und grosse Anziehungskraft besass. Er nahm es auf, privilegierte den Klerus, berief Konzilien und formte aus einer unbequemen Lehre ein Instrument der Einheit. Aus einer Bewegung, die dem Staat zunächst fremd gewesen war, wurde Staatsreligion. Was damals der Glaube war, ist heute die Haltung: Wer fühlt statt prüft, wer Mitgefühl über Wahrheit stellt, lässt sich leichter führen. Schulen und Hochschulen, die das System reproduzieren statt es zu befragen, tun genau das. Sie bilden nicht mündige Köpfe, sondern Angepasste mit Titel. Viele dieser Titelträger sitzen in Parteien, Behörden und Redaktionen und predigen weiter denselben Weg, der immer mehr ins Leere führt. Das Studium ist kein Versprechen auf Glück. Es ist eine Investition, die sich nur lohnt, wenn sie den Verstand schärft und nicht bloss den Glauben an das System bestätigt. Wer das verwechselt, studiert dumm – und zahlt später nicht allein.
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
👍6
«Unsere Geduld ist nicht grenzenlos.»
Russlands Botschafter warnt – während Berlin den Bären reizt
Ein Gespräch am Abgrund
Sergej J. Netschajew sitzt in Deutschland und spricht Deutsch, wie nur wenige Diplomaten es können. Der Germanist, der die deutsche Literatur verehrt und die Beziehungen beider Länder seit einem halben Jahrhundert kennt, ist der ranghöchste Vertreter der grössten Atommacht in der Bundesrepublik. Zwei Tage nach der Schliessung des letzten russischen Konsulats in Deutschland sagt er Sätze, die in der öffentlichen Debatte längst untergegangen sind: «Wir wollen keinen Krieg mit Deutschland.» Freundschaft mit Russland hat dem deutschen Volk stets Nutzen gebracht. Schlechte Beziehungen dagegen Katastrophen und Tragödien. Schluss damit.
Das Gespräch findet in einer Lage statt, die Netschajew selbst als beispiellos seit dem Weltkrieg bezeichnet. Eine Drohne am Leipziger Flughafen hat die ohnehin angespannte Situation eskaliert. Der Botschafter weist die Vorwürfe eines aus Moskau gesteuerten Anschlags zurück und nennt den Vorfall eine gezielte Provokation. Hätte Russland in Leipzig wirklich Schaden anrichten wollen, so seine Formulierung, sähe das ganz anders aus. Man habe nicht die geringste Absicht, die Bevölkerung oder die Regierung zu provozieren. Gleichzeitig lässt er keinen Zweifel: Russland kämpft in der heutigen Lage gegen die NATO. Die Waffenlieferungen und die politische Unterstützung der Ukraine machten die Mitgliedstaaten zur Kriegspartei. Die Geduld sei nicht grenzenlos. Die mächtigsten Waffen wolle man noch nicht einsetzen. Noch nicht.
Was die NATO seit dreissig Jahren betreibt
Netschajew kommt immer wieder auf die Osterweiterung zurück. Was der Westen als legitime, freiwillige und sogar friedensstiftende Erweiterung darstellt, war aus russischer Sicht von Anfang an eine strategische Einkreisung. Die NATO hat diese Linie über Jahrzehnte als harmlos verkauft und jeden russischen Einspruch als unbegründete Paranoia abgetan. Der eigentliche Antrieb liegt offen zutage. Russland verfügt über Öl, Gas, Gold und weitere Rohstoffe in einem Umfang, der sich in bare Münze verwandeln lässt. Wer den Zugang zu diesen Vorkommen kontrolliert, den Preis diktiert oder das Land dauerhaft unter Druck setzt, gewinnt. Die Erweiterung nach Osten diente nicht der Verteidigung Europas, sondern der Schaffung von Druck und später von Vorwänden. Jede weitere Runde der Annäherung an die russischen Grenzen wurde als unvermeidlich und rechtmässig erklärt, während die Sicherheitsinteressen Moskaus systematisch für null erklärt wurden.
Merz und die Logik der Eskalation
Friedrich Merz und diejenigen, die ihm in Regierung und Medienapparat zuarbeiten, handeln nach demselben Muster. Sie reizen den russischen Bären, um irgendwann eine Legitimation für den offenen Krieg zu erhalten. Jede weitere Lieferung schwerer Waffen, jede weitere Schliessung diplomatischer Vertretungen, jede weitere rhetorische Schärfe dient diesem Zweck. Der Drohnenvorfall in Leipzig fügt sich in diese Linie. Gelingt es ihnen, die Eskalation so weit zu treiben, bevor die AfD politisch das Ruder übernimmt, werden sie den Krieg auf Teufel komm raus durchziehen. Dann gibt es kein Zurück mehr, nur noch die Logik der Eskalation, die sich selbst rechtfertigt.
Netschajew kennt beide Völker besser als die meisten, die heute über sie urteilen. Er erinnert an die Kriegsgräber, an die Millionen Toten und an die Zeit, als Deutschland Russlands Partner Nummer eins war – mit Tausenden deutschen Unternehmen auf dem russischen Markt und einem wirtschaftlichen Austausch, der beiden Seiten nützte. Heute sieht er nur noch die systematische Zerstörung des Vertrauens. Ein Konflikt zwischen Deutschland und Russland wäre ein Albtraum, sagt er. Die Frage ist, ob diejenigen, die in Berlin und in den NATO-Hauptstädten den Kurs bestimmen, diesen Albtraum noch fürchten – oder ihn brauchen, solange sie die politische Macht noch fest in der Hand halten.
Hier geht es zu Potcast von {ungeskriptet} by Ben — «Unsere Geduld ist nicht grenzenlos.»
_
StandPunkt:
| Telegram | 𝕏 | FB |
Russlands Botschafter warnt – während Berlin den Bären reizt
Ein Gespräch am Abgrund
Sergej J. Netschajew sitzt in Deutschland und spricht Deutsch, wie nur wenige Diplomaten es können. Der Germanist, der die deutsche Literatur verehrt und die Beziehungen beider Länder seit einem halben Jahrhundert kennt, ist der ranghöchste Vertreter der grössten Atommacht in der Bundesrepublik. Zwei Tage nach der Schliessung des letzten russischen Konsulats in Deutschland sagt er Sätze, die in der öffentlichen Debatte längst untergegangen sind: «Wir wollen keinen Krieg mit Deutschland.» Freundschaft mit Russland hat dem deutschen Volk stets Nutzen gebracht. Schlechte Beziehungen dagegen Katastrophen und Tragödien. Schluss damit.
