Forwarded from Russisches Haus in Berlin
Alle, die sich für Geschichte interessieren, sind herzlich eingeladen, den Vortrag von Svetlana Woldt „Alexander Schmorell. Der Weg vom Widerstandskämpfer zum Heiligen“ zu besuchen!
🗣️ Svetlana Woldt wurde in Moskau geboren und studierte an der Moskauer Hochschule für Fremdsprachen. Seit 1992 lebt sie in München und ist seit vielen Jahren im russischen Kulturzentrum MIR e. V. tätig. Sie arbeitete an zahlreichen Kulturprojekten mit, darunter den Ausstellungen „Bayern: Land und Leute“ in Moskau und „Geschichte der Stadt Moskau“ in München. Seit 1998 ist sie offizielle Gästeführerin der Landeshauptstadt München und seit 2011 Vizepräsidentin des Kulturzentrums MIR e. V.
📜 Im Mittelpunkt des Vortrags steht die faszinierende und zugleich tragische Lebensgeschichte Alexanders Schmorells, eines jungen Mannes, der den Mut hatte, sich dem nationalsozialistischen Regime entgegenzustellen, und der später von der Russisch-Orthodoxen Kirche⛪️ heiliggesprochen wurde.
🗓️ Der Vortrag findet am 1. November um 16:00 Uhr in deutscher Sprache statt.
📲 Anmeldung
#vortrag #geschichte
🗣️ Svetlana Woldt wurde in Moskau geboren und studierte an der Moskauer Hochschule für Fremdsprachen. Seit 1992 lebt sie in München und ist seit vielen Jahren im russischen Kulturzentrum MIR e. V. tätig. Sie arbeitete an zahlreichen Kulturprojekten mit, darunter den Ausstellungen „Bayern: Land und Leute“ in Moskau und „Geschichte der Stadt Moskau“ in München. Seit 1998 ist sie offizielle Gästeführerin der Landeshauptstadt München und seit 2011 Vizepräsidentin des Kulturzentrums MIR e. V.
📜 Im Mittelpunkt des Vortrags steht die faszinierende und zugleich tragische Lebensgeschichte Alexanders Schmorells, eines jungen Mannes, der den Mut hatte, sich dem nationalsozialistischen Regime entgegenzustellen, und der später von der Russisch-Orthodoxen Kirche⛪️ heiliggesprochen wurde.
🗓️ Der Vortrag findet am 1. November um 16:00 Uhr in deutscher Sprache statt.
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#vortrag #geschichte
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🗣 Aus der Erklärung des russischen Außenministers Sergej Lawrow auf der Plenarsitzung der 3. Minsker Internationalen Konferenz zu eurasischer Sicherheit, Minsk, 28. Oktober 2025
💬 Die Tatsache, dass Eurasien heute das geopolitische Zentrum der entstehenden multipolaren Welt ist, dürfte für alle offensichtlich sein. Die sich hier entfaltenden Prozesse haben den entscheidenden Einfluss auf die Zukunft der internationalen Beziehungen. Dabei geht es vor allem um die gleichzeitige Stärkung mehrerer unabhängiger zivilisatorischer Zentren auf dem eurasischen Kontinent, die die globale Mehrheit darstellen. Der russische Präsident Wladimir Putin hat in seinen Reden wiederholt hervorgehoben, dass gerade sie heute in den globalen Angelegenheiten den Ton angibt.
💬 Wir beobachten, dass die überwiegende Mehrheit der NATO- und EU-Staaten den Fakt nicht akzeptieren wollen, dass die Herrschaft des Westens zu Ende ist und eine neue historische Etappe angefangen hat. Darin liegt ihr grundlegender Unterschied zu Russland, unseren Partnern in der GUS, zu China, Indien, dem Iran, Nordkorea sowie zu all jenen Staaten Eurasiens, die davon überzeugt sind, dass die Garantie der Stabilität und des Wohlstands unseres Kontinents in der uneingeschränkten Achtung der Prinzipien der souveränen Gleichheit und der unteilbaren Sicherheit für alle und nicht nur für einige wenige Auserwählte besteht, die sich über dem Gesetz wähnen.
💬 Es ist nicht die Schuld Russlands und unserer Verbündeten, dass internationale Vereinbarungen im Bereich der Rüstungskontrolle in den letzten Jahren unterminiert und später begraben wurden. Die NATO-Erweiterung hält nicht auf trotz der Versprechen, die bereits der sowjetischen Führung gegeben wurden, dass die NATO sich nicht ein Zoll in östlicher Richtung ausdehnen wird. Dies passiert trotz der politischen Verpflichtungen im Rahmen der OSZE, eigene Sicherheit nicht auf Kosten der Sicherheit anderer zu stärken und keine regionale oder globale Dominanz anzustreben.
💬 Der geplante und gezielt herbeigeführte Konflikt in der Ukraine hat zum endgültigen Zusammenbruch des euroatlantischen Sicherheitsmodells geführt, das auf NATO, OSZE und der Europäischen Union beruhte. Die EU hat sich in den vergangenen acht Jahren zu einem euroatlantischen Bestandteil dieses Bündnisses entwickelt. Es sind die europäischen NATO-Mitgliedsstaaten, die den bewaffneten Konflikt in der Ukraine dadurch hinauszögern, dass sie das Kiewer Regime mit Waffen aufpumpen und es finanziell sowie politisch unterstützen.
