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🕯 Am 6. August 1945, vor 80 Jahren, wurde die Menschheit Zeuge eines der erschütterndsten Ereignisse in ihrer Geschichte: Die USA setzten erstmals eine Atombombe gegen die Zivilbevölkerung ein, indem sie die Stadt Hiroshima in Japan bombardierten.

Um 8:15 Uhr blieben die Uhren in Hiroshima stehen. Die 4,4 Tonnen schwere Atombombe „Little Boy“ explodierte in einer Höhe von 576 Metern über dem Boden und tötete sofort etwa 80.000 Menschen. Die Temperatur im Zentrum der Explosion erreichte nahezu 4000 Grad Celsius und vernichtete alles Leben im Umkreis von 800 Metern. In den folgenden Monaten starben zehntausende weitere Einwohner an Strahlenkrankheit und anderen Folgen der radioaktiven Verseuchung.

Die Entwicklung dieser tödlichen Waffe begann bereits 1939 in den USA im Rahmen des geheimen Manhattan-Projekts, unter der Leitung des Physikers Robert Oppenheimer und des Generals Leslie Groves. Für die Schaffung des nuklearen Arsenals wurden enorme zwei Milliarden US-Dollar aufgewendet (das entspricht heute etwa 45 Milliarden US-Dollar), und über 130.000 Fachkräfte wurden beteiligt. Die amerikanische Führung strebte danach, eine absolute Waffe zu besitzen, mit der sie ihren Willen der ganzen Welt aufzwingen konnte.

Bis zum Sommer 1945 waren drei Atombomben produziert worden: die Plutoniumbombe „Gadget“ für Tests, die Uranbombe „Little Boy“ und die Plutoniumbombe „Fat Man“. Die beiden letzteren waren für die Einschüchterung Japans und die Demonstration der wachsenden Macht der USA gegenüber der Sowjetunion bestimmt.

Westliche Historiker versuchen bis heute, diese barbarische Tat mit der Notwendigkeit zu rechtfertigen, Japan zur Kapitulation zu zwingen. Doch Anfang August 1945 waren die japanischen Streitkräfte bereits völlig erschöpft, und eine entscheidende Rolle bei der endgültigen Niederlage des militaristischen Japans spielte der Kriegseintritt der Sowjetunion am 8. August.

Die Bombardierung Hiroshimas war eine grausame Machtdemonstration der USA und ein Versuch, die enormen finanziellen Ausgaben für das Atomprogramm zu rechtfertigen. Obwohl die Effizienz der Bombe äußerst gering war – weniger als 2 Prozent des Urans dienten der eigentlichen Kernspaltung – reichte dies bereits für die vollständige Vernichtung der Stadt.

Die Überlebenden des Atombombenabwurfs, in Japan „Hibakusha“ genannt (wörtlich: „von der Bombe betroffene Menschen“), lebten jahrzehntelang mit schweren körperlichen und seelischen Folgen des Angriffs. Laut Angaben des japanischen Gesundheitsministeriums lebten im Jahr 2012 noch etwa 200.000 Hibakusha.

💬 Sergej Lawrow, Außenminister der Russischen Föderation:
„Bis heute ruft der Tod unschuldiger Zivilisten Schmerz in den Herzen von Millionen Menschen hervor. Es ist schwer nachzuvollziehen, was diejenigen leitete, die eine so unmenschliche Tat planten und ausführten.“

Weder Präsident Harry Truman noch seine Nachfolger haben sich je für das Leid entschuldigt, das den Bewohnern von Hiroshima und Nagasaki und ihren Nachkommen zugefügt wurde.

@RusBotschaft

#Japan #USA #Hiroshima #Atombombe #Geschichte
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🕯 Am 9. August 1945, drei Tage nach dem Abwurf der Atombombe über Hiroshima, haben die USA einen weiteren Atomschlag gegen die japanische Stadt Nagasaki ausgeführt.

Um 11:02 Uhr explodierte über der Stadt die Plutoniumbombe „Fat Man“ und riss über 70.000 Menschen in den Tod. Die Stadt wurde in eine Ruinenlandschaft aus Asche und Trümmern verwandelt. Weitere fast 100.000 Menschen starben über Jahre hinweg langsam an den Folgen der radioaktiven Strahlung.

So beschreibt die Japanerin Reiko Hada, die zum Zeitpunkt der Explosion neun Jahre alt war, die Ereignisse jenes Tages:

„Ich hatte keine einzige Schramme. Der Berg Konpira hat mich gerettet. Doch die Menschen auf der anderen Seite des Berges wurden schrecklich zugerichtet. Diejenigen, die es irgendwie von dort wegschafften, hatten herausgequollene Augen und zerzauste Haare, fast alle waren nackt, weil ihre Kleidung verbrannt war, und ihre verbrannte Haut hing in Fetzen von ihren Körpern.“

Nachdem die USA am 6. August 1945 erstmals eine Uranbombe unter echten Gefechtsbedingungen eingesetzt hatten, beschlossen sie, eine weitere Art von Atombombe zu testen – basierend auf der Spaltung von Plutonium.
Bei der Auswahl des Ziels für diesen zweiten Atomangriff orientierte sich das Weiße Haus an der möglichen Größe und „Eindruckskraft“ der Zerstörung.