Das Gespräch findet in einer Lage statt, die Netschajew selbst als beispiellos seit dem Weltkrieg bezeichnet. Eine Drohne am Leipziger Flughafen hat die ohnehin angespannte Situation eskaliert. Der Botschafter weist die Vorwürfe eines aus Moskau gesteuerten Anschlags zurück und nennt den Vorfall eine gezielte Provokation. Hätte Russland in Leipzig wirklich Schaden anrichten wollen, so seine Formulierung, sähe das ganz anders aus. Man habe nicht die geringste Absicht, die Bevölkerung oder die Regierung zu provozieren. Gleichzeitig lässt er keinen Zweifel: Russland kämpft in der heutigen Lage gegen die NATO. Die Waffenlieferungen und die politische Unterstützung der Ukraine machten die Mitgliedstaaten zur Kriegspartei. Die Geduld sei nicht grenzenlos. Die mächtigsten Waffen wolle man noch nicht einsetzen. Noch nicht.
Was die NATO seit dreissig Jahren betreibt
Netschajew kommt immer wieder auf die Osterweiterung zurück. Was der Westen als legitime, freiwillige und sogar friedensstiftende Erweiterung darstellt, war aus russischer Sicht von Anfang an eine strategische Einkreisung. Die NATO hat diese Linie über Jahrzehnte als harmlos verkauft und jeden russischen Einspruch als unbegründete Paranoia abgetan. Der eigentliche Antrieb liegt offen zutage. Russland verfügt über Öl, Gas, Gold und weitere Rohstoffe in einem Umfang, der sich in bare Münze verwandeln lässt. Wer den Zugang zu diesen Vorkommen kontrolliert, den Preis diktiert oder das Land dauerhaft unter Druck setzt, gewinnt. Die Erweiterung nach Osten diente nicht der Verteidigung Europas, sondern der Schaffung von Druck und später von Vorwänden. Jede weitere Runde der Annäherung an die russischen Grenzen wurde als unvermeidlich und rechtmässig erklärt, während die Sicherheitsinteressen Moskaus systematisch für null erklärt wurden.
Merz und die Logik der Eskalation
Friedrich Merz und diejenigen, die ihm in Regierung und Medienapparat zuarbeiten, handeln nach demselben Muster. Sie reizen den russischen Bären, um irgendwann eine Legitimation für den offenen Krieg zu erhalten. Jede weitere Lieferung schwerer Waffen, jede weitere Schliessung diplomatischer Vertretungen, jede weitere rhetorische Schärfe dient diesem Zweck. Der Drohnenvorfall in Leipzig fügt sich in diese Linie. Gelingt es ihnen, die Eskalation so weit zu treiben, bevor die AfD politisch das Ruder übernimmt, werden sie den Krieg auf Teufel komm raus durchziehen. Dann gibt es kein Zurück mehr, nur noch die Logik der Eskalation, die sich selbst rechtfertigt.
Netschajew kennt beide Völker besser als die meisten, die heute über sie urteilen. Er erinnert an die Kriegsgräber, an die Millionen Toten und an die Zeit, als Deutschland Russlands Partner Nummer eins war – mit Tausenden deutschen Unternehmen auf dem russischen Markt und einem wirtschaftlichen Austausch, der beiden Seiten nützte. Heute sieht er nur noch die systematische Zerstörung des Vertrauens. Ein Konflikt zwischen Deutschland und Russland wäre ein Albtraum, sagt er. Die Frage ist, ob diejenigen, die in Berlin und in den NATO-Hauptstädten den Kurs bestimmen, diesen Albtraum noch fürchten – oder ihn brauchen, solange sie die politische Macht noch fest in der Hand halten.
Hier geht es zu Potcast von {ungeskriptet} by Ben — «Unsere Geduld ist nicht grenzenlos.»
_
StandPunkt:
| Telegram | 𝕏 | FB |
❤8🔥3😢1
Wenn der Beschuldigte nicht zu Wort kommt
SRF und Tamedia übernahmen die schwere Anschuldigung gegen Moskau, ohne das rasch vorliegende russische Dementi mitzuführen. Das ist kein Randfehler, sondern ein journalistisches Versäumnis.
Der Vorwurf wiegt schwer. Nach dem Fund einer sprengstoffbestückten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle, einem Drehkreuz auch für Hilfslieferungen an die Ukraine, machte Berlin Russland verantwortlich. Tamedia schrieb, die Spur führe nach Moskau und der Vorfall markiere eine neue Eskalation hybrider Kriegsführung. Nato-Generalsekretär Mark Rutte nannte die Beweislage eindeutig, Ursula von der Leyen versicherte der deutschen Seite volle Solidarität. Was das beschuldigte Land dazu sagte, erfuhren die Leser und Zuschauer zunächst nicht.
Die Stellungnahme lag vor – und blieb aussen vor
Kurz nachdem der russische Botschafter einbestellt worden war, veröffentlichte die Botschaft in Berlin eine klare Erklärung. Der Vorwurf sei unbelegt, absurd und dem gesunden Menschenverstand widersprechend. Es handle sich um eine hastig zusammengezimmerte Provokation im Interesse Kiews, eines militaristischen Flügels in Europa und der Rüstungsindustrie. Radio SRF liess die Hörer zunächst im Unklaren, ob Russland schweige oder widerspreche. In der Tagesschau erwähnte der Osteuropa-Korrespondent das Dementi nur ganz knapp. «10 vor 10» berichtete sechs Minuten lang ausführlich – ohne jeden Hinweis auf die russische Stellungnahme.