💬 In Europa wird Russland haltlos vorgeworfen, dass es einen Angriff auf NATO- und EU-Länder plane. Die europäischen Anführer haben diesen Unsinn selbst erfunden, wiederholen ihn immer wieder und betrügen ihre Völker. Indem sie die antirussische Hysterie schüren, versuchen sie Moskau für ihre Fehler verantwortlich zu machen, darunter für die Versäumnisse bezüglich der Ukraine.
💬 Es stellt sich die Frage: Fühlen sich Europäer sicherer, wenn ihre Eliten den Krieg anheizen? Ich glaube, die Antwort ist offensichtlich. Wir haben mehrfach gesagt, dass wir keine Absicht haben, irgendeinen von den aktuellen NATO- und EU-Mitgliedsstaaten anzugreifen. Wir sind bereit, diese Position in den künftigen Sicherheitsgarantien für diesen Teil Eurasiens zu verankern.
💬 Es sei hervorgehoben, dass wir die Gestaltung einer gleichen und unteilbaren Sicherheit in Eurasien als einen objektiven historischen Prozess betrachten, der zur souveränen Entwicklung der Staaten beiträgt. Die Vereinbarung der gemeinsam akzeptablen Sicherheitsgarantien, darunter auch solche, die vor externen Bedrohungen schützen, die von außerhalb des eurasischen Kontinents ausgehen, wird es uns ermöglichen, den gemeinsamen Raum zu schaffen, der frei von Konflikten ist und die gegenseitig nutzbringende produktive Zusammenarbeit fördert.
🔗 Im Wortlaut lesen
@RusBotschaft
#Russland #Eurasien
💬 Die Tatsache, dass Eurasien heute das geopolitische Zentrum der entstehenden multipolaren Welt ist, dürfte für alle offensichtlich sein. Die sich hier entfaltenden Prozesse haben den entscheidenden Einfluss auf die Zukunft der internationalen Beziehungen. Dabei geht es vor allem um die gleichzeitige Stärkung mehrerer unabhängiger zivilisatorischer Zentren auf dem eurasischen Kontinent, die die globale Mehrheit darstellen. Der russische Präsident Wladimir Putin hat in seinen Reden wiederholt hervorgehoben, dass gerade sie heute in den globalen Angelegenheiten den Ton angibt.
💬 Wir beobachten, dass die überwiegende Mehrheit der NATO- und EU-Staaten den Fakt nicht akzeptieren wollen, dass die Herrschaft des Westens zu Ende ist und eine neue historische Etappe angefangen hat. Darin liegt ihr grundlegender Unterschied zu Russland, unseren Partnern in der GUS, zu China, Indien, dem Iran, Nordkorea sowie zu all jenen Staaten Eurasiens, die davon überzeugt sind, dass die Garantie der Stabilität und des Wohlstands unseres Kontinents in der uneingeschränkten Achtung der Prinzipien der souveränen Gleichheit und der unteilbaren Sicherheit für alle und nicht nur für einige wenige Auserwählte besteht, die sich über dem Gesetz wähnen.
💬 Es ist nicht die Schuld Russlands und unserer Verbündeten, dass internationale Vereinbarungen im Bereich der Rüstungskontrolle in den letzten Jahren unterminiert und später begraben wurden. Die NATO-Erweiterung hält nicht auf trotz der Versprechen, die bereits der sowjetischen Führung gegeben wurden, dass die NATO sich nicht ein Zoll in östlicher Richtung ausdehnen wird. Dies passiert trotz der politischen Verpflichtungen im Rahmen der OSZE, eigene Sicherheit nicht auf Kosten der Sicherheit anderer zu stärken und keine regionale oder globale Dominanz anzustreben.
💬 Der geplante und gezielt herbeigeführte Konflikt in der Ukraine hat zum endgültigen Zusammenbruch des euroatlantischen Sicherheitsmodells geführt, das auf NATO, OSZE und der Europäischen Union beruhte. Die EU hat sich in den vergangenen acht Jahren zu einem euroatlantischen Bestandteil dieses Bündnisses entwickelt. Es sind die europäischen NATO-Mitgliedsstaaten, die den bewaffneten Konflikt in der Ukraine dadurch hinauszögern, dass sie das Kiewer Regime mit Waffen aufpumpen und es finanziell sowie politisch unterstützen.
💬 In Europa wird Russland haltlos vorgeworfen, dass es einen Angriff auf NATO- und EU-Länder plane. Die europäischen Anführer haben diesen Unsinn selbst erfunden, wiederholen ihn immer wieder und betrügen ihre Völker. Indem sie die antirussische Hysterie schüren, versuchen sie Moskau für ihre Fehler verantwortlich zu machen, darunter für die Versäumnisse bezüglich der Ukraine.