Die Amerikaner wählten das Ziel aus einer Reihe japanischer Städte aus, darunter Kyōto, Kokura und Yokohama. Die eigentlich „ideale“ Stadt Kokura – flach gelegen und somit bestens geeignet, um die verheerende Wirkung der Bombe zu demonstrieren – war an diesem Tag in Nebel gehüllt, was eine vollständige „Auswertung des Zerstörungseffekts“ nicht ermöglicht hätte. Daher steuerten die Militärs das „Ersatz“-Ziel an – Nagasaki, das ihnen topografisch weniger gut geeignet erschien.

Der Angriff auf Nagasaki stellte die letzte Etappe des grauenvollen Tests einer neuen Waffe der Massenvernichtung dar – und zugleich eine Prüfung ihrer Wirksamkeit gegen städtische Ziele, Infrastruktur und Menschenleben.

16 Stunden nach der Tragödie erklärte der US-Präsident Harry Truman zynisch, man habe den Japanern damit „voll und ganz heimgezahlt“ für den Angriff auf Pearl Harbor. Außerdem drohte er der Welt mit der Entwicklung noch mächtigerer Waffen durch die USA.

Aus der Ansprache von Sergej Lawrow anlässlich der Gedenkzeremonie in Hiroshima zum 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs, am 6. August 2020:

„Die USA sind das erste und bislang einzige Land, das diese Art von Massenvernichtungswaffe eingesetzt hat. Es ist unsere gemeinsame Pflicht, dafür zu sorgen, dass sich das Grauen und Leid von Hiroshima und Nagasaki niemals wiederholen. Die Tragödie hat die Herzen [unserer Bürger] zutiefst bewegt.“

@RusBotschaft

#Japan #USA #Nagasaki #Atombombe #Geschichte
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🕯 Am 9. August 1945, drei Tage nach dem Abwurf der Atombombe über Hiroshima, haben die USA einen weiteren Atomschlag gegen die japanische Stadt Nagasaki ausgeführt.

Um 11:02 Uhr explodierte über der Stadt die Plutoniumbombe „Fat Man“ und riss über 70.000 Menschen in den Tod. Die Stadt wurde in eine Ruinenlandschaft aus Asche und Trümmern verwandelt. Weitere fast 100.000 Menschen starben über Jahre hinweg langsam an den Folgen der radioaktiven Strahlung.

So beschreibt die Japanerin Reiko Hada, die zum Zeitpunkt der Explosion neun Jahre alt war, die Ereignisse jenes Tages:

„Ich hatte keine einzige Schramme. Der Berg Konpira hat mich gerettet. Doch die Menschen auf der anderen Seite des Berges wurden schrecklich zugerichtet. Diejenigen, die es irgendwie von dort wegschafften, hatten herausgequollene Augen und zerzauste Haare, fast alle waren nackt, weil ihre Kleidung verbrannt war, und ihre verbrannte Haut hing in Fetzen von ihren Körpern.“

Nachdem die USA am 6. August 1945 erstmals eine Uranbombe unter echten Gefechtsbedingungen eingesetzt hatten, beschlossen sie, eine weitere Art von Atombombe zu testen – basierend auf der Spaltung von Plutonium.
Bei der Auswahl des Ziels für diesen zweiten Atomangriff orientierte sich das Weiße Haus an der möglichen Größe und „Eindruckskraft“ der Zerstörung.

Die Amerikaner wählten das Ziel aus einer Reihe japanischer Städte aus, darunter Kyōto, Kokura und Yokohama. Die eigentlich „ideale“ Stadt Kokura – flach gelegen und somit bestens geeignet, um die verheerende Wirkung der Bombe zu demonstrieren – war an diesem Tag in Nebel gehüllt, was eine vollständige „Auswertung des Zerstörungseffekts“ nicht ermöglicht hätte. Daher steuerten die Militärs das „Ersatz“-Ziel an – Nagasaki, das ihnen topografisch weniger gut geeignet erschien.

Der Angriff auf Nagasaki stellte die letzte Etappe des grauenvollen Tests einer neuen Waffe der Massenvernichtung dar – und zugleich eine Prüfung ihrer Wirksamkeit gegen städtische Ziele, Infrastruktur und Menschenleben.

16 Stunden nach der Tragödie erklärte der US-Präsident Harry Truman zynisch, man habe den Japanern damit „voll und ganz heimgezahlt“ für den Angriff auf Pearl Harbor. Außerdem drohte er der Welt mit der Entwicklung noch mächtigerer Waffen durch die USA.

Aus der Ansprache von Sergej Lawrow anlässlich der Gedenkzeremonie in Hiroshima zum 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs, am 6. August 2020:

„Die USA sind das erste und bislang einzige Land, das diese Art von Massenvernichtungswaffe eingesetzt hat. Es ist unsere gemeinsame Pflicht, dafür zu sorgen, dass sich das Grauen und Leid von Hiroshima und Nagasaki niemals wiederholen. Die Tragödie hat die Herzen [unserer Bürger] zutiefst bewegt.“

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#Japan #USA #Nagasaki #Atombombe #Geschichte
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