Die NZZ und die SDA informierten am Dienstagabend. Die Tamedia-Leserschaft erfuhr erst am Donnerstag, dass Putin den Vorwurf als völlig aus der Luft gegriffen bezeichnet hatte; in der gedruckten Ausgabe stand es am Freitag. Weiteres aus der Botschaftserklärung blieb unerwähnt.
Handwerk und Erinnerung
Der Presserat verlangt bei schweren Vorwürfen, den Betroffenen Stellung nehmen zu lassen. Ausnahmen gelten vor allem bei öffentlich zugänglichen amtlichen Quellen. Hier ist bisher nichts amtlich bewiesen, sondern vermutet. In einer Lage, in der beide Seiten Propaganda betreiben, hätten SRF und Tamedia wenigstens nach einer Stellungnahme suchen müssen. Stattdessen mussten sich Zuschauer und Leser bei der Konkurrenz oder auf der Website der Botschaft selbst informieren.
Das Muster ist nicht neu. Beim Anschlag auf Nord Stream galt für viele Politiker und Medien lange als ausgemacht, dass nur Russland infrage komme. SRF liess damals den ukrainischen Vorwurf eines geplanten Terrorakts stehen, das russische Dementi («dumm und absurd») fehlte. Inzwischen ermittelt der Generalbundesanwalt gegen eine ukrainische Sabotagegruppe.
Beweise bleiben vage, Motive einseitig
Selbst der SRF-Fachredaktor räumte ein, Deutschland liefere keine hieb- und stichfesten Beweise. «10 vor 10» erwähnte kurz fehlende konkrete Beweisketten, behandelte den Fall danach aber so, als sei alles geklärt. Tamedia sprach von professioneller Planung und hoher Expertise – und berichtete im selben Atemzug, ein Busfahrer habe die tief fliegende Drohne mit der Hand aus der Luft gegriffen, der Zünder sei defekt gewesen. Semtex ist kein russlandspezifischer Sprengstoff. DNA-Spuren führten nach Medienrecherchen zu einem Belarussen mit russischem Pass und einem gebürtigen Russen mit lettischem Pass, weiter nach Litauen, Finnland und Polen.
Motive werden fast nur auf russischer Seite vermutet: Verunsicherung, Spaltung, Druck auf die Ukraine-Hilfe. Mögliche Interessen der deutschen Regierung unter innenpolitischem Druck, der Ukraine oder westlicher Waffenhersteller bleiben ausser Betracht. Der SPD-Innenexperte Sebastian Fiedler formulierte die offene Alternative: Entweder war es Russland – oder jemand wollte, dass es so aussieht.
Noch fehlen eindeutige Indizien. Es kann Russland gewesen sein. Es kann sich später anders darstellen. Unabhängige Medien sollten Widersprüche nicht ausblenden und die Gegenseite nicht unterschlagen. Genau das ist hier geschehen.
_
StandPunkt:
| Telegram | 𝕏 | FB |
SRF und Tamedia übernahmen die schwere Anschuldigung gegen Moskau, ohne das rasch vorliegende russische Dementi mitzuführen. Das ist kein Randfehler, sondern ein journalistisches Versäumnis.
Der Vorwurf wiegt schwer. Nach dem Fund einer sprengstoffbestückten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle, einem Drehkreuz auch für Hilfslieferungen an die Ukraine, machte Berlin Russland verantwortlich. Tamedia schrieb, die Spur führe nach Moskau und der Vorfall markiere eine neue Eskalation hybrider Kriegsführung. Nato-Generalsekretär Mark Rutte nannte die Beweislage eindeutig, Ursula von der Leyen versicherte der deutschen Seite volle Solidarität. Was das beschuldigte Land dazu sagte, erfuhren die Leser und Zuschauer zunächst nicht.
Die Stellungnahme lag vor – und blieb aussen vor
Kurz nachdem der russische Botschafter einbestellt worden war, veröffentlichte die Botschaft in Berlin eine klare Erklärung. Der Vorwurf sei unbelegt, absurd und dem gesunden Menschenverstand widersprechend. Es handle sich um eine hastig zusammengezimmerte Provokation im Interesse Kiews, eines militaristischen Flügels in Europa und der Rüstungsindustrie. Radio SRF liess die Hörer zunächst im Unklaren, ob Russland schweige oder widerspreche. In der Tagesschau erwähnte der Osteuropa-Korrespondent das Dementi nur ganz knapp. «10 vor 10» berichtete sechs Minuten lang ausführlich – ohne jeden Hinweis auf die russische Stellungnahme.
Die NZZ und die SDA informierten am Dienstagabend. Die Tamedia-Leserschaft erfuhr erst am Donnerstag, dass Putin den Vorwurf als völlig aus der Luft gegriffen bezeichnet hatte; in der gedruckten Ausgabe stand es am Freitag. Weiteres aus der Botschaftserklärung blieb unerwähnt.
Handwerk und Erinnerung
Der Presserat verlangt bei schweren Vorwürfen, den Betroffenen Stellung nehmen zu lassen. Ausnahmen gelten vor allem bei öffentlich zugänglichen amtlichen Quellen. Hier ist bisher nichts amtlich bewiesen, sondern vermutet. In einer Lage, in der beide Seiten Propaganda betreiben, hätten SRF und Tamedia wenigstens nach einer Stellungnahme suchen müssen. Stattdessen mussten sich Zuschauer und Leser bei der Konkurrenz oder auf der Website der Botschaft selbst informieren.
Das Muster ist nicht neu. Beim Anschlag auf Nord Stream galt für viele Politiker und Medien lange als ausgemacht, dass nur Russland infrage komme. SRF liess damals den ukrainischen Vorwurf eines geplanten Terrorakts stehen, das russische Dementi («dumm und absurd») fehlte. Inzwischen ermittelt der Generalbundesanwalt gegen eine ukrainische Sabotagegruppe.
Beweise bleiben vage, Motive einseitig
Selbst der SRF-Fachredaktor räumte ein, Deutschland liefere keine hieb- und stichfesten Beweise. «10 vor 10» erwähnte kurz fehlende konkrete Beweisketten, behandelte den Fall danach aber so, als sei alles geklärt. Tamedia sprach von professioneller Planung und hoher Expertise – und berichtete im selben Atemzug, ein Busfahrer habe die tief fliegende Drohne mit der Hand aus der Luft gegriffen, der Zünder sei defekt gewesen. Semtex ist kein russlandspezifischer Sprengstoff. DNA-Spuren führten nach Medienrecherchen zu einem Belarussen mit russischem Pass und einem gebürtigen Russen mit lettischem Pass, weiter nach Litauen, Finnland und Polen.