💬 Es stellt sich die Frage: Fühlen sich Europäer sicherer, wenn ihre Eliten den Krieg anheizen? Ich glaube, die Antwort ist offensichtlich. Wir haben mehrfach gesagt, dass wir keine Absicht haben, irgendeinen von den aktuellen NATO- und EU-Mitgliedsstaaten anzugreifen. Wir sind bereit, diese Position in den künftigen Sicherheitsgarantien für diesen Teil Eurasiens zu verankern.
💬 Es sei hervorgehoben, dass wir die Gestaltung einer gleichen und unteilbaren Sicherheit in Eurasien als einen objektiven historischen Prozess betrachten, der zur souveränen Entwicklung der Staaten beiträgt. Die Vereinbarung der gemeinsam akzeptablen Sicherheitsgarantien, darunter auch solche, die vor externen Bedrohungen schützen, die von außerhalb des eurasischen Kontinents ausgehen, wird es uns ermöglichen, den gemeinsamen Raum zu schaffen, der frei von Konflikten ist und die gegenseitig nutzbringende produktive Zusammenarbeit fördert.
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@RusBotschaft
#Russland #Eurasien
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🇷🇺 Tag der Einheit des Volkes, der 4. November 🇷🇺
Die Tschuwaschen
Die Tschuwaschen sind ein turkstämmiges Volk Osteuropas. Sie bilden heute mit etwa 1,7 Millionen Zugehörigen eine Sondergruppe innerhalb der Turkvölker. Die Hälfte der Tschuwaschen lebt in der Republik Tschuwaschien, einer Teilrepublik der Russischen Föderation. Dort stellen sie 67,7 Prozent der 1,6 Millionen Einwohner. In anderen russischen Teilrepubliken und administrativen Gebieten der Mittleren Wolga und des Ural-Vorlandes sind sie eine Minderheit.
@RusBotschaft
📸 selyanka1
#einheitinvielfalt
Die Tschuwaschen
Die Tschuwaschen sind ein turkstämmiges Volk Osteuropas. Sie bilden heute mit etwa 1,7 Millionen Zugehörigen eine Sondergruppe innerhalb der Turkvölker. Die Hälfte der Tschuwaschen lebt in der Republik Tschuwaschien, einer Teilrepublik der Russischen Föderation. Dort stellen sie 67,7 Prozent der 1,6 Millionen Einwohner. In anderen russischen Teilrepubliken und administrativen Gebieten der Mittleren Wolga und des Ural-Vorlandes sind sie eine Minderheit.
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🗣 Aus der Erklärung des russischen Außenministers Sergej Lawrow auf der Plenarsitzung der 3. Minsker Internationalen Konferenz zu eurasischer Sicherheit, Minsk, 28. Oktober 2025
💬 Sicherheit bedeutet die Beilegung aller Konflikte auf dem Eurasischen Kontinent. Was unsere Vision der zukünftigen Strukturen eurasischer Sicherheit anbelangt, schließen wir kein Land und keinen Kontinent aus. Schon seit mehreren Jahren beteiligen sich Vertreter Ungarns und der Slowakei an dieser Konferenz, Serbien nahm daran 2024 teil. Wir sind dafür, dass die Türen für alle Staaten dieses Kontinents offen bleiben. Hauptsache ist, dass es sich um gerechte Zusammenarbeit auf Augenhöhe handelt, ohne jegliche Hintergedanken, einseitige Vorteile zu erzielen.
💬 Die NATO und die EU gestalten zum Beispiel ihre eigenen „Dialoge“, Kooperationsstrukturen mit den Staaten Zentralasiens, Transkaukasiens. Das Ziel dieser Kontakte für den Westen ist es heute nicht, eine für beide Seiten nutzbringende Zusammenarbeit zu fördern, sondern diese Staaten und Russland auseinanderzutreiben. Wir werden solche Tendenzen mit allen – mit diplomatischen, politischen und wirtschaftlichen – Mitteln selbstverständlich vereiteln. Wir wollen die Situation nicht zulassen, wo der gute Wille unserer Verbündeten und Gleichgesinnten in Zentralasien, im Südkaukasus, in anderen Regionen des europäischen Kontinents nicht zum Guten genutzt, sondern missbraucht wird und diese Länder zur Konfrontation mit Russland gezwungen werden. Das läuft ihren wirtschaftlichen und politischen Interessen absolut zuwider.
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💬 Sicherheit bedeutet die Beilegung aller Konflikte auf dem Eurasischen Kontinent. Was unsere Vision der zukünftigen Strukturen eurasischer Sicherheit anbelangt, schließen wir kein Land und keinen Kontinent aus. Schon seit mehreren Jahren beteiligen sich Vertreter Ungarns und der Slowakei an dieser Konferenz, Serbien nahm daran 2024 teil. Wir sind dafür, dass die Türen für alle Staaten dieses Kontinents offen bleiben. Hauptsache ist, dass es sich um gerechte Zusammenarbeit auf Augenhöhe handelt, ohne jegliche Hintergedanken, einseitige Vorteile zu erzielen.
