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Forwarded from Thomas
Impressumspflicht ist was für arme Leute

Ein Multimilliarden-Dollar-Konzern, der mit seinen Servern das halbe Internet betreibt, ist angeblich nicht in der Lage, ein funktionierendes E-Mail-Postfach einzurichten.

Das Kammergericht Berlin musste Amazon jetzt daran erinnern, dass die deutsche Impressumspflicht kein unverbindlicher Vorschlag für US-Konzerne ist.

Wer sich an die offizielle E-Mail-Adresse des Giganten wandte, landete in einem toten Briefkasten mit der dreisten Auto-Reply:

„Wir akzeptieren keine E-Mails.“

Das ist die Arroganz der Big-Tech-Monopolisten in Reinform.

Während der normale deutsche Mittelständler von gierigen Abmahnanwälten wegen eines fehlenden Kommas im Impressum in den Ruin getrieben wird, stellt sich Amazon einfach über das Gesetz.

Noch absurder:
Amazon ignorierte die Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands komplett und schwänzte sogar die Gerichtsverhandlung.
Das kassierte Versäumnisurteil ist nun rechtskräftig. Die anschließende Ausrede des Konzerns?
Ein „technischer Fehler“.
Klar. Der größte Tech-Gigant der Welt scheitert an den Grundlagen von IMAP und SMTP.
Wer das glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Regeln für dich, aber nicht für sie.

https://x.com/Bernd_Kaiser_BD/status/2106405025912127945
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Forwarded from Thomas
„Im Dezentralen und im Lokalen liegt heute die einzige verbliebene Chance für Recht, Freiheit und Selbstbestimmung. Große und größte Gebilde sind systemimmanent autoritär, wirtschaftlich ineffizient und träge.“ Titus Gebel
Forwarded from habito (Thomas)
Verschwörung gegen die Alten

„Mir scheint, sie stellen heute Treppen her, die härter sind als früher. Die Stufen sind höher, es sind mehr davon. Jedenfalls ist es schwieriger geworden, zwei Stufen auf einmal zu nehmen. Heute kann ich nur noch eine nehmen.

Zu beachten sind auch die kleinen Druckschriften, die sie jetzt verwenden. Die Zeitungen entfernen sich immer mehr von mir, wenn ich sie lese: Ich muss schielen, um es zu schaffen. Neulich musste ich fast aus der Telefonzelle herauskommen, um die Zahlen auf den Münzschlitzen lesen zu können.

Es ist lächerlich zu behaupten, dass jemand meines Alters Brillen brauche, aber die einzige andere Möglichkeit für mich, die Nachrichten zu erfahren, besteht darin, sie mir vorlesen zu lassen – was mich nicht wirklich befriedigt, denn heutzutage sprechen die Leute so leise, dass ich sie nicht besonders gut verstehe.

Alles ist weiter entfernt. Die Entfernung von meinem Haus zum Bahnhof hat sich verdoppelt, und sie haben einen Hügel hinzugefügt, den ich zuvor nie bemerkt hatte.

Außerdem fahren die Züge früher ab. Ich habe die Gewohnheit verloren, ihnen nachzurennen, da sie ein bisschen früher losfahren, wenn ich ankomme.

Sie verwenden auch nicht mehr denselben Stoff für Anzüge. All meine Anzüge neigen dazu, sich zusammenzuziehen, besonders an der Taille.

Ihre Schnürsenkel sind auch schwerer zu erreichen.

Die Zeit selbst verändert sich. Im Winter ist es kälter, die Sommer sind heißer. Ich würde reisen, wenn es nicht so weit wäre. Der Schnee ist schwerer, wenn ich versuche, ihn wegzuräumen. Die Zugluft ist stärker. Das muss an der Art liegen, wie sie heute Fenster herstellen.

Die Leute sind jünger, als sie es waren, als ich in ihrem Alter war.

Ich war kürzlich auf einer Alumni-Veranstaltung meiner Universität und war schockiert zu sehen, welche Babys sie als Studenten aufnehmen. Man muss zugeben, dass sie höflicher wirken als wir damals; mehrere von ihnen haben mich mit „Herr“ angesprochen; einer hat mir sogar angeboten, mir über die Straße zu helfen.

Paralleles Phänomen: Die Leute meines Alters sind älter als ich. Ich bin mir durchaus bewusst, dass meine Generation sich einem gewissen Alter nähert, das man so vereinbart hat, aber ist das ein Grund dafür, dass meine Klassenkameraden stolpernd in einen Zustand fortgeschrittenen Senilitäts geraten?

In der Universitätsbar traf ich an jenem Abend einen Klassenkameraden. Er hatte sich so verändert, dass er mich nicht wiedererkannte.“

https://x.com/KateriSeraphina/status/2106331237140889718
Millionen investiert und trotzdem droht das Aus.
Das Strandbad Halensee steht kurz nach seiner Wiedereröffnung vor dem Ende.

Bei mir um die Ecke. Kenne ich natürlich. Fast alles, was das Leben in Berlin lebenswert macht, wird totreguliert. Ein weiteres Beispiel von endlos vielen.