Motive werden fast nur auf russischer Seite vermutet: Verunsicherung, Spaltung, Druck auf die Ukraine-Hilfe. Mögliche Interessen der deutschen Regierung unter innenpolitischem Druck, der Ukraine oder westlicher Waffenhersteller bleiben ausser Betracht. Der SPD-Innenexperte Sebastian Fiedler formulierte die offene Alternative: Entweder war es Russland – oder jemand wollte, dass es so aussieht.
Noch fehlen eindeutige Indizien. Es kann Russland gewesen sein. Es kann sich später anders darstellen. Unabhängige Medien sollten Widersprüche nicht ausblenden und die Gegenseite nicht unterschlagen. Genau das ist hier geschehen.
_
StandPunkt:
| Telegram | 𝕏 | FB |
🔥7❤2
Datenklau und Russland ist der Böse
Wieder einmal war alles sicher. Wieder einmal ist es das nicht. Und wieder einmal steht der Schuldige fest, bevor jemand ernsthaft in den eigenen Systemen nachgesehen hat.
Das Ritual der digitalen Heilsversprechen
Nach dem Datenklau beim Berliner Senat erklärt ein Schweizer Sicherheitsexperte, auch hiesige Behörden könnten empfindlich getroffen werden. Das klingt nach einer Warnung aus Verantwortung. In Wahrheit ist es nur die nächste Strophe eines längst bekannten Liedes. Bei jedem e-Tool, jeder digitalisierten Verwaltung und jedem neuen Sicherheitsprojekt wird mantramässig versichert, alles sei sicher, modern und beherrschbar. Die Bürger sollen vertrauen, die Behörden sollen digitalisieren, und wer zweifelt, gilt als rückständig. Kaum ist das Versprechen in der Welt, stellt sich heraus, dass die Systeme komplex, historisch gewachsen, schlecht gepflegt und miteinander so vernetzt sind, dass ein einziger Fehler genügt. Dann folgt nicht die nüchterne Bestandsaufnahme der eigenen Schlamperei, sondern die Suche nach dem Schuldigen, der sich am schnellsten finden lässt. Das Muster ist so verlässlich wie die nächste Pressemitteilung.
Der Mann für alle Fälle
Natürlich heisst er Putin. Wer sonst? Er ist der Praktischste, weil er für alles den Kopf hinhalten muss, was im Westen schiefläuft. Ein Hackerangriff in Berlin, hunderttausende vertrauliche Dateien im Netz, zwei festgenommene Bulgaren und irgendwo eine vage Verbindung zum Kreml – und schon steht die Erzählung. Dass Behörden über Personal-, Steuer- und Sicherheitsdaten sitzen, dass Phishing und Social Engineering bei Verwaltungen besonders gut funktionieren und dass der Mensch das grösste Einfallstor bleibt, das alles tritt in den Hintergrund. Es stört die saubere Geschichte. Je unfähiger die Programmierer und je nachlässiger die Pflege der Systeme, desto häufiger muss Putin herhalten, um das Chaos wieder ins richtige Lot zu rücken. Ohne ihn bliebe nur die peinliche Frage, warum man jahrelang das Gegenteil von dem gebaut hat, was man versprochen hat.
Die Lächerlichkeit als Dauerzustand
Mit jeder neuen Beschuldigung gibt sich der Westen der Lächerlichkeit preis. Denn mit jeder solchen Zuweisung stilisiert er Putin zum Helden, der dem Westen in digitaler Hinsicht offenbar überlegen ist. Der eine gilt als allgegenwärtig und hinterhältig, der andere als dauernd überrascht und moralisch empört. Das wird langsam nicht nur ermüdend, sondern peinlich. Man erklärt die eigene Verwundbarkeit, ohne die eigenen Versprechen zu prüfen. Man warnt vor dem nächsten Angriff, ohne zu erklären, warum das letzte Sicherheitsversprechen wieder einmal wertlos war. Und man tut so, als sei der Datenklau ein Naturereignis, obwohl er die logische Folge von Systemen ist, die niemand mehr durchschaut und die man trotzdem als Fortschritt verkauft.
Die unbequeme Leerstelle
Was täte der Westen eigentlich, wenn es Putin nicht gäbe? Dann bliebe nur die eigene Unfähigkeit übrig: Systeme, die historisch gewachsen und kaum noch zu entwirren sind, Mitarbeiter, die auf gefälschte Mails hereinfallen, weil Angreifer öffentlich verfügbare Informationen über Hierarchien und Zuständigkeiten nutzen, und Projekte, die hoch und heilig als sicher verkauft wurden, obwohl sie es nie waren. Wären die e-Projekte wirklich sicher, könnte man Putin die Schuld nicht so mühelos unterjubeln. Gerade weil sie es nicht sind, bleibt der Böse unverzichtbar. Er deckt, was man selbst nicht zugeben will. Er erspart die Frage, ob Digitalisierung ohne Können nur eine teure Form der Selbsttäuschung ist.
Die Schweiz ist also verwundbar. Das wussten wir. Neu ist nur, dass man wieder denselben Namen nennt, bevor man die eigenen Server, die eigenen Hierarchien und die eigenen Heilsversprechen ernsthaft prüft. Der Datenklau in Berlin ändert daran wenig. Er bestätigt bloss das Ritual: erst das Versprechen, dann der Bruch, dann der Böse. Und am Ende steht man wieder da und wundert sich, warum niemand mehr glaubt, dass beim nächsten e-Projekt alles ganz anders wird.
_
StandPunkt:
| Telegram | 𝕏 | FB |
Wieder einmal war alles sicher. Wieder einmal ist es das nicht. Und wieder einmal steht der Schuldige fest, bevor jemand ernsthaft in den eigenen Systemen nachgesehen hat.