💬 Die NATO und die EU gestalten zum Beispiel ihre eigenen „Dialoge“, Kooperationsstrukturen mit den Staaten Zentralasiens, Transkaukasiens. Das Ziel dieser Kontakte für den Westen ist es heute nicht, eine für beide Seiten nutzbringende Zusammenarbeit zu fördern, sondern diese Staaten und Russland auseinanderzutreiben. Wir werden solche Tendenzen mit allen – mit diplomatischen, politischen und wirtschaftlichen – Mitteln selbstverständlich vereiteln. Wir wollen die Situation nicht zulassen, wo der gute Wille unserer Verbündeten und Gleichgesinnten in Zentralasien, im Südkaukasus, in anderen Regionen des europäischen Kontinents nicht zum Guten genutzt, sondern missbraucht wird und diese Länder zur Konfrontation mit Russland gezwungen werden. Das läuft ihren wirtschaftlichen und politischen Interessen absolut zuwider.
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📅 Am 30. Oktober begeht man den Tag der Gründung der Russischen Marine
⚓️ An diesem Tag im Jahr 1696 verabschiedete die Bojarenduma auf Vorschlag von Zar Peter I. den Beschluss über die Gründung der russischen Flotte. Dieses Dokument gilt als offizieller Beginn der russischen Marinegeschichte.
Das Interesse Peters des Großen am Schiffbau begann mit einem kleinen Boot, das er im Dorf Ismailowo fand und auf dem er seine ersten Segelerfahrungen sammelte.
⚓️ Im Januar 1722 wurde das erste Boot des Zaren anlässlich der Feierlichkeiten zum Ende des Großen Nordischen Krieges im Moskauer Kreml ausgestellt. Damals nannte Peter I. es den „Großvater der russischen Marine“.
Die erste reguläre Marineeinheit wurde in Woronesch gebaut: Das war die Azow-Flottille zum Schutz der südlichen Grenzen. Dort wurde auch das erste Admiralitätsamt Russlands und eine Navigationsschule gegründet. Ebenso in Woronesch wurde zum ersten Mal die weiße Flagge mit dem Andreaskreuz gehisst, die bis heute als das Zeichen der russischen Marine gilt.
▫️ 1702 entstand im Zuge des Nordischen Krieges die Baltische Flotte.
▫️ 1722 wurde nach dem Persienfeldzug die Kaspische Flottille gebildet.
▫️ 1783 folgte die Schwarzmeerflotte nach der Eingliederung der Krim in das Russische Reich.
▫️ In der Sowjetunion wurde die Marine gestärkt uns ausgeweitet: 1935 wurde die Pazifikflotte gegründet, 1937 – die Nordflotte.
🎖 Während des Zweiten Weltkriegs stellte sich die Sowjetische Marine den Seestreitkräften des Gegners entgegen, sicherte See- und Flusstransporte und unterstützte die sowjetische Armee bei ihren Einsätzen. Für ihre Kampferfolge erhielten 78 Schiffe einen Ehrentitel, mehr als 500 Seeleute wurden als Helden der Sowjetunion ausgezeichnet.
📍 Heute umfasst die russische Marine Über- und Unterwasserschiffe, Marinefliegerkräfte sowie Küstentruppen, darunter die Küstenraketen- und Artillerieeinheiten und die Marineinfanterie.
🚢 Wir sind stolz auf die heldenhafte Geschichte der russischen Marine und ehren das Andenken aller, die ihr mit Mut und Hingabe gedient haben.
@RusBotschaft
#Russland #Geschichte
⚓️ An diesem Tag im Jahr 1696 verabschiedete die Bojarenduma auf Vorschlag von Zar Peter I. den Beschluss über die Gründung der russischen Flotte. Dieses Dokument gilt als offizieller Beginn der russischen Marinegeschichte.
Das Interesse Peters des Großen am Schiffbau begann mit einem kleinen Boot, das er im Dorf Ismailowo fand und auf dem er seine ersten Segelerfahrungen sammelte.
Laut einer Legende habe Admiral Patrick Gordon den jungen Zaren gefragt: „Wozu brauchen Sie Schiffe, Majestät? Sie haben doch keine Meere.“ Darauf antwortete Peter der Große: „Wenn ich Schiffe habe, so finde ich auch die Meere.“
⚓️ Im Januar 1722 wurde das erste Boot des Zaren anlässlich der Feierlichkeiten zum Ende des Großen Nordischen Krieges im Moskauer Kreml ausgestellt. Damals nannte Peter I. es den „Großvater der russischen Marine“.
Die erste reguläre Marineeinheit wurde in Woronesch gebaut: Das war die Azow-Flottille zum Schutz der südlichen Grenzen. Dort wurde auch das erste Admiralitätsamt Russlands und eine Navigationsschule gegründet. Ebenso in Woronesch wurde zum ersten Mal die weiße Flagge mit dem Andreaskreuz gehisst, die bis heute als das Zeichen der russischen Marine gilt.
▫️ 1702 entstand im Zuge des Nordischen Krieges die Baltische Flotte.
▫️ 1722 wurde nach dem Persienfeldzug die Kaspische Flottille gebildet.
▫️ 1783 folgte die Schwarzmeerflotte nach der Eingliederung der Krim in das Russische Reich.