Investitionen: Der Betreiber des Strandbads Halensee hat nach eigenen Angaben Millionen Euro investiert und Arbeitsplätze geschaffen. Inzwischen mussten nach seiner Darstellung bereits 19 Arbeitsverhältnisse gekündigt werden. Seit 2024 wurden für das Projekt umfangreiche Planungen, Renovierungen, Bauanträge und Nachweise durchgeführt.

Genehmigungen: Am 16. Juli 2026 fand eine behördliche Abnahmebesichtigung statt und fünf Tage später wurde dem Strandbad ein gepflegter und guter Zustand bescheinigt. Nach Angaben des Betreibers folgten dennoch weitere Verfahren, Nachforderungen und ein zusätzliches Lärmschutzgutachten. Wegen fehlender Planungssicherheit kündigte er schließlich die Aufgabe des Projekts an.

Nach Millioneninvestitionen und jahrelangen Genehmigungsverfahren steht damit ein Berliner Arbeitgeber vor dem Aus.

Quelle: (Berliner Zeitung)
https://x.com/E_Boeminghaus/status/2106285633136124097
Deutschland kauft jede Rakete, die es bekommen kann – worauf bereitet sich Berlin vor?

Von Dmitri Kornew

In den vergangenen Monaten hat die Berichterstattung über Deutschlands Interesse an Raketen – von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern bis zu land- und seegestützten Systemen – deutlich zugenommen. Verschiedene Partner, darunter die USA, die Ukraine, die Türkei und Israel, sind an dieser Initiative beteiligt. Deutschland scheint sein gesamtes Budget für Raketen auszugeben und strebt damit die Führungsrolle in der Raketenindustrie Westeuropas an.

Berlins finanzielles Engagement für die Weiterentwicklung militärischer Programme hat ein beispielloses Niveau erreicht. Das Land erhöht seine Verteidigungsausgaben massiv. Zwischen 2024 und 2025 entstanden in Deutschland rund 200 neue Unternehmen der Verteidigungsindustrie, seit November 2025 kamen weitere 100 hinzu. Ein bemerkenswertes Beispiel ist Rheinmetall, das seine Produktion von Artilleriemunition von etwa 70.000 auf 1,5 Millionen Granaten pro Jahr drastisch gesteigert hat. In den nächsten sechs Jahren plant das Unternehmen, rund 30 Milliarden Euro in die Rüstungs- und Munitionsproduktion zu investieren. Deutschland ist zudem aktiv auf der Suche nach fertigen Raketensystemen und an der Errichtung gemeinsamer Produktionsstätten interessiert.

Im Einklang mit diesen Initiativen baut Deutschland neue Bodentruppen auf, die militärische Ziele tief im potenziellen Feindgebiet angreifen können, und schafft damit faktisch Raketentruppen innerhalb der Bundeswehr. Einerseits stärkt diese Erweiterung die Angriffsfähigkeit der NATO und ermöglicht flexible Reaktionen auf externe Bedrohungen über Entfernungen von Tausenden Kilometern. Andererseits könnten solche Offensivfähigkeiten leicht zu Vorstellungen von militärischer Dominanz und Hegemonie führen. Historisch gesehen haben wir dies in Deutschland bereits erlebt.

Im Zentrum dieser neuen deutschen Strategie stehen die US-amerikanischen Typhon MRC-Raketensysteme (Mid-Range Capability), die mit Tomahawk-Marschflugkörpern mit einer Reichweite von bis zu 1.600 Kilometern ausgestattet sind. Die Bundeswehr plant, knapp 3,4 Milliarden Euro für die Beschaffung dieser Marschflugkörper bereitzustellen. Sie werden dem deutschen Militär einen strategischen Vorteil verschaffen und Angriffe auf Kommandozentralen, Luftwaffenstützpunkte, Raketeneinheiten, Logistikzentren und andere kritische Ziele weit jenseits der potenziellen Frontlinien ermöglichen.

Deutschlands Hauptargument für diese militärische Aufrüstung ist natürlich die Notwendigkeit, die "Bedrohung aus dem Osten" abzuschrecken – ein klassischer Fall von sich wiederholender Geschichte. Dass Russland keine Angriffsabsichten gegen die NATO hat, scheint keine Rolle zu spielen; es dient als willkommener Vorwand und Aufruf zur Militarisierung. Technisch gesehen können Tomahawk-Marschflugkörper von deutschem Territorium aus nur Gebiete des europäischen Teils Russlands erreichen, doch Berlins Ambitionen reichen weit über dieses Raketensystem hinaus.