Das Ritual der digitalen Heilsversprechen
Nach dem Datenklau beim Berliner Senat erklärt ein Schweizer Sicherheitsexperte, auch hiesige Behörden könnten empfindlich getroffen werden. Das klingt nach einer Warnung aus Verantwortung. In Wahrheit ist es nur die nächste Strophe eines längst bekannten Liedes. Bei jedem e-Tool, jeder digitalisierten Verwaltung und jedem neuen Sicherheitsprojekt wird mantramässig versichert, alles sei sicher, modern und beherrschbar. Die Bürger sollen vertrauen, die Behörden sollen digitalisieren, und wer zweifelt, gilt als rückständig. Kaum ist das Versprechen in der Welt, stellt sich heraus, dass die Systeme komplex, historisch gewachsen, schlecht gepflegt und miteinander so vernetzt sind, dass ein einziger Fehler genügt. Dann folgt nicht die nüchterne Bestandsaufnahme der eigenen Schlamperei, sondern die Suche nach dem Schuldigen, der sich am schnellsten finden lässt. Das Muster ist so verlässlich wie die nächste Pressemitteilung.
Der Mann für alle Fälle
Natürlich heisst er Putin. Wer sonst? Er ist der Praktischste, weil er für alles den Kopf hinhalten muss, was im Westen schiefläuft. Ein Hackerangriff in Berlin, hunderttausende vertrauliche Dateien im Netz, zwei festgenommene Bulgaren und irgendwo eine vage Verbindung zum Kreml – und schon steht die Erzählung. Dass Behörden über Personal-, Steuer- und Sicherheitsdaten sitzen, dass Phishing und Social Engineering bei Verwaltungen besonders gut funktionieren und dass der Mensch das grösste Einfallstor bleibt, das alles tritt in den Hintergrund. Es stört die saubere Geschichte. Je unfähiger die Programmierer und je nachlässiger die Pflege der Systeme, desto häufiger muss Putin herhalten, um das Chaos wieder ins richtige Lot zu rücken. Ohne ihn bliebe nur die peinliche Frage, warum man jahrelang das Gegenteil von dem gebaut hat, was man versprochen hat.
Die Lächerlichkeit als Dauerzustand
Mit jeder neuen Beschuldigung gibt sich der Westen der Lächerlichkeit preis. Denn mit jeder solchen Zuweisung stilisiert er Putin zum Helden, der dem Westen in digitaler Hinsicht offenbar überlegen ist. Der eine gilt als allgegenwärtig und hinterhältig, der andere als dauernd überrascht und moralisch empört. Das wird langsam nicht nur ermüdend, sondern peinlich. Man erklärt die eigene Verwundbarkeit, ohne die eigenen Versprechen zu prüfen. Man warnt vor dem nächsten Angriff, ohne zu erklären, warum das letzte Sicherheitsversprechen wieder einmal wertlos war. Und man tut so, als sei der Datenklau ein Naturereignis, obwohl er die logische Folge von Systemen ist, die niemand mehr durchschaut und die man trotzdem als Fortschritt verkauft.
Die unbequeme Leerstelle
Was täte der Westen eigentlich, wenn es Putin nicht gäbe? Dann bliebe nur die eigene Unfähigkeit übrig: Systeme, die historisch gewachsen und kaum noch zu entwirren sind, Mitarbeiter, die auf gefälschte Mails hereinfallen, weil Angreifer öffentlich verfügbare Informationen über Hierarchien und Zuständigkeiten nutzen, und Projekte, die hoch und heilig als sicher verkauft wurden, obwohl sie es nie waren. Wären die e-Projekte wirklich sicher, könnte man Putin die Schuld nicht so mühelos unterjubeln. Gerade weil sie es nicht sind, bleibt der Böse unverzichtbar. Er deckt, was man selbst nicht zugeben will. Er erspart die Frage, ob Digitalisierung ohne Können nur eine teure Form der Selbsttäuschung ist.
Die Schweiz ist also verwundbar. Das wussten wir. Neu ist nur, dass man wieder denselben Namen nennt, bevor man die eigenen Server, die eigenen Hierarchien und die eigenen Heilsversprechen ernsthaft prüft. Der Datenklau in Berlin ändert daran wenig. Er bestätigt bloss das Ritual: erst das Versprechen, dann der Bruch, dann der Böse. Und am Ende steht man wieder da und wundert sich, warum niemand mehr glaubt, dass beim nächsten e-Projekt alles ganz anders wird.
_
StandPunkt:
| Telegram | 𝕏 | FB |
🤬3
Datenklau und Russland ist der Böse
Wieder einmal war alles sicher. Wieder einmal ist es das nicht. Und wieder einmal steht der Schuldige fest, bevor jemand ernsthaft in den eigenen Systemen nachgesehen hat.
Das Ritual der digitalen Heilsversprechen
Nach dem Datenklau beim Berliner Senat erklärt ein Schweizer Sicherheitsexperte, auch hiesige Behörden könnten empfindlich getroffen werden. Das klingt nach einer Warnung aus Verantwortung. In Wahrheit ist es nur die nächste Strophe eines längst bekannten Liedes. Bei jedem e-Tool, jeder digitalisierten Verwaltung und jedem neuen Sicherheitsprojekt wird mantramässig versichert, alles sei sicher, modern und beherrschbar. Die Bürger sollen vertrauen, die Behörden sollen digitalisieren, und wer zweifelt, gilt als rückständig. Kaum ist das Versprechen in der Welt, stellt sich heraus, dass die Systeme komplex, historisch gewachsen, schlecht gepflegt und miteinander so vernetzt sind, dass ein einziger Fehler genügt. Dann folgt nicht die nüchterne Bestandsaufnahme der eigenen Schlamperei, sondern die Suche nach dem Schuldigen, der sich am schnellsten finden lässt. Das Muster ist so verlässlich wie die nächste Pressemitteilung.