▫️ In der Sowjetunion wurde die Marine gestärkt uns ausgeweitet: 1935 wurde die Pazifikflotte gegründet, 1937 – die Nordflotte.
🎖 Während des Zweiten Weltkriegs stellte sich die Sowjetische Marine den Seestreitkräften des Gegners entgegen, sicherte See- und Flusstransporte und unterstützte die sowjetische Armee bei ihren Einsätzen. Für ihre Kampferfolge erhielten 78 Schiffe einen Ehrentitel, mehr als 500 Seeleute wurden als Helden der Sowjetunion ausgezeichnet.
📍 Heute umfasst die russische Marine Über- und Unterwasserschiffe, Marinefliegerkräfte sowie Küstentruppen, darunter die Küstenraketen- und Artillerieeinheiten und die Marineinfanterie.
🚢 Wir sind stolz auf die heldenhafte Geschichte der russischen Marine und ehren das Andenken aller, die ihr mit Mut und Hingabe gedient haben.
@RusBotschaft
#Russland #Geschichte
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Aus der Erklärung des stellvertretenden Direktors des Departments für Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle des russischen Außenministeriums, Konstantin Woronzow, im Ersten Ausschuss der 80. Tagung der UN-Generalversammlung, New York, 27. Oktober 2025
💬 Wir weisen die unbegründeten, politisch motivierten Anschuldigungen im Zusammenhang mit der angeblichen Beteiligung Russlands an Cyberangriffen entschieden zurück. Seit Langem schon sind diese Anschuldigungen zu einem propagandistischen Mittel und zu einem Teil der westlichen antirussischen Diffamierungskampagne geworden. Ich möchte betonen, dass die „Betroffenen“ – wie immer – keinerlei Beweise vorlegen. Dies kann nur damit erklärt werden, dass es solche Beweise überhaupt nicht geben kann, weil alle Anschuldigungen verfälscht sind.
💬 Wir möchten die westlichen Staaten darauf aufmerksam machen, dass auf Initiative Russlands – und unter Beistand des Westens – das Register der Kontaktstellen erstellt wurde, das den zuständigen Experten der Staaten ermöglicht, operativ miteinander Kontakt aufzunehmen und Informationen über konkrete Quellen schädlicher Aktivitäten auszutauschen. Paradoxerweise haben wir seit der Erstellung des Registers keine Anfragen von jenen erhalten, die unserem Land so vehement die Verantwortung für Cyberangriffe zuschreiben. Das ist ein weiterer Anlass, darüber nachzudenken, welchen Wert die erhobenen Anschuldigungen tatsächlich haben.
@RusBotschaft
🔗Quelle
💬 Wir weisen die unbegründeten, politisch motivierten Anschuldigungen im Zusammenhang mit der angeblichen Beteiligung Russlands an Cyberangriffen entschieden zurück. Seit Langem schon sind diese Anschuldigungen zu einem propagandistischen Mittel und zu einem Teil der westlichen antirussischen Diffamierungskampagne geworden. Ich möchte betonen, dass die „Betroffenen“ – wie immer – keinerlei Beweise vorlegen. Dies kann nur damit erklärt werden, dass es solche Beweise überhaupt nicht geben kann, weil alle Anschuldigungen verfälscht sind.
💬 Wir möchten die westlichen Staaten darauf aufmerksam machen, dass auf Initiative Russlands – und unter Beistand des Westens – das Register der Kontaktstellen erstellt wurde, das den zuständigen Experten der Staaten ermöglicht, operativ miteinander Kontakt aufzunehmen und Informationen über konkrete Quellen schädlicher Aktivitäten auszutauschen. Paradoxerweise haben wir seit der Erstellung des Registers keine Anfragen von jenen erhalten, die unserem Land so vehement die Verantwortung für Cyberangriffe zuschreiben. Das ist ein weiterer Anlass, darüber nachzudenken, welchen Wert die erhobenen Anschuldigungen tatsächlich haben.
@RusBotschaft
🔗Quelle
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🗣 Aus der Erklärung des russischen Außenministers Sergej Lawrow nach der Plenarsitzung der 3. Minsker Internationalen Konferenz zu eurasischer Sicherheit, Minsk, 28. Oktober 2025
💬 Immer mehr Staaten des eurasischen Kontinents erkennen die Notwendigkeit, jene Hindernisse zu beseitigen, die auf dem Weg zu einer nachhaltigen, unabhängigen und wirksamen Entwicklung von Wirtschaft, Sozialbereich und Infrastruktur künstlich geschaffen werden. Unsererseits unterstützen wir uneingeschränkt die Initiative des russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Gestaltung einer eurasischen Sicherheitsarchitektur im Rahmen der Bestrebungen hin zu einer Großen Eurasischen Partnerschaft.