Deutschlands Interesse an Raketen ist so stark gewachsen, dass die Bundeswehr sogar einige eher unkonventionelle Projekte prüft, wie die ukrainischen Marschflugkörper Flamingo und Bars sowie das Raketenprojekt Anthem. Tatsächlich wurde der ukrainische Flamingo-Marschflugkörper als potenzielle Alternative zum US-amerikanischen Tomahawk in Betracht gezogen. Mit einer Reichweite von 3.000 Kilometern übertrifft der Flamingo den Tomahawk in puncto Reichweite. Zudem verfügt er über einen beeindruckenden Sprengkopf mit einem Gewicht von 1.150 Kilogramm – ein Rekord in seiner Klasse. Die einzige wirkliche Frage ist, ob die zehn Meter lange Rakete ihre Ziele erfolgreich treffen kann. Bisherige Erfahrungen haben gezeigt, dass die meisten von ukrainischen Streitkräften eingesetzten Flamingo-Raketen von Luftverteidigungssystemen abgefangen werden.
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Deutschland ist ebenfalls bereit, Bars-Raketen im eigenen Land zu produzieren, allerdings primär für den Export. Es bleibt unklar, ob es sich bei dieser Initiative eher um ein Geschäftsvorhaben oder eine strategische Investition in die heimische Rüstung handelt. Bars-Raketen dürften bei deutschen Militärs wenig Interesse wecken, da sie im Wesentlichen eine kostengünstige und einfache Alternative zu teureren Raketen darstellen.

Ein weiteres bemerkenswertes Projekt ist der Langstrecken-Marschflugkörper Anthem, entwickelt vom US-israelischen Start-up-Unternehmen Covenant. Reuters berichtete kürzlich, dass Deutschland an einer Rakete mit einer Reichweite von über 1.500 Kilometern und einem Sprengkopf von über 200 Kilogramm interessiert sei. Darüber hinaus ist Covenant bereit, die Produktion der Anthem-Raketen in Deutschland aufzubauen.

Dies dürfte das Interesse der Bundeswehr geweckt haben, insbesondere angesichts der beeindruckenden Produktionskapazität von 1.000 Einheiten pro Jahr. So viele Raketen lassen sich durch ein vereinfachtes Design und relativ bescheidene Leistungsanforderungen herstellen. Tarnkappentechnologie spielt dabei natürlich keine Rolle; es handelt sich im Wesentlichen um eine Alternative zu kostengünstigen Kamikaze-Drohnen mit großer Reichweite. Sollte dieser Vertrag zustande kommen, bekäme Deutschland ein eigenes Boden-Boden-Raketensystem.

Doch das ist noch nicht alles: Die Bundeswehr erwägt weitere Raketenprojekte. Am 1. September bestätigte das deutsche Unternehmen TKMS, dass die Flugabwehrfregatte vom Typ F127 über die Fähigkeit zum Abfangen ballistischer Raketen außerhalb der Atmosphäre verfügen wird. Die erste dieser Fregatten soll Mitte der 2030er-Jahre an die Deutsche Marine ausgeliefert werden. Sie wird mit SM-2 Block IIIC- und SM-6 Block I-Abfangraketen ausgerüstet sein. Mit einer Länge von 178 Metern, einer Breite von 24 Metern und einer Verdrängung von über 12.000 Tonnen wird sie einem Kreuzer vergleichbar sein. Ihre Bewaffnung umfasst 96 Mk 41-Senkrechtstartsysteme (VLS) zur Raketenabwehr sowie ballistische Raketen und Marschflugkörper. Der Bau von mindestens fünf dieser Schiffe ist geplant. Man mag sich fragen, warum die vergleichsweise kleine Ostseeregion eine Flotte mit solch beeindruckenden Raketenkapazitäten benötigt.

Anfang September führte die Deutsche Marine ihre ersten Teststarts israelischer LORA-Raketen (Long Range Attack) von einer Fregatte der F125-Klasse durch. Diese Starts dienten primär Demonstrationszwecken; die Raketenbehälter waren provisorisch am Heck der Fregatte Sachsen-Anhalt montiert. Im Rahmen der Tests wurden zwei Raketen abgefeuert. Der Anblick israelischer ballistischer Raketen, die den US-amerikanischen ATACMS ähneln, an Bord einer deutschen Fregatte ist ungewöhnlich.

Dieses bemerkenswerte Experiment zeigt, dass die Bundeswehr offen für die Prüfung von Alternativen zu US-Waffensystemen ist. Zudem sind israelische Raketen modern und hochpräzise; sie weisen Reichweiten von 90 bis 430 Kilometern und eine Treffgenauigkeit (CEP) von unter 10 Metern auf. Es ist durchaus denkbar, dass solche Raketen bald auch in die Landstreitkräfte der Bundeswehr integriert werden.

Gleichzeitig bereitet Deutschland die Produktion von ATACMS-Raketen in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Unternehmen Lockheed Martin vor. Rheinmetall rechnet mit dem ersten Auftrag Ende 2026 oder Anfang 2027. Eine entsprechende Absichtserklärung zur Produktionsaufnahme im Werk Unterlüss wurde bereits unterzeichnet. Dies wäre die erste Produktion von ATACMS-Raketen außerhalb der USA. Der Produktionsstart ist für 2028/2029 geplant. Die europäische Nachfrage wird auf 600 bis 800 Einheiten geschätzt.
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Reichweiten verschiedener RaketensystemeRT Berlin zeigt zudem Interesse an den türkischen Raketenprogrammen. Berichten zufolge ist Deutschland an türkischen Hyperschallprojekten und insbesondere an der Langstreckenrakete Yıldırımhan mit einer Reichweite von bis zu 6.000 Kilometern interessiert. Für die Türkei ist Deutschland als Kunde eine verlockende Aussicht, und Präsident Recep Tayyip Erdoğan sowie türkische Unternehmen wären bestrebt, einen solchen Auftrag zu erhalten.

