Forwarded from JahresKreisFeste ❄️ 🐝 ☀️ 🍁
Das Mädchen aus dem Apfelbaum
Zu allen Zeiten, in allen Ländern, haben auch die Märchenerzähler nach den Ursprüngen des Lebens in der Natur gefragt. Und sie haben Antworten gefunden, — überraschende, reizvolle Antworten, wie weithin unbekannte Märchen zeigen.
Teil 1
Auch die Apfelblüte hat ihr Geheimnis. Wenn ihr sie im Frühling seht, erinnert euch, daß es einmal einen jungen König gab, der ein großer Jäger war.
Wann immer er konnte, ritt er in seine Wälder und jagte von frühmorgens bis spät in die Nacht.
Einmal geschah es, daß sich der junge König bei der Jagd verirrte. Plötzlich befand er sich in einer unbekannten Gegend, weit und breit nichts als öde Wüste.
Der König war durstig, aber in der Wüste gab es weder Bach noch Quelle. Als ihm vor Durst die Kehle schon ganz trocken war, er blickte er vor sich einen Apfelbaum. Wer weiß, wie der dort hingekommen war!
An den Zweigen hingen drei Äpfel, halb rot, halb gelb, eine Freude, sie zu betrachten.
Der König lenkte sein Pferd zu dem Baum und pflückte einen der Äpfel.
Aber kaum hatte er ihn aufgeschnitten, da sprang aus dem Apfel ein wunderschönes Mädchen im bloßen Hemdchen und rief mit trauriger Stimme: „Wasser, bitte, gib mir Wasser!“
Der junge König, selbst durstig, hatte nichts, die Bitte zu erfüllen. Er schwieg und schaute das Mädchen wie verzaubert an, bis es auf einmal verschwand.
Ohne lange zu überlegen, griff der Jüngling nach dem zweiten Apfel, pflückte und zerteilte ihn.
Aber auch aus diesem Apfel sprang ein Mädchen, noch schöner als das erste und auch das bat um Wasser.
Der junge König, durstiger als zuvor, schaute es mitleid voll an und schwieg, bis das Mädchen wieder verschwand.
Nun pflückte der König den dritten Apfel, aber ihn aufzuschneiden, brachte er nicht übers Herz, denn er dachte an das Schicksal der beiden schönen Mädchen.
,Mit diesem Apfel ist es sicher nicht anders’, sagte er sich, und ritt los, um ein Bächlein oder eine Quelle zu suchen.
Sein treues Pferd trug ihn an einen breiten Fluß. Dort sprang der König aus dem Sattel, nahm den dritten Apfel und schnitt ihn auf; und ein Mädchen im bloßen Hemdchen, schöner als die beiden ersten zusammen, stand vor ihm und rief mit trauriger Stimme: „Wasser, bitte, gib mir Wasser!“
Der König beugte sich zum Fluß hinunter, schöpfte eine Handvoll Wasser und benetzte das Mädchen von Kopf bis Fuß. Das schüttelte sich und sagte froh: „Hab Dank, Herr, daß du mich gerettet hast. Jetzt gib mir noch deinen Mantel, damit ich hier nicht im bloßen Hemd stehen muß.“
Der König konnte sich an dem Mädchen gar nicht satt sehen.
„Gern geb ich dir meinen Mantel und alles, was ich besitze. Du mußt mir nur versprechen, daß du meine Frau wirst.“
Dem Apfelmädchen gefiel der König. „Gern will ich dich heiraten, wenn du es möchtest. Du darfst es dir aber nicht anders überlegen und dein Wort nicht zurücknehmen."
„Warum sollte ich mein Wort zurücknehmen?“ sagte der König und lachte.
„Warte hier auf mich, ich kehre bald zurück und hole dich in einer goldenen Kutsche.“
Dann trieb er sein Pferd an und ließ das Mädchen allein.
Daran tat er nicht gut, denn kaum war er hinter der Wegbiegung verschwunden, näherte sich dem Ufer eine häßliche Alte, die riß dem Mädchen mit der einen Hand des Königs Mantel herunter und stieß es mit der anderen in den Fluß.
Das Wasser war sogleich wieder glatt wie ein Spiegel. Am Ufer blieb die Alte zurück, die warf sich den Mantel um die Schultern und erwartete den Bräutigam.
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