Der Mann für alle Fälle
Natürlich heisst er Putin. Wer sonst. Er ist der Praktischste, weil er für alles den Kopf hinhalten muss, was im Westen schiefläuft. Ein Hackerangriff in Berlin, hunderttausende vertrauliche Dateien im Netz, zwei festgenommene Bulgaren und irgendwo eine vage Verbindung zum Kreml – und schon steht die Erzählung. Dass Behörden über Personal-, Steuer- und Sicherheitsdaten sitzen, dass Phishing und Social Engineering bei Verwaltungen besonders gut funktionieren und dass der Mensch das grösste Einfallstor bleibt, das alles tritt in den Hintergrund. Es stört die saubere Geschichte. Je unfähiger die Programmierer und je nachlässiger die Pflege der Systeme, desto häufiger muss Putin herhalten, um das Chaos wieder ins richtige Lot zu rücken. Ohne ihn bliebe nur die peinliche Frage, warum man jahrelang das Gegenteil von dem gebaut hat, was man versprochen hat.
Die Lächerlichkeit als Dauerzustand
Mit jeder neuen Beschuldigung gibt sich der Westen der Lächerlichkeit preis. Denn mit jeder solchen Zuweisung stilisiert er Putin zum Helden, der dem Westen in digitaler Hinsicht offenbar überlegen ist. Der eine gilt als allgegenwärtig und hinterhältig, der andere als dauernd überrascht und moralisch empört. Das wird langsam nicht nur ermüdend, sondern peinlich. Man erklärt die eigene Verwundbarkeit, ohne die eigenen Versprechen zu prüfen. Man warnt vor dem nächsten Angriff, ohne zu erklären, warum das letzte Sicherheitsversprechen wieder einmal wertlos war. Und man tut so, als sei der Datenklau ein Naturereignis, obwohl er die logische Folge von Systemen ist, die niemand mehr durchschaut und die man trotzdem als Fortschritt verkauft.
Die unbequeme Leerstelle
Was täte der Westen eigentlich, wenn es Putin nicht gäbe? Dann bliebe nur die eigene Unfähigkeit übrig: Systeme, die historisch gewachsen und kaum noch zu entwirren sind, Mitarbeiter, die auf gefälschte Mails hereinfallen, weil Angreifer öffentlich verfügbare Informationen über Hierarchien und Zuständigkeiten nutzen, und Projekte, die hoch und heilig als sicher verkauft wurden, obwohl sie es nie waren. Wären die e-Projekte wirklich sicher, könnte man Putin die Schuld nicht so mühelos unterjubeln. Gerade weil sie es nicht sind, bleibt der Böse unverzichtbar. Er deckt, was man selbst nicht zugeben will. Er erspart die Frage, ob Digitalisierung ohne Können nur eine teure Form der Selbsttäuschung ist.
Die Schweiz ist also verwundbar. Das wussten wir. Neu ist nur, dass man wieder denselben Namen nennt, bevor man die eigenen Server, die eigenen Hierarchien und die eigenen Heilsversprechen ernsthaft prüft. Der Datenklau in Berlin ändert daran wenig. Er bestätigt bloss das Ritual: erst das Versprechen, dann der Bruch, dann der Böse.
_
StandPunkt:
| Telegram | 𝕏 | FB |
Wieder einmal war alles sicher. Wieder einmal ist es das nicht. Und wieder einmal steht der Schuldige fest, bevor jemand ernsthaft in den eigenen Systemen nachgesehen hat.
Das Ritual der digitalen Heilsversprechen
Nach dem Datenklau beim Berliner Senat erklärt ein Schweizer Sicherheitsexperte, auch hiesige Behörden könnten empfindlich getroffen werden. Das klingt nach einer Warnung aus Verantwortung. In Wahrheit ist es nur die nächste Strophe eines längst bekannten Liedes. Bei jedem e-Tool, jeder digitalisierten Verwaltung und jedem neuen Sicherheitsprojekt wird mantramässig versichert, alles sei sicher, modern und beherrschbar. Die Bürger sollen vertrauen, die Behörden sollen digitalisieren, und wer zweifelt, gilt als rückständig. Kaum ist das Versprechen in der Welt, stellt sich heraus, dass die Systeme komplex, historisch gewachsen, schlecht gepflegt und miteinander so vernetzt sind, dass ein einziger Fehler genügt. Dann folgt nicht die nüchterne Bestandsaufnahme der eigenen Schlamperei, sondern die Suche nach dem Schuldigen, der sich am schnellsten finden lässt. Das Muster ist so verlässlich wie die nächste Pressemitteilung.
Der Mann für alle Fälle
Natürlich heisst er Putin. Wer sonst. Er ist der Praktischste, weil er für alles den Kopf hinhalten muss, was im Westen schiefläuft. Ein Hackerangriff in Berlin, hunderttausende vertrauliche Dateien im Netz, zwei festgenommene Bulgaren und irgendwo eine vage Verbindung zum Kreml – und schon steht die Erzählung. Dass Behörden über Personal-, Steuer- und Sicherheitsdaten sitzen, dass Phishing und Social Engineering bei Verwaltungen besonders gut funktionieren und dass der Mensch das grösste Einfallstor bleibt, das alles tritt in den Hintergrund. Es stört die saubere Geschichte. Je unfähiger die Programmierer und je nachlässiger die Pflege der Systeme, desto häufiger muss Putin herhalten, um das Chaos wieder ins richtige Lot zu rücken. Ohne ihn bliebe nur die peinliche Frage, warum man jahrelang das Gegenteil von dem gebaut hat, was man versprochen hat.
Die Lächerlichkeit als Dauerzustand
Mit jeder neuen Beschuldigung gibt sich der Westen der Lächerlichkeit preis. Denn mit jeder solchen Zuweisung stilisiert er Putin zum Helden, der dem Westen in digitaler Hinsicht offenbar überlegen ist. Der eine gilt als allgegenwärtig und hinterhältig, der andere als dauernd überrascht und moralisch empört. Das wird langsam nicht nur ermüdend, sondern peinlich. Man erklärt die eigene Verwundbarkeit, ohne die eigenen Versprechen zu prüfen. Man warnt vor dem nächsten Angriff, ohne zu erklären, warum das letzte Sicherheitsversprechen wieder einmal wertlos war. Und man tut so, als sei der Datenklau ein Naturereignis, obwohl er die logische Folge von Systemen ist, die niemand mehr durchschaut und die man trotzdem als Fortschritt verkauft.