Doch warum zeigt Deutschland ein solches Interesse an Raketen? Und hegt ein Teil des Berliner Establishments hinter der Fassade der nuklearen Zusammenarbeit mit Großbritannien nukleare Ambitionen? Ideen, den US-Nuklearschirm angesichts einer wahrgenommenen "Bedrohung aus dem Osten" zu ersetzen, sind nach wie vor populär; und Rüstungsunternehmen sowie Kriegsbefürworter begrüßen diese Initiativen. Doch was geschieht, wenn die Finanzierung ausbleibt? Oder schlimmer noch – wenn diese "Tschechowsche Waffe" im "nächsten Akt" abgefeuert wird?

Übersetzt aus dem Englischen.

Dmitri Kornew (bekannter unter der englischen Transliteration "Dmitry Kornev") ist ein russischer Militärexperte, Gründer und Autor des Projekts "MilitaryRussia".

Mehr zum Thema - "Machtlose Generäle": Geheimer Ukraine-Plan fällt Merz auf die Füße

https://de-rt.com/inland/293424-deutschland-kauft-jede-rakete-es/
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Egon Bahr: Der Mann hinter dem "Wandel durch Annäherung"

Als Roger Köppel bei Wladimir Putin zu Gast war, fiel im Gespräch auch der Name Egon Bahr. Bahr war einer der wichtigsten Architekten der deutschen Ostpolitik unter Willy Brandt.

Egon Bahr war der Mann hinter der Ostpolitik von Willy Brandt. Der SPD-Politiker war kein Kanzler, kein Außenminister und auch kein großer Redner. Sein Einfluss lag vor allem in der Entwicklung einer politischen Linie, die später als "Wandel durch Annäherung" bekannt wurde.

1963 formulierte Bahr in einer Rede in Tutzing diesen Gedanken. Die Idee war nicht, die Sowjetunion zu lieben oder ihre Politik gutzuheißen. Bahr ging von einer nüchternen Tatsache aus. Die Sowjetunion war die entscheidende Macht im Osten Europas. Wer die deutsche Teilung überwinden wollte, konnte nicht an Moskau vorbei.

Für Bahr bedeutete das, zu reden, zu verhandeln, Kontakte zu schaffen und Schritt für Schritt die Spannungen abzubauen. Die Hoffnung war, dass sich die Verhältnisse im Osten langfristig verändern würden, wenn der Westen den direkten Druck verringerte und gleichzeitig seine politischen und wirtschaftlichen Verbindungen stärkte.

Das war alles andere als selbstverständlich. Nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 war die deutsche Teilung Realität. Die bisherige Politik hatte daran wenig geändert. Bahr und Brandt zogen daraus eine einfache Schlussfolgerung: Die deutsche Frage würde nicht gegen die Sowjetunion gelöst werden können, sondern nur mit ihr.

Internationales Forum "Für eine atomwaffenfreie Welt, für das Überleben der Menschheit" in Moskau, 14.–16. Februar 1987. Links der sowjetische Akademiker Jewgeni Primakow, daneben Egon Bahr.Juri Abramotschkin / Sputnik Als Brandt 1969 Bundeskanzler wurde, konnte Bahr seine Vorstellungen in konkrete Politik umsetzen. Er wurde Staatssekretär im Bundeskanzleramt und führte wichtige Verhandlungen mit Moskau und Ost-Berlin. 1970 wurde der Moskauer Vertrag unterzeichnet, 1972 folgte die Unterzeichnung des Grundlagenvertrags zwischen der Bundesrepublik und der DDR.

Dabei ging es nicht darum, den Kommunismus plötzlich für akzeptabel zu erklären. Bahr wollte zunächst den bestehenden Zustand anerkennen, um ihn später verändern zu können. Genau darin lag der Kern seiner Politik. Erst die Realität akzeptieren, dann versuchen, sie zu verändern.

Die Ostpolitik war damals heftig umstritten. Gegner warfen Brandt und Bahr vor, gegenüber Moskau zu viele Zugeständnisse zu machen. Auch innerhalb der SPD gab es Widerstand gegen Bahrs Konzept. Herbert Wehner soll die Formel "Wandel durch Annäherung" privat sogar als "Bahrer Unsinn" bezeichnet haben.

Trotz der politischen Konflikte wurde die Ostpolitik zu einem festen Bestandteil der deutschen Außenpolitik. Sie schuf neue Gesprächskanäle, erleichterte Kontakte zwischen Menschen in Ost und West und führte zu Verträgen, die den Umgang der beiden deutschen Staaten miteinander veränderten.