💬 Viele im Westen sind sich der Bedeutung des eurasischen Kontinents durchaus bewusst. Das Problem besteht jedoch darin, dass die westlichen Länder, vor allem die NATO-Mitgliedstaaten, nicht bereit sind, auf Augenhöhe zu sprechen und nach Formen einer gesamteurasischen Zusammenarbeit zu suchen, die auf dem Prinzip der Gleichheit und der Unteilbarkeit der Sicherheit für unseren geopolitischen Raum beruhen würden. Stattdessen streben sie eine Ausweitung des Einflusses der NATO-Strukturen auf den gesamten Kontinent an, einschließlich der Pazifik. Die NATO versucht dabei, geschlossene Bündnisse mit einer begrenzten Zahl von Mitgliedsstaaten zu schmieden, die militärisch-politischen Allianzen ähneln.
💬 Derzeit unternimmt die NATO den Versuch, alles, was in Europa geschieht, ihren eigenen Interessen unterzuordnen. Diese bestehen vor allem in der Abschreckung Chinas, Russlands, Nordkoreas sowie jedes anderen Staates, der sein Recht auf eine unabhängige, souveräne Politik auf Grundlage nationaler Interessen verteidigen möchte.
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@RusBotschaft
#Eurasien #NATO
💬 Immer mehr Staaten des eurasischen Kontinents erkennen die Notwendigkeit, jene Hindernisse zu beseitigen, die auf dem Weg zu einer nachhaltigen, unabhängigen und wirksamen Entwicklung von Wirtschaft, Sozialbereich und Infrastruktur künstlich geschaffen werden. Unsererseits unterstützen wir uneingeschränkt die Initiative des russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Gestaltung einer eurasischen Sicherheitsarchitektur im Rahmen der Bestrebungen hin zu einer Großen Eurasischen Partnerschaft.
💬 Viele im Westen sind sich der Bedeutung des eurasischen Kontinents durchaus bewusst. Das Problem besteht jedoch darin, dass die westlichen Länder, vor allem die NATO-Mitgliedstaaten, nicht bereit sind, auf Augenhöhe zu sprechen und nach Formen einer gesamteurasischen Zusammenarbeit zu suchen, die auf dem Prinzip der Gleichheit und der Unteilbarkeit der Sicherheit für unseren geopolitischen Raum beruhen würden. Stattdessen streben sie eine Ausweitung des Einflusses der NATO-Strukturen auf den gesamten Kontinent an, einschließlich der Pazifik. Die NATO versucht dabei, geschlossene Bündnisse mit einer begrenzten Zahl von Mitgliedsstaaten zu schmieden, die militärisch-politischen Allianzen ähneln.
💬 Derzeit unternimmt die NATO den Versuch, alles, was in Europa geschieht, ihren eigenen Interessen unterzuordnen. Diese bestehen vor allem in der Abschreckung Chinas, Russlands, Nordkoreas sowie jedes anderen Staates, der sein Recht auf eine unabhängige, souveräne Politik auf Grundlage nationaler Interessen verteidigen möchte.
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#Eurasien #NATO
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🔍 Der sowjetische Sherlock Holmes, der die Herzen des Publikums eroberte
📚 Im Oktober 1892 erschien Arthur Conan Doyles „Die Abenteuer des Sherlock Holmes“ erstmals als Sammlung von Kurzgeschichten. Viele Jahrzehnte später wurden der legendäre Meisterdetektiv und sein treuer Begleiter zu Kultfiguren in der Sowjetunion, nachdem sie in einer Fernsehserie neu interpretiert wurden.
📽 Die fünfteilige Fernsehfilmreihe wurde von Igor Maslennikow zwischen 1979 und 1986 gedreht. Sherlock Holmes und Dr. Watson wurden von sowjetischen Schauspielern Wassili Liwanow und Witali Solomin verkörpert. Maslennikows Verfilmung blieb zwar in hohem Maße dem Geist und der Handlung der Werke Arthur Conan Doyles treu, verlieh den Figuren jedoch zugleich eine eigene, charaktervolle Note. Vor allem das Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren, mit einem ebenso scharfsinnigen wie charmanten Holmes und einem warmherzigen, humorvollen Watson, machte die Serie für das Publikum besonders reizvoll.
📺 Die Premiere des ersten Films fand am 22. März 1980 statt und der Film wurde in der UdSSR sofort beliebt. Holmes und Watson in der Darstellung von Liwanow und Solomin wurden zu echten Publikumslieblingen. Die Figuren tauchten in Witzen auf und ihre Dialoge wurden in den alltäglichen Sprachgebrauch übernommen. Nach dem überwältigenden Erfolg des ersten Teils wurden die Produzenten mit Zuschriften überschüttet, in denen sich die Zuschauer eine Fortsetzung wünschten.
🎬 Gedreht wurde größtenteils in den Lenfilm-Studios. Für Außenaufnahmen nutzte das Team verschiedene Orte in Leningrad und Umgebung, in den baltischen Sowjetrepubliken sowie im Kaukasus. Viele der im Film gezeigten Gebäude sind historische Bauten in Leningrad, Tallinn und Riga. Der berühmte Reichenbachfall wurde am Tscherkessen-Wasserfall in Abchasien inszeniert. Die Jauniela in der Altstadt von Riga diente als Baker Street mit der legendären Adresse „221B“.