Die unbequeme Leerstelle
Was täte der Westen eigentlich, wenn es Putin nicht gäbe? Dann bliebe nur die eigene Unfähigkeit übrig: Systeme, die historisch gewachsen und kaum noch zu entwirren sind, Mitarbeiter, die auf gefälschte Mails hereinfallen, weil Angreifer öffentlich verfügbare Informationen über Hierarchien und Zuständigkeiten nutzen, und Projekte, die hoch und heilig als sicher verkauft wurden, obwohl sie es nie waren. Wären die e-Projekte wirklich sicher, könnte man Putin die Schuld nicht so mühelos unterjubeln. Gerade weil sie es nicht sind, bleibt der Böse unverzichtbar. Er deckt, was man selbst nicht zugeben will. Er erspart die Frage, ob Digitalisierung ohne Können nur eine teure Form der Selbsttäuschung ist.
Die Schweiz ist also verwundbar. Das wussten wir. Neu ist nur, dass man wieder denselben Namen nennt, bevor man die eigenen Server, die eigenen Hierarchien und die eigenen Heilsversprechen ernsthaft prüft. Der Datenklau in Berlin ändert daran wenig. Er bestätigt bloss das Ritual: erst das Versprechen, dann der Bruch, dann der Böse.
_
StandPunkt:
| Telegram | 𝕏 | FB |
❤4👍1🔥1😁1
Teil 8/24: Serie: Klimanarrativ, Wettermodifikation und die Architektur moderner Kontrolle
Operation Popeye
Als Wetter erstmals zur militärischen Waffe wurde
Der Schlamm des Ho-Chi-Minh-Pfads
Im März 1967 startete das US-Militär ein streng geheimes Unternehmen, das die Kriegsführung für immer verändern sollte. Unter dem Codenamen Operation Popeye unternahmen speziell umgebaute Transportflugzeuge des Typs WC-130 über den Dschungeln von Vietnam, Laos und Kambodscha systematische Cloud-Seeding-Einsätze. Das strategische Ziel war präzise und brutal: Durch die gezielte Einbringung von Silberiodid sollte die Monsunzeit künstlich verlängert und die Niederschlagsmenge drastisch erhöht werden. Das Kalkül der Militärplaner ging auf. Die sintflutartigen Regenfälle verwandelten den strategisch wichtigen Ho-Chi-Minh-Pfad, die logistische Lebensader der nordvietnamesischen Truppen, in eine unpassierbare Schlammwüste.
Operation Popeye lief über fünf Jahre hinweg und umfasste mehr als zweitausend Einsätze. Die Existenz dieses Programms wurde vor der amerikanischen Öffentlichkeit und dem Kongress streng geheim gehalten, bis der investigative Journalist Seymour Hersh die Operation im Jahr 1972 im New York Times Magazin aufdeckte. Die Enthüllung löste einen internationalen Skandal aus. Zum ersten Mal wurde der Weltöffentlichkeit vor Augen geführt, dass das Wetter nicht mehr nur ein unvorhersehbarer Faktor auf dem Schlachtfeld war, sondern eine gezielt steuerbare Waffe, die ganze Ökosysteme destabilisieren konnte. Die Natur war zur Waffe geworden, und die Folgen waren nicht auf das Kampfgebiet begrenzt.
Die Büchse der Pandora
Die militärische Führung der USA hatte mit Popeye die Büchse der Pandora geöffnet. Die künstlich erzeugten Überschwemmungen zerstörten nicht nur die Logistik des Gegners, sondern vernichteten auch die Ernten der zivilen Bevölkerung und veränderten die Hydrologie der Region nachhaltig.
Die ethischen und völkerrechtlichen Implikationen waren verheerend. Den Grossmächten wurde klar, dass ohne eine internationale Regulierung ein geophysikalischer Krieg drohte, dessen Dynamik sich jeder Kontrolle entziehen würde. Das Bewusstsein über das zerstörerische Potenzial dieser Technologie führte schliesslich zu einem historischen Schritt auf diplomatischer Ebene.
Das diplomatische Veto
Die internationale Gemeinschaft reagierte auf die Schrecken von Operation Popeye mit dem Versuch, die geophysikalische Kriegsführung völkerrechtlich zu ächten. Unter dem Dach der Vereinten Nationen begannen zähe Verhandlungen, die in einem Vertragswerk mündeten, das bis heute das offizielle Fundament für das Verbot von Wetterwaffen bildet. Doch wie wirksam ist ein solches Abkommen, wenn die Grenzen zwischen ziviler Forschung und militärischer Anwendung verschwimmen? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir die sogenannte ENMOD-Konvention genauer analysieren, was im nächsten Teil geschieht.
Serie
Titel: 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 -10 - 11 - 12 - 13 - 14 -15 - 16 - 17 - 18 - 19 - 20 - 21 - 22 - 23 - 24
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
Operation Popeye
Als Wetter erstmals zur militärischen Waffe wurde
Der Schlamm des Ho-Chi-Minh-Pfads
Im März 1967 startete das US-Militär ein streng geheimes Unternehmen, das die Kriegsführung für immer verändern sollte. Unter dem Codenamen Operation Popeye unternahmen speziell umgebaute Transportflugzeuge des Typs WC-130 über den Dschungeln von Vietnam, Laos und Kambodscha systematische Cloud-Seeding-Einsätze. Das strategische Ziel war präzise und brutal: Durch die gezielte Einbringung von Silberiodid sollte die Monsunzeit künstlich verlängert und die Niederschlagsmenge drastisch erhöht werden. Das Kalkül der Militärplaner ging auf. Die sintflutartigen Regenfälle verwandelten den strategisch wichtigen Ho-Chi-Minh-Pfad, die logistische Lebensader der nordvietnamesischen Truppen, in eine unpassierbare Schlammwüste.