Ob die spätere deutsche Einheit ohne diese Politik möglich gewesen wäre, lässt sich nicht beweisen. Sicher ist aber, dass Bahr und Brandt einen Kurs einschlugen, der über Jahre auf Entspannung und Kontakte setzte.

Dass Wladimir Putin Jahrzehnte später im Gespräch mit Roger Köppel auf Egon Bahr zu sprechen kommt, ist deshalb mehr als eine historische Referenz.

Im Kern geht es um einen Grundkonflikt der deutschen Ostpolitik, der bis heute fortwirkt: politische Veränderungen gegenüber Russland durch Distanz und Druck herbeizuführen oder auf direkten Dialog und Annäherung zu setzen.

Bahrs "Wandel durch Annäherung" ist damit keine Blaupause für die Gegenwart. Das Konzept bleibt jedoch ein politischer Bezugspunkt, an dem sich der deutsche Umgang mit Russland bis heute messen lässt.

Mehr zum Thema – Anti-Tagi: Wenn der Blick aus einem Neo-Nazi und Antisemiten einen Kriegshelden macht

https://de-rt.com/inland/293681-egon-bahr-mann-hinter-wandel/
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Forwarded from Dirk Dietrich
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Und Benny Johnson schreibt:

Was wir jetzt gerade in Brasilien erleben, ist der größte politische Bumerang-Effekt in der modernen politischen Geschichte.

Kommunistische Tyrannen machten Jagd auf Brasiliens Trump, Jair Bolsonaro. Er überlebte einen Attentatsversuch. Sie haben ihm verboten, für das Präsidentenamt zu kandidieren.
Dann haben sie ihn ins Gefängnis geworfen. Sie warfen ihm vor, einen Putschversuch unternommen zu haben, nachdem sie seine Wahl gestohlen haben, genau wie sie es bei Trump taten. Jair Bolsonaro verbüßt derzeit eine 27-jährige Gefängnisstrafe.

Die Reaktion: Seine Frau gewann einen Senatssitz. Sein Sohn Carlos gewann einen Senatssitz. Sein Sohn Renan gewann einen Sitz im Kongress. Und jetzt gewinnt sein Sohn Flávio die 1. Runde der Präsidentschaftswahl gegen Lula. Flavio könnte den Tyrannen stürzen, der ihn ins Gefängnis geworfen hat.

Die Verfolgung Bolsonaros hat sich in eine politische Vergeltung gegen jene verkehrt, die die Regierung gegen den Willen des Volkes als Waffe eingesetzt haben. Man mag versuchen, einen Mann zum Schweigen zu bringen, aber man kann eine Bewegung nicht zum Schweigen bringen.

https://x.com/bennyjohnson/status/2106904077556945021

Übersetzung: Dirk Dietrich https://t.me/DDDDoffiziell 🔥 Für Kommentare und Wertschätzung meiner Arbeit siehe oben die Kanalbeschreibung 🔥
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Hier die vorgeschlagene kollektive Anmerkung:

„BTpräsidenten:

Karl Carstens (CDU, NSDAP ab ca. 1937/40), 1976–1979.

Richard Stücklen (CSU, NSDAP 1939–45), 1979–1983.

LTpräsidenten

Carl Neinhaus (NSDAP ab 1933), 1952–1960.

Franz Gurk (NSDAP ab 1941), 1960–1968.

Camill Wurz (NSDAP ab 1937), 1968–1976.
Etc.

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_1945_politisch_t%C3%A4tig_waren

t.me/Rosenbusch
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“Besonders brisant ist der Fall Hamburg. Von 423 Beschäftigten im dortigen Migrationsamt, das auch für Einbürgerungen zuständig ist, sind 13 EU-Ausländer und 24 Drittstaatsangehörige. 14 dieser Drittstaatsangehörigen verfügen lediglich über einen befristeten Aufenthaltstitel. Einschränkungen bei aufenthaltsrechtlichen Entscheidungen gibt es hier nicht. „Alle Sachbearbeitungen im Amt für Migration haben die Befugnis, im Rahmen der ihnen übertragenen Aufgaben Entscheidungen zu treffen und diese zu zeichnen“, teilte die Stadt mit.”

https://apollo-news.net/auslaender-entscheiden-ueber-aufenthaltsrecht-bis-zu-20-prozent-der-behoerden-mitarbeiter-ohne-deutschen-pass/

t.me/Rosenbusch
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🎙 Aus der Rede des Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin auf der Plenarsitzung der 23. Konferenz des Internationalen Waldai-Diskussionsklubs (1. Oktober 2026)
 
💬 Wir alle tragen Verantwortung für den Planeten als Ganzes, vor allem aber für unser eigenes Zuhause und dessen unmittelbares Umfeld. Unser Zuhause im erweiterten Sinne ist Eurasien – ein riesiger Raum, das Zentrum und der Schauplatz eines Großteils der wichtigsten Prozesse, die sich in der Welt vollziehen. Davon, wie es uns gelingt, Eurasien zu gestalten, hängt auch auf der großen internationalen Bühne vieles ab.
 