📺 In der DDR liefen die sowjetischen Sherlock-Holmes-Filme in den 1980er-Jahren zunächst im russischen Original mit deutschen Untertiteln und später auch in synchronisierter Fassung. In der deutschen Synchronisation lieh Wolfgang Lohse Sherlock Holmes seine Stimme, während Dr. Watson von Erik Veldre gesprochen wurde.
🎖 Die Filmreihe fand so großen Anklang, dass Wassili Liwanow am 15. Juni 2006 vom britischen Botschafter in Moskau der Order of the British Empire für seine herausragende Darstellung von Sherlock Holmes verliehen wurde.
@RusBotschaft
#Russland #Kultur #Filme
📚 Im Oktober 1892 erschien Arthur Conan Doyles „Die Abenteuer des Sherlock Holmes“ erstmals als Sammlung von Kurzgeschichten. Viele Jahrzehnte später wurden der legendäre Meisterdetektiv und sein treuer Begleiter zu Kultfiguren in der Sowjetunion, nachdem sie in einer Fernsehserie neu interpretiert wurden.
📽 Die fünfteilige Fernsehfilmreihe wurde von Igor Maslennikow zwischen 1979 und 1986 gedreht. Sherlock Holmes und Dr. Watson wurden von sowjetischen Schauspielern Wassili Liwanow und Witali Solomin verkörpert. Maslennikows Verfilmung blieb zwar in hohem Maße dem Geist und der Handlung der Werke Arthur Conan Doyles treu, verlieh den Figuren jedoch zugleich eine eigene, charaktervolle Note. Vor allem das Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren, mit einem ebenso scharfsinnigen wie charmanten Holmes und einem warmherzigen, humorvollen Watson, machte die Serie für das Publikum besonders reizvoll.
📺 Die Premiere des ersten Films fand am 22. März 1980 statt und der Film wurde in der UdSSR sofort beliebt. Holmes und Watson in der Darstellung von Liwanow und Solomin wurden zu echten Publikumslieblingen. Die Figuren tauchten in Witzen auf und ihre Dialoge wurden in den alltäglichen Sprachgebrauch übernommen. Nach dem überwältigenden Erfolg des ersten Teils wurden die Produzenten mit Zuschriften überschüttet, in denen sich die Zuschauer eine Fortsetzung wünschten.
🎬 Gedreht wurde größtenteils in den Lenfilm-Studios. Für Außenaufnahmen nutzte das Team verschiedene Orte in Leningrad und Umgebung, in den baltischen Sowjetrepubliken sowie im Kaukasus. Viele der im Film gezeigten Gebäude sind historische Bauten in Leningrad, Tallinn und Riga. Der berühmte Reichenbachfall wurde am Tscherkessen-Wasserfall in Abchasien inszeniert. Die Jauniela in der Altstadt von Riga diente als Baker Street mit der legendären Adresse „221B“.
📺 In der DDR liefen die sowjetischen Sherlock-Holmes-Filme in den 1980er-Jahren zunächst im russischen Original mit deutschen Untertiteln und später auch in synchronisierter Fassung. In der deutschen Synchronisation lieh Wolfgang Lohse Sherlock Holmes seine Stimme, während Dr. Watson von Erik Veldre gesprochen wurde.
🎖 Die Filmreihe fand so großen Anklang, dass Wassili Liwanow am 15. Juni 2006 vom britischen Botschafter in Moskau der Order of the British Empire für seine herausragende Darstellung von Sherlock Holmes verliehen wurde.
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#Russland #Kultur #Filme
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🖌Am 31. Oktober 2025 feiert die Russische Staatliche Universität für Industrie- und Angewandte Kunst „S.G.Stroganow“ ihren 200. Jahrestag
Im Jahr 2025 begeht die legendäre Hochschule ihren 200. Jahrestag – genau zwei Jahrhunderte seit der Gründung der Schule, die das Gesicht des russischen Designs und der dekorativen Kunst geprägt hat.
📆 Im Jahr 1825 gründete Graf Sergej Stroganow die „Zeichenschule für Kunst und Handwerk“ – die spätere Stroganow-Universität. So entstand die Wiege des russischen Designs. Die Schule hatte einen praktischen Auftrag: Fachkräfte für die Industrie auszubilden – Kunsthandwerker für Holz, Metall, Textilien, Keramik und architektonische Elemente. Bereits im 19. Jahrhundert wurden hier Entwürfe für Möbel, Tapeten, Leuchten und Verpackungen geschaffen. Das war ein entscheidender Schritt hin zur Entstehung des Berufs des Designers – obwohl es den Begriff „Design“ damals noch gar nicht gab.
In den 1850er–1860er-Jahren entwickelte sich die Schule zu einem Zentrum der angewandten Kunst, in dem Dutzende von Werkstätten tätig waren: Dreh-, Web-, Präge-, Keramik-, Guss- und Schnitzwerkstätten. Die Studierenden nicht nur zeichneten, sondern auch durchliefen den gesamten Prozess der Objektgestaltung – vom ersten Entwurf bis zum fertigen Produkt.
Am Ende des 19. Jahrhunderts nahm die Schule aktiv an internationalen Ausstellungen teil. Auf den Weltausstellungen in Paris (1867, 1900) erhielten die Schüler der Stroganow-Schule zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Grand Prix im Jahr 1900.