Operation Popeye lief über fünf Jahre hinweg und umfasste mehr als zweitausend Einsätze. Die Existenz dieses Programms wurde vor der amerikanischen Öffentlichkeit und dem Kongress streng geheim gehalten, bis der investigative Journalist Seymour Hersh die Operation im Jahr 1972 im New York Times Magazin aufdeckte. Die Enthüllung löste einen internationalen Skandal aus. Zum ersten Mal wurde der Weltöffentlichkeit vor Augen geführt, dass das Wetter nicht mehr nur ein unvorhersehbarer Faktor auf dem Schlachtfeld war, sondern eine gezielt steuerbare Waffe, die ganze Ökosysteme destabilisieren konnte. Die Natur war zur Waffe geworden, und die Folgen waren nicht auf das Kampfgebiet begrenzt.
Die Büchse der Pandora
Die militärische Führung der USA hatte mit Popeye die Büchse der Pandora geöffnet. Die künstlich erzeugten Überschwemmungen zerstörten nicht nur die Logistik des Gegners, sondern vernichteten auch die Ernten der zivilen Bevölkerung und veränderten die Hydrologie der Region nachhaltig.
Die ethischen und völkerrechtlichen Implikationen waren verheerend. Den Grossmächten wurde klar, dass ohne eine internationale Regulierung ein geophysikalischer Krieg drohte, dessen Dynamik sich jeder Kontrolle entziehen würde. Das Bewusstsein über das zerstörerische Potenzial dieser Technologie führte schliesslich zu einem historischen Schritt auf diplomatischer Ebene.
Das diplomatische Veto
Die internationale Gemeinschaft reagierte auf die Schrecken von Operation Popeye mit dem Versuch, die geophysikalische Kriegsführung völkerrechtlich zu ächten. Unter dem Dach der Vereinten Nationen begannen zähe Verhandlungen, die in einem Vertragswerk mündeten, das bis heute das offizielle Fundament für das Verbot von Wetterwaffen bildet. Doch wie wirksam ist ein solches Abkommen, wenn die Grenzen zwischen ziviler Forschung und militärischer Anwendung verschwimmen? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir die sogenannte ENMOD-Konvention genauer analysieren, was im nächsten Teil geschieht.
Serie
Titel: 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 -10 - 11 - 12 - 13 - 14 -15 - 16 - 17 - 18 - 19 - 20 - 21 - 22 - 23 - 24
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
👍2❤1
Altlast ohne Humor
Mike Müller erklärt schnell mal eine Million Deutsche zu Nazis – und merkt nicht, dass ihm dieser Witz selbst ein Schnäuzchen zeichnet. Dabei macht sich auch Mitte-Pfister zum Clown, indem er den Post husch, husch für gut befindet.
Das SRF-Schweinchen postet weiter
Das unter anderem fett gemästete, vollkommen talentlose SRF-Schweinchen Mike Müller irritiert mit dem X-Post: «Was ich nicht so verstehe, warum der Kanzler eines achtzig-Mio.-Landes wegen einer knappen Million Nazis in einem gescheiterten Gliedstaat zurücktreten soll.» Eine knappe Million Menschen wird so im Nebensatz entsorgt, als wäre das Label ein Running Gag und nicht eine Anklage. Anschliessend schmiert er die Tastatur mit dem üblichen klebrigen Humor voll: «Wenn Alice Weidel nicht will, dass sich ihre Kinder in der Schule mit der Judenvernichtung auseinandersetzen, muss sie mit ihrer Familie die Schweiz verlassen und nach Sachsen-Anhalt ziehen.» Der Satz will schneidend sein. Er ist nur schmierig.
Komik als Resteverwertung
Mittlerweile ist unübersehbar, dass der talentfreie Altlastkomiker sich in die nichtsnutzige Reihe der Hallervorden-Hallodris einordnet und hofft, aus diesem Satz noch etwas schmierigen Beifall herauszupressen. Pfister liefert den Hofknicks gleich mit: ein Like als Gütesiegel der Mitte, als sei billige Nazikeule staatsmännische Haltung. Der Dilettant begreift nicht, dass seine Zeit vor vierzig Jahren abgelaufen ist. Was bleibt, ist kein Witz, sondern die peinliche Beharrlichkeit eines Mannes, der den Applaus von gestern für eine Meinung von heute hält – und eines Parteipräsidenten, der dafür noch schmierig klatscht.
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
Mike Müller erklärt schnell mal eine Million Deutsche zu Nazis – und merkt nicht, dass ihm dieser Witz selbst ein Schnäuzchen zeichnet. Dabei macht sich auch Mitte-Pfister zum Clown, indem er den Post husch, husch für gut befindet.
Das SRF-Schweinchen postet weiter
Das unter anderem fett gemästete, vollkommen talentlose SRF-Schweinchen Mike Müller irritiert mit dem X-Post: «Was ich nicht so verstehe, warum der Kanzler eines achtzig-Mio.-Landes wegen einer knappen Million Nazis in einem gescheiterten Gliedstaat zurücktreten soll.» Eine knappe Million Menschen wird so im Nebensatz entsorgt, als wäre das Label ein Running Gag und nicht eine Anklage. Anschliessend schmiert er die Tastatur mit dem üblichen klebrigen Humor voll: «Wenn Alice Weidel nicht will, dass sich ihre Kinder in der Schule mit der Judenvernichtung auseinandersetzen, muss sie mit ihrer Familie die Schweiz verlassen und nach Sachsen-Anhalt ziehen.» Der Satz will schneidend sein. Er ist nur schmierig.
Komik als Resteverwertung
Mittlerweile ist unübersehbar, dass der talentfreie Altlastkomiker sich in die nichtsnutzige Reihe der Hallervorden-Hallodris einordnet und hofft, aus diesem Satz noch etwas schmierigen Beifall herauszupressen. Pfister liefert den Hofknicks gleich mit: ein Like als Gütesiegel der Mitte, als sei billige Nazikeule staatsmännische Haltung. Der Dilettant begreift nicht, dass seine Zeit vor vierzig Jahren abgelaufen ist. Was bleibt, ist kein Witz, sondern die peinliche Beharrlichkeit eines Mannes, der den Applaus von gestern für eine Meinung von heute hält – und eines Parteipräsidenten, der dafür noch schmierig klatscht.
—
Folge StandPunkt, um hinter die Kulissen zu sehen:
| Telegram | 𝕏 | FB |
🤮13❤2👍1😁1🙈1