💬 Unter den Bedingungen wachsender globaler Instabilität gewinnt die von Russland seinerzeit vorgeschlagene Idee einer Großen eurasischen Partnerschaft besondere Bedeutung. Militärisch-politische Konfrontationen untergraben die Vernetzung der Welt, Produktions-, Transport- und Logistikketten sowie etablierte Handels- und Kommunikationswege geraten unter Druck. Aufgabe und Verantwortung der eurasischen Staaten ist es, unseren gemeinsamen Raum möglichst wirksam vor globalen Risiken und destruktiven Prozessen zu schützen und die sich eröffnenden technologischen und sonstigen Möglichkeiten zu nutzen, um die eurasische Zusammenarbeit qualitativ auszubauen und die Vernetzung dieses riesigen Gebietes zu stärken.
 
💬 Ich möchte außerdem darauf hinweisen, dass die in Eurasien vertretenen kulturell-zivilisatorischen Gemeinschaften über viele, viele Jahrhunderte hinweg selbst in den schwierigsten historischen Epochen Erfahrungen darin gesammelt haben, Wege des Zusammenwirkens zu finden. Eurasien ist in der Lage, zu einem Modell für die internationale Zusammenarbeit unter den Bedingungen kultureller, konzeptioneller und interessenbezogener Vielfalt zu werden, bei der Unterschiede nicht zum Hindernis, sondern zu einem Vorteil beim Aufbau einer stabilen und ausgewogenen Partnerschaft werden.
 
💬 In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Initiative Aufmerksamkeit lenken, die wir gemeinsam mit unseren belarussischen Freunden zur Ausarbeitung einer Eurasischen Charta der Multipolarität und Vielfalt im 21. Jahrhundert vorgelegt haben. In der vergangenen Woche wurde bei einem Treffen der Außenminister Russlands, Belarus, Kasachstans, Kirgisistans und weiterer unserer Partner am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen die praktische Arbeit an diesem grundlegenden Dokument aufgenommen.
 
💬 Der besondere Wert Eurasiens liegt vor allem darin, dass es in vielerlei Hinsicht autark ist und in der Lage ist, sämtliche Probleme eigenständig zu lösen. Das Einzige, was diese weitreichende Gemeinschaft von Nationen benötigt, sind unteilbare Sicherheit, das Fehlen militärischer Bedrohungen und ein dauerhafter Frieden.
 
🔗 Quelle
 
@RusBotschaft
 
#Russland #Eurasien
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Die Diskrepanz zwischen dem Treiben der Eliten und dem Alltag der Bürger war selten so groß wie heute.

Mal angenommen, wir hätte eine echte Demokratie und Bürger, nicht Politiker, würden politische Prioritäten setzen.

Stände dann der Wunsch, das Wetter weltweit zu ändern, ganz oben auf der Liste?

Gefolgt von dem Wunsch, sich in einen Krieg zwischen Ex-Staaten der Sowjetunion hineinziehen zu lassen?

Und Nummer 3 auf der Wunschliste wäre die Aufnahme und Ansiedlung von jungen Männern aus Bürgerkriegszonen im Mittleren Osten?

Und dann folgte der Wunsch, marginalisierte sexuelle Orientierungen in alltäglichen Wörtern mit Hilfe von Bindestrichen, Sternchen und Endungen mehr Sichtbarkeit zu verschaffen?

Ach ja, und für Sendeanstalten Zwangsbeiträge zu bezahlen, die für jede dieser Fragen die richtigen Antworten vorgeben und die Bevölkerung nach deren Haltung dazu auf dem Niveau von Kleinkindern in Gut und Böse einteilen?

https://x.com/KI_Agent/status/2108426596570874277
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In Berlin lebender US-Satiriker CJ Hopkins: Deutschland ist ein modernes Drittes Reich

Der US-amerikanische Dramatiker und Schriftsteller C. J. Hopkins war zu Gast bei Tucker Carlson und berichtete von seinem Leben in Berlin während der Coronakrise und der Zeit danach. Er erinnerte daran, wie im Jahr 2020 in der Bundesrepublik das sogenannte "Infektionsschutzgesetz" verabschiedet wurde, wodurch rasch alle freiheitseinschränkenden Maßnahmen eintraten. Er verglich dies mit dem Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten von 1933 und führte aus, dass in beiden Fällen "ein Ausnahmezustand ausgerufen wurde, um die Verfassung außer Kraft zu setzen und per Dekret zu regieren".

Im Jahr 2022 veröffentlichte der Autor zudem ein regierungskritisches Buch mit dem Titel "The Rise of the New Normal Reich" ("Der Aufstieg des neuen Normalen Reichs"), in dem er das Deutschland der Coronakrise mit dem Dritten Reich vergleicht. Die juristischen Folgen davon trägt er bis heute.

Im November 2025 wurde bei ihm daheim im Morgengrauen eine Razzia durchgeführt. "Sie kamen mit einem Durchsuchungsbefehl herein, terrorisierten meine Frau und unsere Katzen und beschlagnahmten meinen Computer", schilderte er. Die Behörden wollten Beweise finden, dass er sein Buch trotz Verbot veröffentlicht oder anderweitig vertrieben hat.