🏗 In der Sowjetzeit prägten die Absolventen der Stroganow-Universität das visuelle Erscheinungsbild des Landes maßgeblich mit:
– sie gestalteten Stationen der Moskauer Metro, die Gebäuden der Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft (WDNCh) und die Pavillons internationaler Ausstellungen;
– sie entwickelten Industrieprodukte – von Haushaltsgeräten bis zu Geschirr;
– sie entwarfen Bücher, Plakate, Schulmaterialien, Verpackungen und Leitsysteme im öffentlichen Raum.
Der von Stroganow formulierte Auftrag an die Schule hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren: „den Handwerkern und Kaufleuten die Möglichkeit zu geben, ihre Erzeugnisse mit Hilfe von Wissenschaft und Kunst zu verbessern“.
Indem er das Zeichnen ins Zentrum der kunstgewerblichen Ausbildung stellte, verankerte Stroganow im Grunde einen projektorientierten Ansatz bei der Schaffung von Werken der dekorativen Kunst. Zeichnung und Entwurf wurden zur Grundlage – oft zum entscheidenden ersten Schritt – bei der Gestaltung von Möbeln, Metallarbeiten, Innenraumobjekten sowie Ornamenten für Textilien.
Heute ist die Stroganow-Universität eine der ältesten Kunsthochschulen Europas und eine einzigartige Institution, in der akademisches Zeichnen, traditionelle künstlerische Schulen, digitales Design, Multimedia, 3D-Modelling, Architektur- und Raumgestaltung, Restaurierung und experimentelle Kunst miteinander verbunden werden.
📸 The Tretyakov Gallery Magazine, mydecor
🔗 Stroganow-Universität
@RusBotschaft
#Universität #Geschichte #Moskau
Im Jahr 2025 begeht die legendäre Hochschule ihren 200. Jahrestag – genau zwei Jahrhunderte seit der Gründung der Schule, die das Gesicht des russischen Designs und der dekorativen Kunst geprägt hat.
📆 Im Jahr 1825 gründete Graf Sergej Stroganow die „Zeichenschule für Kunst und Handwerk“ – die spätere Stroganow-Universität. So entstand die Wiege des russischen Designs. Die Schule hatte einen praktischen Auftrag: Fachkräfte für die Industrie auszubilden – Kunsthandwerker für Holz, Metall, Textilien, Keramik und architektonische Elemente. Bereits im 19. Jahrhundert wurden hier Entwürfe für Möbel, Tapeten, Leuchten und Verpackungen geschaffen. Das war ein entscheidender Schritt hin zur Entstehung des Berufs des Designers – obwohl es den Begriff „Design“ damals noch gar nicht gab.
In den 1850er–1860er-Jahren entwickelte sich die Schule zu einem Zentrum der angewandten Kunst, in dem Dutzende von Werkstätten tätig waren: Dreh-, Web-, Präge-, Keramik-, Guss- und Schnitzwerkstätten. Die Studierenden nicht nur zeichneten, sondern auch durchliefen den gesamten Prozess der Objektgestaltung – vom ersten Entwurf bis zum fertigen Produkt.
Am Ende des 19. Jahrhunderts nahm die Schule aktiv an internationalen Ausstellungen teil. Auf den Weltausstellungen in Paris (1867, 1900) erhielten die Schüler der Stroganow-Schule zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Grand Prix im Jahr 1900.
🏗 In der Sowjetzeit prägten die Absolventen der Stroganow-Universität das visuelle Erscheinungsbild des Landes maßgeblich mit:
– sie gestalteten Stationen der Moskauer Metro, die Gebäuden der Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft (WDNCh) und die Pavillons internationaler Ausstellungen;
– sie entwickelten Industrieprodukte – von Haushaltsgeräten bis zu Geschirr;
– sie entwarfen Bücher, Plakate, Schulmaterialien, Verpackungen und Leitsysteme im öffentlichen Raum.
Der von Stroganow formulierte Auftrag an die Schule hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren: „den Handwerkern und Kaufleuten die Möglichkeit zu geben, ihre Erzeugnisse mit Hilfe von Wissenschaft und Kunst zu verbessern“.
Indem er das Zeichnen ins Zentrum der kunstgewerblichen Ausbildung stellte, verankerte Stroganow im Grunde einen projektorientierten Ansatz bei der Schaffung von Werken der dekorativen Kunst. Zeichnung und Entwurf wurden zur Grundlage – oft zum entscheidenden ersten Schritt – bei der Gestaltung von Möbeln, Metallarbeiten, Innenraumobjekten sowie Ornamenten für Textilien.
Heute ist die Stroganow-Universität eine der ältesten Kunsthochschulen Europas und eine einzigartige Institution, in der akademisches Zeichnen, traditionelle künstlerische Schulen, digitales Design, Multimedia, 3D-Modelling, Architektur- und Raumgestaltung, Restaurierung und experimentelle Kunst miteinander verbunden werden.
📸 The Tretyakov Gallery Magazine, mydecor
🔗 Stroganow-Universität
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