Mehr auf unserer Webseite: https://de-rt.com/

https://odysee.com/In-Berlin-lebender-US-Satiriker-CJ-Hopkins-Deutschland-ist-ein-modernes-Drittes-Reich:c53d705ac479d0970ba88e5a103380f3c14e3d98
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Die USA verlieren ein zentrales Machtinstrument

Von Alexander Jakowenko

Im System der bipolaren Konfrontation des Kalten Krieges war alles eindeutig: Damals ging man davon aus, dass die Sowjetunion kein Land angreifen würde, auf dessen Territorium sich US-Militärstützpunkte befanden, da sie dadurch direkt oder indirekt in einen Konflikt mit den USA hineingezogen worden wäre. Die USA hätten dabei nicht die Rolle eines unbeteiligten Beobachters spielen können, da sonst ihre Autorität gelitten hätte und das Vertrauen in ihre Sicherheitsgarantien gegenüber den Verbündeten untergraben worden wäre. Diese Vorstellung wirkte bis in die jüngste Zeit fort – offenbar auch auf der Ebene der strategischen Planung –, weil sie im qualitativ neuen geopolitischen Umfeld, das sich in den vergangenen 30 Jahren herausgebildet hatte, nie auf die Probe gestellt und an der Realität überprüft worden war. Zentrale Prämissen waren dabei der Ausschluss der bloßen Möglichkeit, Kampfhandlungen gegen einen Gegner zu führen, der über vergleichbare militärische Stärke und technologische Leistungsfähigkeit verfügt, sowie die Annahme, dass jeder andere Konflikt den etablierten Vorstellungen des US-Militärs entsprechen würde.

All dies brach zusammen – wenn auch nicht von einem Tag auf den anderen, so doch im Zuge der militärischen Sonderoperation in der Ukraine, die die USA und der Westen insgesamt selbst provoziert hatten, da sie sich als unfähig erwiesen hatten, die Lage, das Potenzial Russlands und ihre eigenen Kräfte nüchtern einzuschätzen. Ähnlich verhielt es sich beim Konflikt mit Iran, den sie ebenfalls selbst initiiert und bei dem sie sich nicht weniger katastrophal verkalkuliert haben, obwohl die Erfahrungen aus dem zwölftägigen Schlagabtausch im Juni 2025 einen Eindruck davon vermittelt hatten, was die USA und Israel im Falle eines umfassenden Krieges erwarten würde – doch sie beschlossen, diesen unangenehmen Umstand zu ignorieren. Und genau hier zeigte sich in ihrer ganzen Tragweite die neue Qualität der US-Militärpräsenz in der Region. In Teheran ging nach der Ermordung iranischer politischer und militärischer Führer, die offenbar zu Verhandlungen bereit gewesen waren, die Führung des Landes an die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) und deren Veteranen über. Daraufhin begann Iran, US-Stützpunkte in der Region anzugreifen – und zugleich die Energieinfrastruktur benachbarter arabischer Staaten, die sich mit der US-Militärpräsenz auf ihrem Territorium einverstanden erklärt hatten und dadurch in den ausgebrochenen Konflikt hineingezogen wurden.

Die USA gingen verständlicherweise davon aus, dass die bisherigen Umstände unverändert bleiben würden. Doch diese hatten sich unter den Bedingungen des Iran aufgezwungenen existenziellen Konflikts grundlegend verändert – eines Konflikts, der das Land nicht nur wieder an den Islam erinnerte, sondern auch an seine fünftausendjährige Zivilisation, die das Römische Reich und zahlreiche andere europäische Reiche überdauert hatte. Den Höhepunkt der Niederlage der USA bildete die Kontrolle Irans über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, die für die globale Energieversorgung und damit für die gesamte Weltwirtschaft von entscheidender Bedeutung ist. Ohne es zu ahnen, spielten die USA diesen Trumpf ihren vermeintlich erbitterten Gegnern selbst in die Hände.
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Es stellte sich im Laufe der Zeit heraus, dass die USA – und mit ihnen der Westen insgesamt – unter einem gravierenden Mangel an Munition und modernen Waffensystemen leiden, da man sich dort keineswegs auf einen langwierigen Konflikt auf Augenhöhe vorbereitet hatte. Beide Konflikte zeigten auch eine Veränderung der Kriegsführung selbst, bei der nicht nur Militärstützpunkte, sondern auch die bisher üblichen Waffensysteme keine besondere Rolle mehr spielen. So mussten beispielsweise Trägerkampfgruppen wegen der begrenzten Reichweite ihrer trägergestützten Kampfflugzeuge – und der daraus resultierenden Notwendigkeit von Tankflugzeugen, die für selbst einfache Luftabwehrsysteme ein leichtes Ziel darstellen – weiter von der Küste zurückgezogen, damit sie nicht unter Beschuss durch iranische ballistische Raketen gerieten. Doch der Einsatz von Drohnen – die vergleichsweise kostengünstig und in großer Zahl verfügbar sind – löste eine echte Revolution in der Kriegsführung aus.

Im Gegensatz zu den USA bewiesen die russischen Streitkräfte ihre außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit an diese Veränderungen und stellten sich der Herausforderung. Mehr noch: Wie selbst westliche Militärbeobachter einräumen, setzen sie inzwischen hohe Standards für die kontinuierliche Ausbildung der Truppen entsprechend den sich ändernden Bedingungen der Kampfhandlungen (bis hin zum Training von Einheiten, die zur Erholung in den nahen rückwärtigen Raum verlegt werden). Bismarck zufolge gewann der "preußische Lehrer" den Krieg gegen Österreich; bei uns gewinnt ihn das gesamte System der Kriegsführung, einschließlich der militärischen Ausbilder – Veteranen der militärischen Sonderoperation in der Ukraine. Man kann sagen, wir gewinnen den modernen Weltkrieg auf dem auf das Gebiet der Ukraine begrenzten Kriegsschauplatz und schaffen gleichzeitig einen mächtigen Abschreckungsfaktor auf der Ebene konventioneller Waffen.

Die Logik dieser Trends lässt Rückschlüsse auf die Lage auf dem europäischen Kriegsschauplatz und innerhalb der NATO zu. Im Rahmen des vor Kurzem in Brüssel vom Chefstrategen des Pentagon Elbridge Colby vorgestellten US-Projekts "NATO 3.0" ist vorgesehen, den Europäern die volle Verantwortung für ihre eigene Sicherheit im Hinblick auf Bedrohungen durch konventionelle Waffen zu übertragen. Dementsprechend wird die US-Militärpräsenz auf dem Kontinent reduziert werden. Mit anderen Worten: Die USA nehmen sich selbst aus der europäischen "Sicherheitsgleichung" heraus und erkennen damit faktisch an, dass die Europäer sich nicht auf Artikel 5 des Washingtoner Vertrags berufen können, selbst wenn sie einen direkten Konflikt mit Russland provozieren sollten.

Die weitere Entwicklung wird zeigen, inwieweit man in Washington all diese Lehren tatsächlich gezogen hat. Es ist jedoch bereits offensichtlich, dass die USA nicht wollen, dass ihre Militärstützpunkte in Europa sie zu Geiseln eines etwaigen Konflikts auf dem europäischen Kontinent machen. Insbesondere wenn sie selbst beginnen, "größere Schritte" zu unternehmen, in der Hoffnung, eine Führungsrolle beim Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) für militärische Zwecke einzunehmen, und behaupten, über das Potenzial zur "Kontrolle des Weltraums" zu verfügen. Letzteres wird als Beginn eines Wettrüstens im Weltraum wahrgenommen. Doch weder dort noch im Bereich der KI wird Europa als aktiver Akteur wahrgenommen. Vermutlich auch deshalb werden die Verbündeten zunehmend als strategischer Ballast betrachtet. Russland schaden dürfen sie zwar, solange sie dazu in der Lage sind – allerdings auf eigene Gefahr und eigenes Risiko. Vervollständigt wird das Gesamtbild durch die europäische Fronde, die versucht, den USA Kanada in der westlichen Hemisphäre "wegzuschnappen". Für die USA wird Europa auch dadurch problematisch, dass es einen bedeutenden Absatzmarkt für China darstellt. Und das ist bereits eine Frage der großen US-Geopolitik.
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Die offensichtliche Krise des veralteten Systems der Machtprojektion vom Territorium fremder Staaten aus deutet darauf hin, dass es an der Zeit ist, über Alternativen nachzudenken – vor allem über regionale Lösungen für regionale Probleme, sei es in Europa, Eurasien oder im Nahen Osten. Versuche, die bestehende Ordnung durch die Aufrüstung Verbündeter – beispielsweise Japans, damit dieses "Taiwan verteidigt" – aufrechtzuerhalten, werden weder verlässliche Antworten noch langfristige Lösungen bieten. Vielmehr ist erforderlich, den Rahmen der Lösungssuche durch multilaterale Formate zu erweitern. Solche Möglichkeiten bietet die russische Idee der eurasischen Sicherheitsarchitektur, über die der russische Präsident Wladimir Putin kürzlich auf dem Waldai-Forum sprach. Dabei geht es nicht darum, das Problem "unter den Teppich zu kehren", sondern im Gegenteil darum, alle beteiligten Akteure in die Lösung einzubeziehen und dabei ideologische sowie sonstige Vorurteile beiseite zu lassen. Anderenfalls führt dies zu einer Abfolge von Krisen, von denen jede weitaus schwerwiegendere Folgen haben wird als die vorherige.

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 8. Oktober 2026 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.

Alexander Jakowenko ist ein russischer Jurist und Diplomat. Von 2011 bis 2019 war er Botschafter Russlands im Vereinigten Königreich, seit 2024 ist er Rektor der Diplomatischen Akademie des Außenministeriums Russlands.

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